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Skyline Bau · Wien

Badsanierung Wiendas Bad, das länger hältals die Finanzierung.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Eine Badsanierung in Wien kostet bei Skyline Bau zwischen 9.800 und 32.000 Euro netto. Teilsanierung ab 9.800 €, Komplettbad im Bestand 14.000–22.000 €, Altbau mit Strangtausch 22.000–32.000 €. Bauzeit 12 bis 18 Werktage. Entkernung, Trockenbau, Estrich, Abdichtung, Fliesen und Maler machen unsere eigenen Leute.

Eine Badsanierung in Wien kostet 2026 komplett 9.800 bis 32.000 € netto. Enthalten sind Abbruch, Sanitär- und Elektroinstallation, Verbundabdichtung nach ÖNORM B 3407, Estrich, Fliesen, Montage, Malerei und Entsorgung. Ein reiner Wannentausch liegt bei 3.500 bis 6.500 €, eine barrierefreie Komplettsanierung mit bodengleicher Dusche bei 16.000 bis 28.000 €. Die Bauzeit beträgt 12 bis 18 Werktage, im Gründerzeithaus eher 15 bis 25, weil Steigleitungen und Decken selten so aussehen wie erwartet. Wird dabei der Strang mitgetauscht, läuft das über Rohrleitungsbau.
✓ Festpreis ÖNORM B 2110✓ Abdichtung ÖNORM B 3407✓ 12–18 Werktage✓ 3 Jahre Gewährleistung✓ 48 h Antwort werktags

Was eine Badsanierung in Wien kostet

Die Zahlen unten sind Ausführungspreise für Wien, Stand 2026, netto, ohne Sonderwünsche wie Designarmaturen oder Naturstein. Verbindlich wird der Preis nach einer Begehung, weil im Altbau der Zustand hinter der Wand über ein Drittel der Kosten entscheidet.

UmfangBadgrößePreis nettoBauzeit
Wannentausch, Fliesenspiegel ergänztegal3.500–6.500 €3–5 Werktage
Teilsanierung: Dusche neu, Boden neu, Objekte neu4–6 m²7.000–12.000 €8–12 Werktage
Komplettsanierung klein4–5 m²9.000–14.000 €12–16 Werktage
Komplettsanierung mittel6–8 m²14.000–22.000 €15–20 Werktage
Komplettsanierung groß oder gehoben9–12 m²22.000–35.000 €18–25 Werktage
Barrierefreie Sanierung nach ÖNORM B 16006–9 m²16.000–28.000 €15–22 Werktage
Bad neu dort, wo vorher keines war4–7 m²18.000–30.000 €20–30 Werktage

Einzelpreise, damit Sie ein Angebot prüfen können

Ein Pauschalpreis ohne Positionen ist nicht überprüfbar. Diese Einheitspreise sind der Maßstab, an dem Sie jedes Wiener Angebot messen können.

PositionEinheitPreis nettoWas dazugehört
Abbruch Bad komplett inkl. Entsorgungpauschal1.200–2.600 €Fliesen, Estrich, Objekte, Container, Entsorgungsnachweis
Wanddurchbruch mit SturzStk.800–2.400 €Statik, Stahlsturz, Wiederherstellung
Sanitärinstallation neu, 4 Objektepauschal2.800–5.200 €Kalt, Warm, Abwasser, Vorwand, Druckprobe
Vorwandinstallation Trockenbaulfm190–340 €Ständerwerk, Spülkasten-Element, Beplankung imprägniert
Elektroinstallation Bad neupauschal900–2.200 €Eigener FI, Leitungen, Dosen, Spiegel- und Deckenlicht
Estrich inkl. Dämmungm²45–80 €Zement- oder Fließestrich, Randstreifen
Verbundabdichtung nach ÖNORM B 3407m²38–55 €Zwei Anstriche, Dichtband, Manschetten, Ecken
Fliesen verlegen Wandm²55–95 €Kleber, Verlegung, Verfugung, Silikon
Fliesen verlegen Boden, Großformatm²65–110 €Nivellieren, Buttering-Floating, Fugen
Bodengleiche Dusche herstellenpauschal1.400–3.200 €Ablauf, Gefälle, Abdichtung, Duschrinne
Duschabtrennung Glas nach MaßStk.800–2.600 €ESG 8 mm, Beschläge, Montage
Sanitärobjekte montierenStk.180–420 €WC, Waschtisch, Wanne, Armatur, jeweils ohne Material
Handtuchradiator inkl. AnbindungStk.450–950 €Ventile, Anbindeleitungen, Entlüftung
Fußbodenheizung im Badm²70–140 €Warmwasser oder elektrisch, Regelung
Lüfter mit Nachlauf und FeuchtesensorStk.320–780 €Gerät, Leitung, Kernbohrung, Außengitter
Malerei Decke und Restwandm²12–28 €Spachteln, Grundieren, zwei Anstriche
Baustelleneinrichtung, Staubschutz, Endreinigungpauschal450–1.100 €Schutz Stiegenhaus, Staubschleuse, Feinreinigung
Rechenbeispiel · Gründerzeitbad 6 m², Komplettsanierung
Abbruch, Entsorgung1.900 €
Sanitär und Elektro5.400 €
Abdichtung, Estrich, Fliesen5.200 €
Objekte, Montage, Malerei4.100 €

Summe rund 16.600 € netto ohne Sanitärmaterial der gehobenen Klasse. Sanitärobjekte im mittleren Segment schlagen mit weiteren 2.000 bis 4.000 € zu Buche und werden meist vom Bauherrn direkt gekauft.

Wovon der Preis wirklich abhängt

Zwischen 9.000 und 22.000 € liegen keine Willkür, sondern sieben konkrete Faktoren. Wer sie kennt, kann die Kosten steuern, statt sie zu erleiden.

  • Zustand der Steigleitungen. Bleirohre, verzinkter Stahl oder eine 50 Jahre alte Gasleitung machen aus einer Badsanierung ein Leitungsprojekt. Der Anschluss an einen maroden Strang ist Geldverbrennung – dann gehört die Strangsanierung vorgezogen.
  • Deckenaufbau. Holztramdecke oder Dippelboden bedeutet: keine schweren Nassaufbauten, Abdichtung besonders sorgfältig, oft Ertüchtigung der Decke. Betondecke ist der einfachere Fall.
  • Grundriss bleibt oder wandert. Bleiben WC und Wanne an Ort und Stelle, sparen Sie 1.500 bis 4.000 €. Wandert das WC zwei Meter, braucht es neues Gefälle im Abwasser, oft eine Vorwand von 20 cm Tiefe.
  • Bodengleiche Dusche. Der Ablauf braucht Aufbauhöhe. Im Altbau mit dünner Decke wird daraus eine Rinne an der Wand oder ein Extraflachablauf – technisch lösbar, aber nicht zum Nulltarif.
  • Fliesenformat. 30 × 60 cm ist Standard. 120 × 120 cm sieht besser aus, kostet aber 30 bis 50 % mehr Verlegung, weil Untergrund und Ebenheit anders vorbereitet werden müssen.
  • Zugänglichkeit. Vierter Stock ohne Lift in einer engen Gasse: Material und Schutt gehen über die Stiege, dazu kommt Parkspurbewilligung der MA 46. Das sind 600 bis 1.800 € allein an Logistik.
  • Termindruck. Wer eine feste Frist hat, zahlt für Parallelisierung. Wer drei Wochen Puffer gibt, bekommt den besseren Preis.

Wo Sie sparen können, ohne dass es später weh tut

Sparen ist gut, an der falschen Stelle sparen ist teuer. Diese Einteilung hat sich in über zehn Jahren Wiener Altbau bewährt.

Sinnvoll sparen

Fliesenformat 30 × 60 statt Großformat. Standard-Sanitärkeramik statt Designserie. Vorhandene Position von WC und Wanne beibehalten. Duschabtrennung aus dem Standardmaß statt Sonderanfertigung. Wanne erhalten und nur emaillieren, wenn sie intakt ist.

Falsch gespart

Abdichtung weglassen oder auf ein Produkt ohne Prüfzeugnis setzen. Alte Leitungen anschließen. Ohne Vorwand direkt auf Altmauerwerk montieren. Auf den eigenen FI-Schutzschalter verzichten. Lüftung streichen und auf das Kippfenster hoffen. Silikonfugen als Ersatz für Dichtbänder.

Später teuer

Fliesen über Fliesen kleben: spart heute 800 €, kostet beim nächsten Wasserschaden das Vielfache, weil niemand weiß, was darunter liegt. Ebenso das Zubetonieren von Revisionsöffnungen – irgendwann muss jemand an den Strang.

Fördern lassen

Barrierefreie Umbauten und der Tausch alter Heizsysteme sind förderfähig. Wer die Badsanierung mit einer Sockelsanierung des Hauses koppelt, bekommt sie über den wohnfonds_wien anteilig mitgefördert.

Badsanierung zum Festpreis

Festpreis heißt bei uns: Nach der Begehung steht eine Summe im Vertrag, die sich nur ändert, wenn Sie selbst etwas ändern. Das setzt voraus, dass vorher jemand im Bad war und in die Wand geschaut hat – ohne Begehung ist jeder Festpreis geraten.

Im Festpreis enthaltenNicht enthalten, weil vorher nicht sichtbar
Abbruch, Entsorgung, StaubschutzSchadstoffe im Kleber oder Estrich
Installation Wasser und Abwasser im BadTausch der Steigleitung im Schacht
Elektro im Bad nach Schutzbereichenneue Zuleitung vom Verteiler, wenn der Querschnitt fehlt
Abdichtung, Fliesen, SanitärmontageTramdecke, die erst nach dem Abbruch als morsch erkennbar ist
Vorwand, Trockenbau, MalereiArbeiten außerhalb des Bades
Endreinigung und ÜbergabeMöbel und Dekoration, die Sie selbst kaufen
Ein Festpreis ohne Begehung ist kein Festpreis, sondern ein Lockangebot. Wer am Telefon eine Summe nennt, hat drei Dinge nicht gesehen: den Zustand der Leitungen, den Aufbau des Bodens und den Weg für Material und Schutt. Genau diese drei Punkte entscheiden über mehrere tausend Euro. Deshalb nennen wir einen Preis erst nach dem Ortstermin – und der steht dann.

Was Sie beim Vergleich prüfen sollten: Steht die Abdichtung als eigene Position mit Norm im Angebot, oder taucht sie gar nicht auf? Ist die Entsorgung mit Tonnage gerechnet? Sind Sanitärgegenstände mit Typ und Preis benannt oder nur als Pauschale? Fehlt einer dieser Punkte, wird der günstige Preis später teurer als der teure.

Badsanierung in Wien nach Bezirk

Was ein Bad kostet, hängt stärker vom Haus ab als vom Bezirk. Trotzdem gibt es Muster, die wir in bestimmten Lagen immer wieder antreffen — und die Sie vorher kennen sollten.

  • 1220 Donaustadt und 1210 Floridsdorf: viel Bestand aus den Sechzigern bis Achtzigern. Massivdecken, Steigstränge gebündelt, Lift vorhanden — das sind die unkompliziertesten Bäder und meist im unteren Drittel der Preisspanne. Unser Standort liegt im 21. Bezirk.
  • 1110 Simmering und 1100 Favoriten: Gemeindebau und Wohnhausanlagen. Hier ist die Zustimmung der Hausverwaltung für Eingriffe am Steigstrang der erste Schritt, nicht der letzte.
  • 1230 Liesing: Reihenhäuser und Einfamilienhäuser. Häufiger Wunsch: bodengleiche Dusche im Obergeschoß — das geht, verlangt aber Aufbauhöhe, die im Fertigteilhaus oft fehlt.
  • 1030 bis 1090, Gründerzeitbestand: Holztramdecken. Eine bodengleiche Dusche braucht hier fast immer einen neuen Bodenaufbau, und das Bad ist oft ein nachträglich eingebautes Kabinett ohne Fenster. Beides verschiebt den Preis nach oben.
  • 1010 Innere Stadt: Schutzzone, enge Zufahrt, Anlieferung in Zeitfenstern. Rechnen Sie mit Aufschlag für Baustellenlogistik, nicht für die Bauleistung selbst.
  • 1130, 1180, 1190: größere Bäder, höherer Ausstattungsstandard, oft zwei Bäder in einem Auftrag.

Wir sanieren Bäder in allen 23 Bezirken und im niederösterreichischen Umland. Die Begehung ist in ganz Wien kostenlos, den Festpreis nennen wir danach.

Wanne raus, Dusche rein: das kleine Bad-Projekt

Nicht jedes Bad braucht die Komplettsanierung. Der häufigste Wunsch in Wien ist der Tausch der Badewanne gegen eine Dusche – oft, weil der Einstieg über den Wannenrand zum Problem geworden ist.

VarianteWas passiertDauerPreis netto
Dusche in die WannennischeWanne raus, Duschtasse rein, Fliesen im Nischenbereich neu3–5 Werktage3.400–5.800 €
Bodengleich in der Nischezusätzlich Bodenaufbau öffnen, Ablauf tieferlegen, abdichten6–9 Werktage5.900–9.400 €
Wanne bleibt, Einstieg wird niedrigerTür in die Wanne oder Austausch gegen flache Wanne2–4 Werktage2.600–4.800 €
Komplettbadalles neu inklusive Installation, Elektro, Fliesen12–18 Werktage14.000–22.000 €
Der Bodenaufbau entscheidet, ob bodengleich überhaupt geht. Für einen ebenerdigen Ablauf braucht es Platz unter dem Fertigboden. In der Gründerzeitwohnung mit Tramdecke ist der oft vorhanden, im Bau der 1970er-Jahre mit dünnem Estrich auf Betondecke häufig nicht. Dann bleibt die extraflache Duschtasse mit zwei bis drei Zentimetern Aufkantung – optisch fast gleich, technisch unproblematisch und deutlich günstiger als ein Eingriff in die Decke.

Ablauf einer Badsanierung, Tag für Tag

So läuft ein durchschnittliches 6-m²-Bad im Wiener Altbau. Die Reihenfolge ist nicht beliebig: Jeder Schritt setzt voraus, dass der davor trocken, dicht und geprüft ist.

Tag 0 · Begehung und AufmaßVorhandene Leitungen orten, Deckenaufbau prüfen, Revisionsöffnungen suchen, Fotobefund. Erst danach lässt sich ein Festpreis nennen, der hält.
Tag 1 · Schutz und AbbruchStaubschleuse, Stiegenhaus abgedeckt, Objekte demontiert, Fliesen und Estrich entfernt, Schutt sortenrein in den Container. Jetzt zeigt sich, was hinter der Wand wirklich los ist.
Tag 2 · BefundgesprächWenn Bleirohre, Feuchte oder eine morsche Tramkopflage auftauchen, wird jetzt entschieden – nicht nach dem Verfliesen. Mehrkosten werden vorher schriftlich freigegeben.
Tag 3–5 · Rohinstallation SanitärAbwasser mit Gefälle, Kalt- und Warmleitungen, Vorwand mit Spülkastenelement, Anschlüsse gesetzt. Am Ende Druckprobe mit Protokoll.
Tag 5–6 · ElektroEigener Fehlerstromschutzschalter, Leitungen nach Schutzbereichen ÖVE/ÖNORM E 8101, Dosen für Spiegelleuchte, Steckdosen außerhalb Bereich 0 und 1, Lüfteranschluss.
Tag 6–7 · Estrich und TrockenzeitEstrich einbringen, Gefälle in der Duschzone anlegen. Zementestrich braucht Zeit, Fließestrich weniger. Wer hier drängt, bekommt Risse.
Tag 8–9 · Abdichtung nach ÖNORM B 3407Grundierung, zwei Lagen Dichtmasse, Dichtband in allen Ecken und Anschlüssen, Manschetten an Rohrdurchführungen. Fotodokumentation, bevor irgendetwas verdeckt wird.
Tag 10–14 · FliesenBoden und Wand, Schnitte an sichtbaren Kanten geplant, Fugen nach Format, Bewegungsfugen an Materialwechseln. Trocknen lassen, dann verfugen.
Tag 15–17 · MontageSanitärobjekte, Armaturen, Duschabtrennung, Heizkörper, Lüfter, Spiegel, Beleuchtung. Silikonfugen zuletzt, sauber gezogen.
Tag 18 · AbnahmeDichtheitsprüfung, Funktionsprüfung, Abnahmeprotokoll nach ÖNORM B 2110, Übergabe der Fotodokumentation und Protokolle, Feinreinigung.

Bauzeit: was realistisch ist

UmfangReine BauzeitMit TrocknungszeitenBad nutzbar ab
Wannentausch3–4 Tage4–5 TageTag 5
Teilsanierung6–8 Tage8–12 TageTag 12
Komplettsanierung 6 m²11–14 Tage15–20 TageTag 18–20
Barrierefrei mit Grundrissänderung14–18 Tage18–25 TageTag 22–25
Neues Bad ohne Bestand18–22 Tage22–30 TageTag 28–30

Wer ohne zweites WC in der Wohnung lebt, sollte für die Zeit ohne Bad eine Lösung einplanen. Wir stellen auf Wunsch ein Bau-WC oder staffeln die Arbeiten so, dass das WC bis zum letzten Drittel nutzbar bleibt – das kostet zwei bis drei Tage mehr, macht das Wohnen aber erträglich.

Die Abdichtung entscheidet, ob das Bad 5 oder 30 Jahre hält

Fliesen sind nicht wasserdicht. Fugen sind es erst recht nicht. Was ein Bad dicht macht, liegt unsichtbar darunter: die Verbundabdichtung im Verbund mit dem Fliesenbelag, geregelt in der ÖNORM B 3407. Sie ist der einzige Bauteil, den man nach der Fertigstellung nicht mehr kontrollieren kann – und der häufigste Punkt, an dem in Wien gepfuscht wird.

Was die Norm verlangt

  • Beanspruchungsklassen. Die Norm unterscheidet nach Wassereinwirkung. Ein Badezimmer im Wohnbau fällt in der Regel unter mäßige Beanspruchung, die Duschzone selbst unter hohe. Daraus ergibt sich, wie weit die Abdichtung hochgezogen werden muss und welches Produkt zulässig ist.
  • Flächen. Boden vollflächig, Wand im Spritzwasserbereich mindestens 20 cm über den Duschkopf hinaus, bei bodengleicher Dusche der gesamte Duschbereich plus 20 cm seitlich, hinter der Wanne mindestens 20 cm über den Wannenrand.
  • Details. Ecken, Anschlüsse und Rohrdurchführungen sind die Schwachstellen. Dort gehören Dichtbänder und vorgefertigte Manschetten hin – nicht mehr Dichtmasse, sondern das systemgeprüfte Bauteil.
  • Schichtdicke. Zwei Lagen, kreuzweise, in der vom Hersteller vorgegebenen Nassschichtdicke. Ein einmaliger dünner Anstrich sieht gleich aus und hält nicht.
  • Systemtreue. Grundierung, Dichtmasse, Bänder und Kleber müssen aus einem geprüften System stammen. Mischen aus drei Herstellern kostet im Schadensfall die Gewährleistung.
Wir fotografieren jede Abdichtung vor dem Verfliesen: Fläche, Ecken, Manschetten, Anschlusshöhen. Sie bekommen die Bilder mit dem Abnahmeprotokoll. Wenn in zehn Jahren jemand fragt, wie das Bad aufgebaut ist, gibt es eine Antwort.

Woran Sie eine fehlende oder schlechte Abdichtung erkennen

Im fertigen Bad sieht man sie nicht. Vorher aber schon: Wenn im Angebot keine eigene Position „Verbundabdichtung nach ÖNORM B 3407“ steht, ist sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht kalkuliert. Wenn die Baustelle vom Fliesen direkt aus dem Estrich kommt, ohne dass dazwischen ein Tag mit blauer oder grauer Masse liegt, wurde sie übersprungen. Und wenn jemand erklärt, „die Fliesen dichten eh ab“, sollten Sie das Gespräch beenden.

Bodengleiche Dusche im Altbau: was geht und was nicht

Der häufigste Wunsch bei Wiener Badsanierungen und zugleich der technisch anspruchsvollste. Entscheidend ist die verfügbare Aufbauhöhe zwischen Rohdecke und fertigem Boden.

AblaufsystemBenötigte AufbauhöheVorteilGrenze
Punktablauf senkrechtab 120 mmGünstig, hohe AblaufleistungBraucht Anschluss senkrecht nach unten, im Altbau selten möglich
Punktablauf waagrechtab 90 mmAnschluss in der Ebene, üblich im BestandGefälle in vier Richtungen nötig, sichtbar bei Großformat
Duschrinne an der Wandab 95 mmGefälle nur in eine Richtung, ideal für große FliesenTeurer, Wandanschluss muss abgedichtet sein
Extraflacher Ablaufab 65 mmRettung bei dünnem AufbauGeringere Ablaufleistung, Wartung wichtiger
Duschtasse superflach, 25 mmab 70 mmSicher, günstig, schnellNicht ganz bodengleich, kleine Stufe bleibt

Im Gründerzeithaus liegt zwischen Dippelboden und fertigem Boden oft nur 8 bis 12 cm. Dann fällt der senkrechte Punktablauf aus, und es bleiben Rinne, Flachablauf oder eine superflache Tasse. Wer die Decke öffnen will, um Platz zu schaffen, braucht die Statik – und muss bedenken, dass darunter eine fremde Wohnung liegt.

Gefälle: 1,5 bis 2 Prozent, nicht mehr und nicht weniger

Zu wenig Gefälle heißt stehendes Wasser und Kalkränder. Zu viel Gefälle heißt, dass Duschhocker und Rollator kippen und Großformatfliesen brechen. Die Praxis liegt bei 1,5 bis 2 % zum Ablauf. Bei einer Rinne genügt eine Ebene, bei einem Punktablauf muss die Fliese in vier Richtungen geneigt werden – ab 60 × 60 cm wird das sichtbar, ab 90 × 90 cm meist unschön. Deshalb: großes Format plus Rinne, kleines Format plus Punktablauf.

Fliesen: Format, Fuge, Rutschhemmung

Die Fliese bestimmt Optik, Reinigungsaufwand und Sicherheit. Drei Entscheidungen sind wichtiger als die Farbe.

Format

Großformat wirkt ruhig und hat weniger Fugen, verlangt aber einen sehr ebenen Untergrund. Ab 60 × 120 cm gehört Buttering-Floating dazu: Kleber auf Untergrund und Fliesenrückseite, sonst entstehen Hohlstellen, die später zu Rissen führen. Ein 5 m² kleines Wiener Bad mit 120er-Fliesen sieht großzügig aus, hat aber viel Verschnitt – rechnen Sie 15 bis 20 % statt der üblichen 10 %.

Fuge

Schmale Fugen (2 mm) wirken hochwertig, brauchen aber kalibrierte Fliesen. Epoxidharzfugen sind praktisch unverwüstlich und fleckenresistent, kosten aber das Zwei- bis Dreifache und verzeihen keine Nacharbeit. Für die meisten Bäder ist eine gute Zementfuge mit Fungizid die richtige Wahl. Silikon gehört nur in Bewegungsfugen: Ecken, Anschluss Boden-Wand, Anschluss an Wanne und Duschtasse.

Rutschhemmung

BereichEmpfehlungBegründung
Badboden allgemeinR9 bis R10Barfußbereich, gute Balance aus Griff und Reinigbarkeit
Bodengleiche DuscheR10 mit Bewertungsgruppe BNassbelastung, barfuß, geneigte Fläche
Barrierefreies BadR10/B, besser R11Sturzrisiko, oft mit Duschhocker
Wandfliesenkeine AnforderungFrei nach Optik wählbar

Zu hohe Rutschhemmung ist kein Gewinn: R12 im Wohnbad lässt sich kaum noch reinigen, weil die raue Oberfläche Seifenreste festhält.

Sanitärinstallation: was hinter der Vorwand passiert

Die Vorwand ist kein Designelement, sondern Bauteil. Sie nimmt Spülkasten, Leitungen und Befestigungen auf, entkoppelt vom oft schiefen Altbaumauerwerk und schafft eine gerade Fläche zum Fliesen. 15 bis 20 cm Tiefe sind üblich, bei 4 m² Bad tut jeder Zentimeter weh – hier lohnt sich die Planung mit Millimetern.

  • Abwasser braucht Gefälle. Mindestens 1 cm pro Meter, besser 2. Wandert das WC, muss dieses Gefälle irgendwo herkommen. Deshalb wird das WC im Altbau selten weit versetzt.
  • Schallschutz nach ÖNORM B 8115. Spülkastenelemente werden schallentkoppelt montiert, Abwasserleitungen ummantelt. Sonst hört der Nachbar jede Spülung – und im Zinshaus wird daraus schnell ein Rechtsstreit.
  • Revisionsöffnung. Jede Spülkastenbetätigung ist eine, aber Absperrventile brauchen ebenfalls Zugang. Wer sie zufliest, zahlt beim nächsten Defekt die Fliesen mit.
  • Material. Mehrschichtverbundrohr im Wohnbau ist Standard, Kupfer bei bestehenden Kupferanlagen, Edelstahl im Steigstrang. Materialmix ohne Trennstück führt zu Korrosion.
  • Druckprobe. Nach der Rohinstallation, mit Protokoll, vor dem Verschließen. Ohne dieses Blatt gibt es keine Abnahme.
  • Warmwasser. Wer noch einen Durchlauferhitzer oder eine Gastherme im Bad hat, sollte den Tausch jetzt mitdenken – später kostet die Öffnung der Wand doppelt.

Elektro im Bad: die Schutzbereiche

Nasse Räume sind elektrisch streng geregelt. Maßgeblich ist ÖVE/ÖNORM E 8101. Die Bereiche bestimmen, was wo montiert werden darf – nicht der Geschmack.

BereichWoWas zulässig ist
Bereich 0In Wanne und DuschtasseNur Kleinspannung 12 V, Schutzart IPX7
Bereich 1Senkrecht über Wanne/Dusche bis 2,25 mFest angeschlossene Geräte, IPX4, kein Schalter, keine Steckdose
Bereich 260 cm um Bereich 1Leuchten und Geräte IPX4, Steckdosen nur mit Trenntrafo
AußerhalbRestlicher RaumSteckdosen und Schalter zulässig, weiterhin über FI abgesichert

Pflicht in jedem sanierten Bad: eigener Fehlerstromschutzschalter mit 30 mA und der Potentialausgleich aller leitfähigen Teile. Wer den Anschluss an eine alte Zweileiter-Installation ohne Schutzleiter plant, saniert am falschen Ende – dann gehört die Elektroleitung bis zum Verteiler erneuert. Ausgeführt wird das von einem konzessionierten Elektrotechniker; wir koordinieren und stellen den Befund bereit.

Lüftung: der unterschätzte Punkt

In Wiener Altbauten liegt das Bad oft innen, ohne Fenster – historisch als Badenische in der Küche entstanden. Ohne mechanische Lüftung entsteht Schimmel, egal wie gut die Abdichtung ist. Ein Duschgang bringt rund einen halben Liter Wasser als Dampf in den Raum.

  • Nachlauf statt Lichtschalter. Ein Lüfter, der mit dem Licht ausgeht, hat nichts bewirkt. 10 bis 20 Minuten Nachlauf oder ein Feuchtesensor ab 65 % relativer Luftfeuchte sind das Minimum.
  • Volumenstrom. Als Faustregel gilt der fünffache Raumluftwechsel pro Stunde. Für ein 6 m² Bad mit 2,8 m Raumhöhe sind das rund 85 m³/h.
  • Abluftweg. In den bestehenden Lüftungsschacht, ins Freie über Kernbohrung oder – bei Gasgeräten im Raum – nur nach Rücksprache mit dem Rauchfangkehrer. Eine Abluftanlage kann einer Gastherme mit Raumluftverbund die Luft nehmen. Das ist keine Formalität, sondern Lebensgefahr.
  • Fenster reicht selten. Im Winter lüftet niemand nach jedem Duschen zehn Minuten quer. Ein Lüfter für 500 € verhindert Schimmelsanierung für 3.000 €.

Heizung im Bad

Ein Bad soll in zehn Minuten warm sein und Handtücher trocknen. Dafür gibt es drei Wege, die sich kombinieren lassen.

Handtuchradiator

Klassiker, 450 bis 950 € inklusive Anbindung. Schnell warm, trocknet Textilien, braucht Wandfläche. In Kombination mit einem Elektro-Heizstab auch außerhalb der Heizsaison nutzbar.

Fußbodenheizung warmwasserbasiert

70 bis 140 €/m². Angenehm barfuß, unsichtbar, träge. Sinnvoll, wenn ohnehin der Boden aufgebaut wird und ein Heizkreis erreichbar ist.

Elektrische Heizmatte

60 bis 110 €/m², 3 bis 5 mm Aufbau. Ideal bei knapper Höhe, schnell regelbar, im Betrieb teurer. Für 5 m² Bad meist die pragmatische Lösung.

Was nicht funktioniert

Der alte, viel zu große Gliederheizkörper hinter der Tür, der 40 Jahre lang nie richtig warm wurde. Bei der Sanierung gehört die Heizlast neu gerechnet, nicht das Altteil wieder montiert.

Badsanierung in den Wiener Bezirken

Der Bezirk sagt viel über das Bad aus, noch bevor wir es gesehen haben. Baujahr, Deckenaufbau und Leitungsführung folgen in Wien dem Baualter der Viertel, und daraus ergeben sich Aufwand und Preis.

GebietTypischer BestandWorauf es dort ankommt
1010 bis 1090, GürtelbezirkeGründerzeit, Tramdecke, Innenbad ohne FensterLüftung, Schallschutz, Steigstrang, oft Schutzzone im Haus
1100, 1110, 1120Gemeindebau und Bauten der 1950er bis 1970erdünner Estrich, Zustimmung der Hausverwaltung, enge Stiegenhäuser
1210, 1220 (22. Bezirk)Siedlungshäuser, Wohnhausanlagen, viel Bestand der 1970er bis 1990erBad meist größer, Zufahrt gut, oft Wanne zur Dusche gewünscht
1230 (23. Bezirk), 1130Einfamilien- und Reihenhäuser, Bad im ObergeschoßHolzbalkendecke, zweites Bad, oft Gäste-WC im selben Zug
1160, 1170, 1180gemischt Gründerzeit und ZwischenkriegszeitBad nachträglich eingebaut, Leitungen quer durch die Wohnung
Neubau ab 2000, alle BezirkeVorwandinstallation, Betondeckeschnellste Sanierung, Ablauf und Schacht bleiben, wo sie sind
Im 22. Bezirk ist das Bad meist größer, im 8. meist schwieriger. In der Donaustadt finden wir häufig Bäder mit sieben bis zehn Quadratmetern, Fenster, zugänglichem Schacht und Lift im Haus – dort ist eine Sanierung planbar und die Bauzeit kurz. In den inneren Bezirken sind es oft vier bis fünf Quadratmeter ohne Fenster, mit Tramdecke und einem Steigstrang, der das ganze Haus versorgt. Derselbe Ausstattungswunsch kostet dort regelmäßig 20 bis 35 Prozent mehr, und daran ist nicht die Adresse schuld, sondern der Aufwand dahinter.

Wir arbeiten in allen 23 Bezirken. Was sich unterscheidet, ist die Vorbereitung: In Wohnhausanlagen brauchen wir die Zustimmung der Verwaltung und ein Zeitfenster für Wasserabsperrung, im Einfamilienhaus reicht die Abstimmung mit Ihnen. Beides klären wir vor dem Angebot, nicht danach.

Was ein Komplettbad umfasst

Der Begriff Komplettbadsanierung wird unterschiedlich verwendet. Bei uns bedeutet er: Sie räumen das Bad aus, wir übernehmen alles Weitere bis zur Übergabe – ein Vertrag, ein Ansprechpartner, ein Termin.

SchrittWas dazugehört
AbbruchSanitär demontieren, Fliesen und Estrich entfernen, Schutt abtransportieren
InstallationWasser, Abwasser, Vorwand, Anschlüsse für WC, Waschtisch, Dusche
ElektroLeitungen nach Schutzbereichen, Beleuchtung, Steckdosen, Lüfter
BodenaufbauAusgleich, Dämmung wo nötig, Estrich
AbdichtungVerbundabdichtung nach Norm in allen beanspruchten Flächen
FliesenBoden und Wand, Sockel, Silikonfugen
MontageSanitärgegenstände, Armaturen, Spiegel, Heizkörper
ÜbergabeDichtheitsprüfung, Reinigung, Unterlagen und Gewährleistung
Der Unterschied zwischen Komplettbad und Teilsanierung liegt unter dem Boden. Wer nur Oberflächen erneuert, spart die Hälfte und bekommt ein Bad, das aussieht wie neu – mit den alten Leitungen und der alten Abdichtung darunter. Das ist sinnvoll, wenn beides nachweislich in Ordnung ist. Ist die Installation älter als 40 Jahre, zahlt man die Ersparnis beim ersten Wasserschaden mit Zinsen zurück.

Der Wiener Altbau: sechs Besonderheiten, die anderswo keine Rolle spielen

Ein Bad in einem Neubau von 2015 ist ein Handwerksprojekt. Ein Bad in einem Zinshaus von 1890 ist ein Bauprojekt. Diese sechs Punkte tauchen in Wien immer wieder auf.

1. Holztramdecke und Dippelboden

Über 60 % der Wiener Gründerzeitwohnungen haben Holzbalkendecken. Sie sind tragfähig, aber nicht für schwere Nassaufbauten gemacht und arbeiten mit der Feuchte. Die Folge: Der Bodenaufbau bleibt leicht, die Abdichtung wird flexibel ausgeführt, Estrich wird entkoppelt eingebaut. Wer eine Wanne auf einer Tramdecke direkt aufmauert, produziert Risse. Bei einer geplanten Vollwanne mit 200 Litern plus Nutzer sind das rund 280 kg auf zwei Quadratmetern – das gehört gerechnet, nicht geschätzt.

2. Die Badenische in der Küche

Bis in die 1970er wurden Wiener Wohnungen ohne eigenes Bad gebaut; die Badewanne stand in einer Nische in der Küche, das WC am Gang. Wer heute ein echtes Bad will, baut es meist aus Kabinett oder Speis. Das heißt: neuer Abwasseranschluss, oft eine Vorwand, Lüftung zwingend, und die Frage, ob eine tragende Wand betroffen ist. Solche Projekte kosten 18.000 bis 30.000 €, sind aber der größte Wertsprung, den eine Altbauwohnung machen kann.

3. Steigleitungen aus einer anderen Zeit

Blei bis in die 1930er, verzinkter Stahl bis in die 1970er. Beide sind heute am Ende ihrer Nutzungsdauer. Wenn der Strang saniert werden muss, ist die Badsanierung der richtige Moment – die Wände sind ohnehin offen. Umgekehrt gilt: Wer ein neues Bad an einen 60 Jahre alten Strang hängt, bekommt braunes Wasser in eine weiße Wanne.

4. Gastherme im Bad

In Wien millionenfach verbaut und ein echtes Thema. Wird die Therme belassen, muss die Verbrennungsluftversorgung erhalten bleiben – eine dichte Tür oder ein starker Abluftventilator kann gefährlich werden. Wird die Therme getauscht, ist der Rauchfangkehrer einzubinden. Und wer über Fernwärme oder Wärmepumpe nachdenkt, sollte das vor und nicht nach der Badsanierung tun.

5. Schutzzone und Fenster

Hat das Bad ein Fenster zur Straße und liegt das Haus in einer Schutzzone, ist der Tausch nicht frei wählbar. Die MA 19 beurteilt Teilung, Material und Ansicht. Meist bleibt das Kastenfenster erhalten und wird saniert – im Bad mit besonderem Augenmerk auf Kondensat.

6. Nachbarn, Stiege, Lärmzeiten

Bauarbeiten in Wohnhäusern sind werktags von 7 bis 20 Uhr zulässig, staubintensive und laute Arbeiten kündigen wir dennoch schriftlich an. Container brauchen eine Bewilligung der MA 46, ebenso die Sperre einer Parkspur. Wer das ignoriert, zahlt Strafe und verliert einen Tag – beides vermeidbar.

Barrierefreies Bad: mehr als eine bodengleiche Dusche

Barrierefreiheit ist planbar und nicht teuer, wenn sie von Anfang an mitgedacht wird. Nachträglich wird sie es. Die Maße stammen aus der ÖNORM B 1600.

ElementMaßWarum
Bewegungsfläche150 × 150 cm freiWendekreis für Rollstuhl
Türbreitemind. 80 cm lichte BreiteDurchfahrt mit Rollstuhl oder Rollator
Türanschlagnach außen oder SchiebetürBei Sturz im Bad muss die Tür aufgehen
Duschebodengleich, mind. 120 × 120 cmPlatz für Duschhocker und Helfer
WC-Sitzhöhe46–48 cmAufstehen ohne fremde Hilfe
Haltegriffetragfähig bis 100 kgBraucht Verstärkung in der Vorwand – vorher einbauen
Waschtischunterfahrbar, Oberkante 80 cmSitzende Nutzung
ArmaturEinhebel mit langem Griff, ThermostatBedienbar mit wenig Kraft, Verbrühschutz

Der wichtigste Punkt kostet nichts: Wenn beim Bau in der Vorwand Traversen für spätere Haltegriffe eingebaut werden, lässt sich das Bad später in zwei Stunden nachrüsten statt in zwei Wochen. Wir machen das grundsätzlich bei jeder Sanierung, bei der die Bewohner über 60 sind oder es werden.

Ausführlich zu Planung nach ÖNORM B 1600, Türbreiten, Haltegriffen und der Förderung der Stadt Wien: Barrierefreies Bad in Wien.

Mietrecht: wer darf was, wer zahlt was

Die meisten Wiener Bäder liegen in Mietwohnungen nach MRG. Daraus ergeben sich klare Regeln, die vor der Sanierung geklärt gehören.

  • Erhaltung ist Vermietersache. Ist das Bad unbrauchbar, weil Leitungen defekt oder die Wanne durchgerostet ist, fällt die Instandsetzung unter die Erhaltungspflicht nach § 3 MRG. Der Mieter kann sie einfordern.
  • Verbesserung zahlt, wer sie will. Wer aus einem funktionierenden Bad ein schöneres macht, trägt die Kosten selbst – als Mieter mit Zustimmung des Vermieters nach § 9 MRG.
  • Ablöse und Investitionsersatz. Wer als Mieter ein Bad auf eigene Kosten errichtet, kann bei Auszug unter bestimmten Bedingungen nach § 10 MRG einen Ersatz verlangen. Rechnungen und Fotos aufbewahren, sonst ist der Anspruch wertlos.
  • Duldungspflicht. Saniert der Vermieter, müssen Mieter die Arbeiten dulden (§ 8 MRG), sind aber vorab zu informieren; unzumutbare Beeinträchtigungen sind auszugleichen.
  • Schriftlichkeit. Jede Zustimmung des Eigentümers gehört schriftlich in die Unterlagen, bevor der erste Fliesenmeißel angesetzt wird.

Wir liefern für Vermieter und Hausverwaltungen ein prüffähiges Leistungsverzeichnis, das die Trennung zwischen Erhaltung und Verbesserung nachvollziehbar macht. Das erspart später Diskussionen bei der Abrechnung.

Förderungen 2026: was es noch gibt und was ausgelaufen ist

Die Förderlandschaft hat sich 2026 spürbar verändert. Wer im Netz auf ältere Ratgeber stößt, findet dort Beträge, die es nicht mehr gibt. Der Stand heute:

Der Handwerkerbonus des Bundes ist ausgelaufen. Die Antragsfrist für Leistungen aus 2025 endete am 28. Februar 2026, die Nachreichfrist am 30. April 2026. Eine Neuauflage für 2026 wurde nicht beschlossen. Wenn Ihnen jemand eine Badsanierung mit Handwerkerbonus vorrechnet, ist die Kalkulation veraltet. Für eine rein optische Sanierung gibt es derzeit keine allgemeine Bundesförderung.

Was dagegen weiterhin gilt: Sobald das Bad altersgerecht oder barrierefrei umgebaut wird oder Teil einer geförderten Haussanierung ist, sind Zuschüsse möglich – teils erhebliche.

WegStelleHöheVoraussetzung
Behindertengerechter UmbauStadt Wien, Wohnbauförderungbis 75 % der förderbaren Kosten, nicht rückzahlbarEinbauten nach ÖNORM B 1600, Nutzfläche 22–150 m², nachgewiesener Bedarf
Altersgerechter Umbau ab 65Stadt Wien, Wohnbauförderungrund 35 % der anerkannten Kosten, max. etwa 4.200 €anerkannte Kosten ab 3.000 €, einkommensabhängig
UnterstützungsfondsSozialministeriumserviceZuschuss nach Einzelfallbegründeter Bedarf, etwa Mobilitätseinschränkung oder Pflegegeld
Sockelsanierung des Hauseswohnfonds_wienanteilig, im Rahmen der GesamtförderungBäder und Steigleitungen als Teil der Haussanierung
HeizungstauschBund und Landje nach ProgrammErsatz von Gastherme oder Elektroboiler, eigener Antrag
Der eine Fehler, der jede Förderung kostet: zuerst beauftragen, dann einreichen. Der Antrag muss gestellt und bewilligt sein, bevor Sie den Auftrag vergeben. Wer schon beauftragt oder begonnen hat, verliert den Anspruch in der Regel vollständig – unabhängig davon, wie berechtigt der Umbau war.

Wir sagen bei der Begehung, welcher Weg in Ihrem Fall realistisch ist, und stellen das Angebot so auf, dass es der jeweiligen Förderstelle vorgelegt werden kann: mit getrennt ausgewiesenen Arbeits- und Materialkosten, benannten Maßnahmen nach ÖNORM B 1600 und prüffähigen Positionen. Beträge und Bedingungen ändern sich; verbindlich ist immer die Auskunft der jeweiligen Stelle.

Die zehn Fehler, die wir in Wiener Bädern am häufigsten finden

Das hier ist keine Theorie, sondern das, was bei Aufmaß und Abbruch in fremden Bädern regelmäßig zum Vorschein kommt.

  • Keine Abdichtung, nur Fliesenkleber. Der mit Abstand häufigste Fund. Hält, bis die erste Fuge reißt.
  • Silikon statt Dichtband in den Ecken. Silikon ist Wartungsfuge, kein Abdichtungsbauteil. Es altert in fünf bis acht Jahren.
  • Duschrinne ohne Gefälle eingebaut. Wasser steht, Kalk setzt sich, in der Rinne beginnt es zu riechen.
  • Fliesen auf Fliesen. Spart einen Tag, kostet die Aufbauhöhe und macht jede spätere Schadenssuche zum Ratespiel.
  • Revisionsöffnungen zugefliest. Beim nächsten tropfenden Ventil wird die halbe Wand geöffnet.
  • Steckdose in Bereich 1. Neben der Wanne, in Griffhöhe. Formal unzulässig, praktisch gefährlich.
  • Kein eigener FI. Das Bad hängt am selben Kreis wie die Küche, der Schutz greift zu spät.
  • Lüfter ohne Nachlauf. Läuft drei Minuten während des Duschens und schaltet mit dem Licht ab – wirkungslos.
  • Neue Objekte am alten Strang. Nach einem halben Jahr braune Ränder in der neuen Keramik.
  • Zu großes Fliesenformat bei Punktablauf. Die Fliese kann dem vierseitigen Gefälle nicht folgen, es entstehen Kanten und Hohlstellen.

Wie Sie drei Angebote für dasselbe Bad vergleichbar machen

Wenn drei Firmen 11.000, 15.500 und 23.000 € nennen, vergleichen Sie meist nicht dasselbe Bad. Diese acht Fragen machen die Angebote vergleichbar.

Ist die Abdichtung eine eigene Position?Mit Norm, Fläche in m² und Systemangabe. Fehlt sie, ist der Preis nicht günstiger, sondern unvollständig.
Ist die Entsorgung enthalten?Container, Abtransport, Nachweis. Bei einem 6-m²-Bad sind das 600 bis 1.400 €, die gern nachträglich kommen.
Wer liefert die Sanitärobjekte?Bauseits oder durch die Firma. Ein Angebot ohne Objekte ist zwangsläufig billiger.
Steht die Elektroleistung drin?FI, Leitungen, Dosen, Beleuchtungsanschlüsse – und wer sie als konzessionierter Betrieb ausführt.
Gibt es eine Zeile „nicht enthalten“?Ein Festpreis ohne benannte Ausschlüsse ist keiner.
Wie ist der Zahlungsplan?Nach Baufortschritt. Mehr als 30 % Anzahlung ohne Sicherstellung ist ein Warnzeichen.
Wie lange dauert es und wer haftet für Verzug?Ein Bauzeitplan mit Beginn und Ende gehört ins Angebot, nicht in ein späteres Telefonat.
Welche Gewährleistung, welche Haftpflicht?Drei Jahre nach § 933 ABGB sind gesetzlich, die Deckungssumme sollte bei Arbeiten im bewohnten Haus bei mindestens 3 Mio. € liegen.

Was Sie bei uns bekommen, bevor Sie unterschreiben

  • Fotobefund der Begehung mit Zustand von Leitungen, Untergrund und Decke.
  • Leistungsverzeichnis nach ÖNORM B 2110 mit jeder Position, jeder Menge und den ausdrücklichen Ausschlüssen.
  • Bauzeitplan mit Tagen, Sperrzeiten und dem Zeitpunkt, ab dem das Bad wieder nutzbar ist.
  • Materialliste mit Fliesenformat, Fugenfarbe, Objekten und Armaturen – abgestimmt, nicht überrascht.
  • Nachweis der Bau-Haftpflicht über 3 Mio. € und die Befugnisnachweise der konzessionierten Partnerbetriebe für Sanitär und Elektro.
  • Zahlungsplan nach Baufortschritt, ohne Vorleistung ins Blaue.

Für wen wir Bäder sanieren

Eigentümer und Bewohner

Ein Bad, das 25 Jahre hält, statt eines, das nach sieben Jahren wieder Thema wird. Wir bauen so, dass man später noch drankommt.

Vermieter

Prüffähiges Leistungsverzeichnis, saubere Trennung von Erhaltung und Verbesserung, Fotodokumentation für die Abrechnung, kurze Leerstandszeit.

Hausverwaltungen

Mehrere Bäder im selben Haus, koordiniert mit Strangsanierung, ein Ansprechpartner, wöchentliche Fotoberichte.

Senioren und Angehörige

Barrierefrei nach ÖNORM B 1600, Förderwege geprüft, Bauzeit so kurz wie möglich, WC so lange wie möglich nutzbar.

Wann Sie uns nicht brauchen

Wenn nur die Silikonfugen erneuert oder eine Armatur getauscht werden soll, rufen Sie einen Installateur – dafür ist ein koordinierendes Bauunternehmen zu viel Apparat. Wenn die Wanne intakt ist und nur unansehnlich, ist eine professionelle Emaillierung für 700 bis 1.400 € oft die klügere Lösung als eine Sanierung.

Und wenn im Haus ohnehin in zwei Jahren die Steigleitungen erneuert werden, warten Sie damit – sonst wird Ihr neues Bad noch einmal geöffnet. Das sagen wir Ihnen bei der Begehung, auch wenn wir damit einen Auftrag verlieren.

Vier Bad-Typen, die es in Wien immer wieder gibt

Wer weiß, welchen Typ er zu Hause hat, kann Aufwand und Kosten deutlich besser einschätzen. Diese vier decken den größten Teil des Wiener Bestands ab.

Typ 1 · Das nachträglich eingebaute Bad im Gründerzeithaus, 1960er bis 1980er

Erkennbar an kleinen Fliesen, oft farbig, an einer Wanne in einer gemauerten Nische und an Leitungen, die auf Putz oder in dünnen Schlitzen verlaufen. Meist keine Abdichtung, häufig verzinkte Leitungen, Elektrik ohne eigenen FI. Sanierungsaufwand: hoch, weil praktisch alles neu gemacht wird. Preisrahmen 12.000 bis 20.000 € bei 5 bis 6 m². Dafür ist der Zugewinn an Wohnqualität am größten.

Typ 2 · Das Bad aus den 1990ern und frühen 2000ern

Fliesen in Beige oder Grau, Duschtasse mit hohem Rand, Vorwand vorhanden, Leitungen aus Kupfer oder Kunststoff. Häufig ist eine Abdichtung vorhanden, aber nur in der Duschzone. Hier reicht oft eine Teilsanierung: Dusche neu, Boden neu, Objekte tauschen, Elektrik ergänzen. Preisrahmen 7.000 bis 12.000 €, Bauzeit 8 bis 12 Tage.

Typ 3 · Die Badenische in der Küche

Kein eigener Raum, sondern eine abgetrennte Ecke, oft mit Vorhang oder Faltwand, WC am Gang oder im Vorraum. Hier geht es nicht um Sanierung, sondern um Neuschaffung: Ein Raum wird abgetrennt oder ein Kabinett umgewidmet, Abwasser und Lüftung müssen neu gedacht werden. Preisrahmen 18.000 bis 30.000 €, Bauzeit 20 bis 30 Tage. Der Wertzuwachs der Wohnung liegt erfahrungsgemäß deutlich über den Baukosten.

Typ 4 · Das Bad im Gemeindebau oder Nachkriegsbau

Betondecke, kompakter Grundriss, Leitungen im Schacht, oft mit Zugang über eine Revisionsklappe. Technisch der einfachste Fall: klare Verhältnisse, planbare Aufbauhöhen, meist ausreichend Platz für einen Punktablauf. Preisrahmen 9.000 bis 15.000 €, Bauzeit 12 bis 16 Tage. Zu beachten sind die Hausordnung und, bei Genossenschaften, die vorherige Zustimmung.

Vom Gedanken bis zum Baustart: die Planung in sechs Schritten

Die meisten Verzögerungen entstehen nicht auf der Baustelle, sondern davor. Diese Reihenfolge hat sich bewährt.

1 · Bedarf klären, nicht Katalog blätternWer nutzt das Bad, wie lange soll es halten, wird Barrierefreiheit in zehn Jahren Thema? Aus diesen drei Antworten ergibt sich mehr als aus jeder Fliesenausstellung.
2 · Bestand prüfen lassenLeitungen, Deckenaufbau, Aufbauhöhe, Lüftungsmöglichkeit, Elektrik. Erst danach lässt sich sagen, was überhaupt möglich ist – etwa ob die bodengleiche Dusche geht.
3 · Rechtliches abklärenBei Miete die Zustimmung des Eigentümers, bei Wohnungseigentum die Frage, ob allgemeine Teile berührt sind, bei Genossenschaften die Hausordnung. Schriftlich, vor der Beauftragung.
4 · Förderweg prüfenSockelsanierung, Barrierefreiheit, Heizungstausch. Anträge müssen vor Auftragsvergabe gestellt sein, sonst verfällt der Anspruch.
5 · Angebote einholen und vergleichbar machenDrei Angebote auf Basis desselben Umfangs, mit den acht Prüffragen weiter oben. Der billigste Preis ist selten das günstigste Bad.
6 · Material festlegen und liefern lassenFliesen, Objekte, Armaturen vor Baubeginn in der Wohnung. Ein fehlendes WC am Montagetag kostet drei Tage.

Drei Beispiele aus der Praxis

Anonymisiert, aber real gerechnet – damit die Zahlen greifbar werden.

Beispiel 1 · 5,2 m² im 7. Bezirk, Gründerzeit, Vollsanierung

Bestand: Wanne in gemauerter Nische, verzinkte Leitungen, kein FI, keine Lüftung, Dippelboden. Ausgeführt: kompletter Abbruch, neue Leitungen bis zum Strang, Vorwand mit Spülkastenelement, bodengleiche Dusche mit Wandrinne wegen 10 cm Aufbauhöhe, Abdichtung nach ÖNORM B 3407, Fliesen 30 × 60, Lüfter mit Feuchtesensor, Handtuchradiator, elektrische Heizmatte. Bauzeit 17 Werktage. Kosten 15.900 € netto ohne Sanitärobjekte, die der Bauherr mit rund 2.400 € selbst beisteuerte.

Beispiel 2 · 7,8 m² im 21. Bezirk, Nachkriegsbau, barrierefrei

Anlass: Pflegebedarf nach Krankenhausaufenthalt. Ausgeführt: Wanne entfernt, bodengleiche Dusche 120 × 120 mit Punktablauf, Tür auf 85 cm verbreitert und nach außen gehängt, Haltegriffe auf Traversen in der Vorwand, WC-Sitzhöhe 47 cm, unterfahrbarer Waschtisch, Thermostatarmatur, R11-Boden. Bauzeit 19 Werktage. Kosten 21.400 € netto; über eine Förderung für barrierefreies Wohnen wurden davon rund 4.000 € rückerstattet.

Beispiel 3 · Zinshaus im 15. Bezirk, sechs Bäder im selben Strang

Auftraggeber Hausverwaltung, gemeinsam mit der Strangsanierung. Sechs Bäder in drei Etappen zu je zwei Wohnungen, damit im Haus immer nur ein Steigstrang offen war. Einheitliches Material, einheitliche Ausführung, ein Bauleiter, wöchentliche Fotoberichte an die Verwaltung. Kosten pro Bad 11.800 € netto – rund 20 % unter dem Einzelpreis, weil Baustelleneinrichtung, Container und Anfahrten geteilt wurden. Gesamtbauzeit 9 Wochen.

Der Effekt aus Beispiel 3 ist der Grund, warum sich Hausverwaltungen bei uns melden: Wer mehrere Bäder in einem Haus gemeinsam saniert, spart pro Bad einen fünfstelligen Prozentsatz und halbiert die Störung für die Bewohner.

Material: wo sich Qualität rechnet und wo nicht

Bei Sanitärmaterial reicht die Spanne vom Baumarkt bis zum Designstück um das Zehnfache. Nach über zehn Jahren Wiener Bädern lässt sich ziemlich genau sagen, wo der Aufpreis zurückkommt und wo er nur schön aussieht.

BauteilPreisspanneEmpfehlungWarum
WC mit Spülrandtechnik180–900 €Mittelklasse, spülrandlosSpülrandlos spart täglich Reinigungszeit; darüber zahlt man Marke, nicht Funktion
Vorwandelement mit Spülkasten150–450 €MarkenherstellerErsatzteile in 15 Jahren noch erhältlich – das ist der ganze Punkt
Waschtisch120–1.200 €nach OptikKeramik ist Keramik; hier darf entschieden werden, was gefällt
Armatur90–1.500 €Mittelklasse mit KeramikkartuscheDie Kartusche entscheidet über Lebensdauer, nicht die Oberfläche
Duschthermostat180–800 €MittelklasseVerbrühschutz und konstante Temperatur, wichtig bei Kindern und Senioren
Duschabtrennung Glas350–2.600 €ESG 8 mm mit BeschichtungDie Beschichtung spart Kalkputzen, die Beschlagsqualität entscheidet über Dichtheit
Duschrinne180–700 €Markenhersteller, herausnehmbarer GeruchsverschlussMuss in zehn Jahren noch zu reinigen sein
Badewanne Stahl-Email200–900 €Stahl-Email statt AcrylKratzfester, formstabil, hält Jahrzehnte
Spiegelschrank mit Licht200–1.400 €Mittelklasse mit LED und SteckdoseSteckdose innen ist praktisch und elektrisch die saubere Lösung

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Wer Objekte selbst kauft, sollte sie vor Baubeginn liefern lassen und in der Wohnung lagern. Fehlt am Montagetag das WC, steht die Baustelle – und ein Bautrupp, der drei Tage später wiederkommt, kostet Zeit und Geld. Wir liefern zu jedem Angebot eine Materialliste mit Maßen und Anschlusspunkten, damit beim Kauf nichts danebengeht.

Kleines Bad, große Wirkung: was in 4 bis 6 m² wirklich hilft

Die meisten Wiener Bäder sind klein. Das ist kein Nachteil, wenn ein paar Entscheidungen stimmen. Diese Maßnahmen wirken, ohne die Kosten zu sprengen.

  • Bodengleiche Dusche statt Wanne. Der größte Gewinn an gefühltem Raum. Wer nicht auf die Wanne verzichten will: 160 × 70 cm statt 170 × 75 cm schafft oft schon den Durchgang.
  • Durchgehender Boden. Derselbe Belag in Dusche und Raum, ohne Schwellen und ohne Farbwechsel, lässt den Raum als Ganzes wirken.
  • Wandhängende Objekte. WC und Waschtisch ohne Standfuß machen den Boden sichtbar frei – und die Reinigung darunter zur Sache von zwei Minuten.
  • Nische in der Vorwand. Kostet 150 bis 350 € extra und ersetzt jede Duschablage, die sonst an der Wand hängt.
  • Licht in drei Ebenen. Deckenlicht zum Reinigen, Spiegellicht seitlich zum Rasieren und Schminken, indirektes Licht für abends. Seitliches Licht am Spiegel ist objektiv besser als ein Strahler von oben, weil er keine Schatten ins Gesicht wirft.
  • Schiebetür oder außen öffnende Tür. Spart bis zu einem Quadratmeter Bewegungsfläche und ist im Notfall sicherer.
  • Große, ruhige Flächen. Ein Format, eine Fugenfarbe, wenige Wechsel. Mosaikbordüren auf halber Höhe lassen jedes kleine Bad noch kleiner wirken.

Nach der Sanierung: Pflege und Lebensdauer

Ein fachgerecht gebautes Bad hält 25 bis 30 Jahre, einzelne Bauteile deutlich kürzer. Wer weiß, was wann fällig ist, wird nicht überrascht.

BauteilLebensdauerWartung
Verbundabdichtung30+ Jahrekeine, wenn sie fachgerecht ausgeführt wurde
Fliesen und Zementfugen25–30 JahreFugen bei Bedarf nachziehen
Silikonfugen5–8 Jahreerneuern, sobald sie sich verfärben oder lösen
Armaturen10–20 JahrePerlator jährlich entkalken, Kartusche tauschbar
Spülkasten-Innengarnitur10–15 Jahreüber die Betätigungsplatte zugänglich
Duschrinne, Geruchsverschlussdauerhaftvierteljährlich herausnehmen und reinigen
Lüfter10–15 JahreGitter und Laufrad jährlich reinigen
Elektroinstallation30–40 JahreFI halbjährlich mit der Prüftaste testen

Die einfachste Regel für den Alltag: Nach dem Duschen abziehen und lüften. Das verhindert Kalk und Schimmel wirksamer als jedes Reinigungsmittel. Für die Fugen genügt milde Seifenlauge – scharfe Säuren greifen Zementfugen an und lösen sie langfristig aus dem Verbund.

Wenn es doch zum Wasserschaden kommt

Ein Wasserschaden aus dem Bad betrifft im Zinshaus fast immer den Nachbarn darunter. Was dann zählt, ist Reihenfolge und Dokumentation.

Wasser abstellenEckventil, sonst Hauptabsperrung in der Wohnung. Jeder Bewohner sollte wissen, wo sie ist – am besten heute nachsehen.
Fotografieren, bevor aufgewischt wirdDer Zustand ist die Grundlage jeder Regulierung. Auch die Decke beim Nachbarn, mit Datum.
Versicherung meldenHaushaltsversicherung für Ihre Sachen, Gebäudeversicherung über die Hausverwaltung für die Substanz. Beide sofort informieren, nicht erst nach der Reparatur.
Ursache orten lassenLeckortung mit Feuchtemessung und Kamera statt Aufstemmen auf Verdacht. Kostet 300 bis 900 € und spart oft ein Vielfaches.
Trocknen, dann sanierenBautrockner brauchen ein bis drei Wochen. Wer vorher verschließt, sperrt die Feuchte ein und produziert Schimmel.
Instandsetzung dokumentierenRechnungen, Fotos, Protokolle. Ohne sie wird jede Diskussion mit Versicherung oder Hausverwaltung mühsam.

Wir übernehmen Ortung, Trocknung und Wiederherstellung als eine Leistung und stellen die Unterlagen so zusammen, wie Versicherungen sie brauchen. Bei Schimmelbefund gehört die Ursache behoben, nicht die Stelle überstrichen – dazu mehr auf der Seite Schimmelsanierung Wien.

Badsanierung aus einer Hand: was das konkret heißt

„Alles aus einer Hand“ steht auf fast jeder Website. Bei uns bedeutet es: ein Vertrag, ein Ansprechpartner, eine Gewährleistung – und ein Bauunternehmen, das den größten Teil selbst ausführt, statt Aufträge weiterzureichen. Entkernung, Trockenbau, Estrich, Abdichtung, Fliesen und Malerei machen unsere eigenen Leute. Sanitär und Elektro laufen über konzessionierte Partnerbetriebe, die im Angebot namentlich stehen. Sie verhandeln nicht mit fünf Firmen und hören am Ende nicht, der jeweils andere sei schuld.

Planung und BeratungBestandsaufnahme vor Ort, Prüfung von Leitungen, Deckenaufbau und Aufbauhöhe, danach ein Festpreisangebot mit Leistungsverzeichnis nach ÖNORM B 2110.
Demontage und AbbruchAlte Fliesen, Estrich und Sanitärobjekte raus, sortenrein in den Container, mit Entsorgungsnachweis.
RohinstallationWasser- und Abwasserleitungen, Vorwand, Elektroleitungen nach Schutzbereichen, Druckprobe mit Protokoll.
Abdichtung und AusbauVerbundabdichtung nach ÖNORM B 3407, Estrich mit Gefälle, Fliesen, Montage von Keramik, Armaturen und Duschabtrennung.
AbnahmeDichtheits- und Funktionsprüfung, Abnahmeprotokoll, Fotodokumentation der Rohinstallation, Feinreinigung.

Warum Wiener Preise unter den deutschen Angaben liegen

Wer online nach Badsanierungskosten sucht, landet häufig auf deutschen Seiten mit 20.000 bis 50.000 €. Diese Zahlen beziehen sich auf größere Bäder, gehobene Ausstattung und ein anderes Preisniveau. Ein typisches Wiener Altbaubad hat 4 bis 8 m², nicht 12.

Deshalb liegt der realistische Rahmen hier bei 9.800 bis 32.000 €: Teilsanierung ab 9.800 €, Komplettbad im Bestand 14.000 bis 22.000 €, Altbau mit Strangtausch 22.000 bis 32.000 €. Wer Ihnen ohne Begehung einen Fixpreis nennt, kalkuliert entweder einen Puffer ein oder rechnet später nach.

Häufige Fragen zur Badsanierung in Wien

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Badsanierungen in Wien?
Der Handwerkerbonus des Bundes ist Anfang 2026 ausgelaufen und wurde nicht verlängert; für eine rein optische Sanierung gibt es derzeit keine allgemeine Bundesförderung. Möglich sind weiterhin: behindertengerechter Umbau über die Stadt Wien mit bis zu 75 % der förderbaren Kosten, altersgerechter Umbau ab 65 Jahren mit rund 35 % und maximal etwa 4.200 €, der Unterstützungsfonds des Sozialministeriumservice sowie die anteilige Förderung im Rahmen einer Sockelsanierung über den wohnfonds_wien. Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt sein.
Wie viel kostet es, ein Badezimmer in Wien zu renovieren?
Eine Renovierung – neue Oberflächen, Objekte tauschen, ohne Eingriff in Leitungen – liegt bei 3.500 bis 9.000 €. Eine Sanierung mit neuer Abdichtung, Leitungen und Elektrik beginnt bei 9.800 € und reicht bis 32.000 € im Altbau mit Strangtausch. Der Unterschied liegt nicht in der Optik, sondern darin, ob hinter der Wand gearbeitet wird.
Gibt es bei Ihnen eine Garantie auf die Abdichtung?
Gesetzlich gelten drei Jahre Gewährleistung nach § 933 ABGB auf die Bauleistung. Manche Anbieter werben mit 8 oder 20 Jahren Garantie – das ist eine freiwillige Zusage des Unternehmens, keine gesetzliche Regelung, und sie ist nur so viel wert wie der Betrieb, der dahintersteht. Wir setzen stattdessen auf Nachweisbarkeit: Sie bekommen Fotos jeder Abdichtungsfläche vor dem Verfliesen, die Systemangabe des verwendeten Produkts und das Abnahmeprotokoll.
Geht eine Badsanierung wirklich in drei Tagen?
Ein Wannentausch oder ein Wanneneinstieg ja. Eine Komplettsanierung mit neuer Abdichtung nicht: Estrich und Abdichtung brauchen Trocknungszeiten, die sich nicht abkürzen lassen. Angebote mit „Bad in 3 Tagen“ beziehen sich in der Regel auf Systeme, bei denen auf den Bestand aufgebaut wird – das ist möglich, aber eine andere Leistung als eine Sanierung bis auf den Rohbau.
Wie hoch sind die Kosten für eine Badsanierung in Wien?
9.800 bis 32.000 € netto, abhängig von Größe und Umfang. Teilsanierung ab 9.800 €, Komplettbad im Bestand 14.000–22.000 €, Altbau mit Strangtausch 22.000–32.000 €. Pro Quadratmeter sind das rund 2.000 bis 3.200 €. Verbindlich wird der Preis nach der Begehung.
Wie lange dauert eine Badsanierung im Durchschnitt?
12 bis 18 Werktage bei einer Komplettsanierung, also zweieinhalb bis vier Wochen inklusive Trocknungszeiten. Ein Wannentausch dauert 3 bis 5 Tage. Angebote mit „Bad in 24 Stunden“ betreffen Teilmaßnahmen wie einen Wanneneinstieg, keine Sanierung mit neuer Abdichtung.
Wie kann ich mein altes Bad günstig sanieren?
Position von WC und Wanne beibehalten, Fliesenformat 30 × 60 statt Großformat, Standardkeramik statt Designserie, Duschabtrennung im Standardmaß. Damit sind 20 bis 30 % Ersparnis realistisch. Nicht sparen sollten Sie an Abdichtung, Leitungen, eigenem FI-Schutzschalter und Lüftung – das kostet später ein Vielfaches.
Kann man das Bad ohne Fliesenabschlagen sanieren?
Technisch ja, fachlich meist nein. Fliesen auf Fliesen kostet Aufbauhöhe, und niemand weiß mehr, ob darunter eine Abdichtung liegt. Beim nächsten Wasserschaden lässt sich die Ursache nicht eingrenzen. Wir raten davon ab, außer bei einer reinen Optikauffrischung in einem technisch nachweislich dichten Bad.
Was bedeutet Badsanierung aus einer Hand?
Ein Vertragspartner koordiniert alle Gewerke und haftet für das Gesamtergebnis. Bei uns führt das eigene Team Entkernung, Trockenbau, Estrich, Abdichtung, Fliesen und Malerei aus; Sanitär und Elektro übernehmen konzessionierte Partnerbetriebe, die im Angebot namentlich genannt sind.
Gibt es eine Festpreisgarantie?
Ja, nach der Begehung. Der Festpreis steht als Leistungsverzeichnis nach ÖNORM B 2110 mit Positionen, Mengen und ausdrücklichen Ausschlüssen. Mehrkosten entstehen nur, wenn beim Abbruch verdeckte Schäden auftauchen – und dann erst nach schriftlicher Freigabe durch Sie.
Was kostet eine Badsanierung in Wien?
Komplett 9.000 bis 22.000 € bei 4 bis 8 m², das sind rund 2.000 bis 3.200 € pro Quadratmeter. Ein Wannentausch liegt bei 3.500 bis 6.500 €, ein barrierefreies Bad bei 16.000 bis 28.000 €. Netto, Richtwerte 2026, verbindlich nach Begehung.
Was kostet ein 10 m² großes Bad?
22.000 bis 35.000 € netto für eine Komplettsanierung. Große Bäder sind pro Quadratmeter etwas günstiger, weil Fixkosten wie Baustelleneinrichtung, Abbruch und Installation sich auf mehr Fläche verteilen.
Wie lange dauert eine Badsanierung?
12 bis 20 Werktage bei einer Komplettsanierung, mit Trocknungszeiten eher 15 bis 25. Ein Wannentausch dauert 3 bis 5 Tage. Im Gründerzeithaus kommen ein bis zwei Tage dazu, weil hinter der Wand selten steht, was der Plan sagt.
Wie lange ist das Bad nicht nutzbar?
Bei Komplettsanierung 18 bis 20 Tage. Wir können die Arbeiten so staffeln, dass das WC bis ins letzte Drittel nutzbar bleibt – das verlängert die Bauzeit um zwei bis drei Tage, macht das Wohnen aber deutlich erträglicher.
Badsanierung: Kann ich während der Sanierung in der Wohnung bleiben?
Ja, in der Regel. Staubschutz mit Schleuse, tägliche Grobreinigung, Arbeitszeiten werktags. Laut wird es an den Abbruchtagen und beim Stemmen für Leitungen – meist zwei bis drei Tage.
Was ist im Festpreis enthalten?
Abbruch und Entsorgung, Sanitär- und Elektroinstallation, Abdichtung nach ÖNORM B 3407, Estrich, Fliesen, Montage der Objekte, Malerei, Silikonarbeiten, Feinreinigung, Dokumentation. Nicht enthalten sind in der Regel Sanitärobjekte und Fliesenmaterial, wenn Sie diese selbst auswählen – das steht ausdrücklich im Angebot.
Warum ist die Abdichtung so wichtig?
Fliesen und Fugen sind nicht wasserdicht. Dicht ist die Verbundabdichtung darunter, geregelt in der ÖNORM B 3407. Fehlt sie, wandert Feuchte in Estrich und Decke, und der Schaden zeigt sich beim Nachbarn unter Ihnen – meist Jahre später und dann teuer.
Woran erkenne ich, ob mein altes Bad abgedichtet ist?
Im fertigen Zustand gar nicht. Indizien sind Baujahr vor 1990, dunkle Fugen an den Wand-Boden-Ecken, weiche Stellen im Fugenmörtel und Feuchteflecken beim Nachbarn. Sicherheit gibt nur die Öffnung – etwa beim Abbruch.
Geht eine bodengleiche Dusche in jeder Altbauwohnung?
Fast immer, aber nicht mit jedem System. Entscheidend ist die Aufbauhöhe: Ab 65 mm gibt es Extraflachabläufe, ab 95 mm Duschrinnen, ab 120 mm den klassischen Punktablauf. Bei sehr dünnem Aufbau bleibt die superflache Duschtasse mit 25 mm Rand.
Welches Gefälle braucht die Dusche?
1,5 bis 2 Prozent zum Ablauf. Weniger heißt stehendes Wasser, mehr wird beim Stehen unangenehm und lässt Großformatfliesen brechen.
Welche Fliesengröße passt in ein kleines Bad?
Große Formate wirken ruhiger und lassen kleine Bäder größer erscheinen, brauchen aber einen sehr ebenen Untergrund und erzeugen 15 bis 20 % Verschnitt. Bei Punktablauf in der Dusche sollten Sie nicht über 60 × 60 cm gehen, sonst kann die Fliese dem Gefälle nicht folgen.
Welche Rutschhemmung brauche ich?
R9 bis R10 für den Badboden, R10 mit Bewertungsgruppe B in der bodengleichen Dusche, im barrierefreien Bad besser R11. Höher ist nicht besser: R12 lässt sich im Wohnbad kaum noch reinigen.
Braucht mein Bad einen Lüfter?
Innenliegende Bäder ohne Fenster: zwingend. Bäder mit Fenster: dringend empfohlen, weil im Winter niemand nach jedem Duschen zehn Minuten quer lüftet. Sinnvoll ist ein Gerät mit Feuchtesensor und 10 bis 20 Minuten Nachlauf, rund 85 m³/h bei einem 6-m²-Bad.
Ich habe eine Gastherme im Bad – geht ein Abluftventilator?
Nur nach Prüfung. Eine raumluftabhängige Therme braucht Zuluft; ein starker Ventilator kann Abgase in den Raum ziehen. Das ist mit dem Rauchfangkehrer abzustimmen, bevor gebohrt wird. Häufig ist der Thermentausch die bessere Gesamtlösung.
Brauche ich im Bad einen eigenen FI-Schutzschalter?
Ja. 30 mA, eigener Kreis, dazu der Potentialausgleich aller leitfähigen Teile. Steckdosen und Schalter sind in den Bereichen 0 und 1 nach ÖVE/ÖNORM E 8101 nicht zulässig. Ausgeführt wird das von einem konzessionierten Elektrotechniker.
Kann ich Fliesen einfach überfliesen lassen?
Technisch möglich, fachlich meist falsch. Sie verlieren Aufbauhöhe, wissen nicht, was darunter ist, und beim ersten Wasserschaden lässt sich die Ursache nicht mehr eingrenzen. Der eingesparte Tag rechnet sich selten.
Muss der Estrich raus?
Wenn er feucht, rissig oder hohl klingt: ja. Wenn er trocken und tragfähig ist und die Höhe passt, kann er bleiben – dann kommt die Abdichtung direkt darauf. Das entscheidet sich beim Abbruch, nicht vorher am Telefon.
Was kostet es, das WC zu versetzen?
800 bis 2.500 € zusätzlich, je nach Distanz. Der Grund ist das nötige Abwassergefälle von mindestens 1 cm pro Meter, das im Altbau oft nur über eine tiefere Vorwand oder eine Hebeanlage zu erreichen ist.
Lohnt sich eine Fußbodenheizung im Bad?
Wenn der Boden ohnehin aufgebaut wird, ja. Warmwasserbasiert 70 bis 140 €/m² bei erreichbarem Heizkreis, elektrische Matte 60 bis 110 €/m² bei knapper Aufbauhöhe. Für Handtücher braucht es zusätzlich einen Radiator.
Was passiert, wenn beim Abbruch Schäden auftauchen?
Wir stoppen, dokumentieren mit Fotos und legen ein Nachtragsangebot vor, bevor weitergearbeitet wird. Nichts wird stillschweigend verbaut und nichts stillschweigend verrechnet.
Was, wenn mein Steigstrang alt ist?
Dann ist das der richtige Moment, ihn zu erneuern – die Wände sind offen. Ein neues Bad an einer 60 Jahre alten verzinkten Leitung bringt Rost in weiße Keramik. Wir prüfen den Strang bei der Begehung und sagen offen, ob eine Strangsanierung vorzuziehen ist.
Wird eine Badsanierung in Wien gefördert?
Nicht als eigene Schiene, aber anteilig über drei Wege: als Teil einer Sockelsanierung über den wohnfonds_wien, als barrierefreier Umbau bei Pflegebedarf und über Bundesförderungen beim Heizungstausch. Anträge müssen vor Auftragsvergabe gestellt werden.
Was kostet ein barrierefreies Bad?
16.000 bis 28.000 € netto. Die Mehrkosten gegenüber einer normalen Sanierung liegen bei 15 bis 25 % und entstehen durch bodengleiche Dusche, breitere Tür, Verstärkungen für Haltegriffe und größere Bewegungsflächen nach ÖNORM B 1600.
Kann ich als Mieter das Bad sanieren lassen?
Ja, mit schriftlicher Zustimmung des Eigentümers nach § 9 MRG. Ist das Bad unbrauchbar, fällt die Instandsetzung dagegen unter die Erhaltungspflicht des Vermieters nach § 3 MRG. Bewahren Sie Rechnungen und Fotos auf – sie sind die Grundlage für einen Ersatzanspruch nach § 10 MRG bei Auszug.
Wer kümmert sich um Container und Parkspur?
Wir. Container, Bewilligung der MA 46 für Parkspur oder Gehsteignutzung, Schuttrutsche und Anlieferzeiten sind Teil der Baustelleneinrichtung und stehen als Position im Angebot.
Wie viel Verschnitt soll ich beim Fliesenkauf einrechnen?
10 % bei Standardformaten, 15 bis 20 % bei Großformat oder Diagonalverlegung. Kaufen Sie eine halbe Kiste zusätzlich und heben Sie sie auf – Nachkaufen aus einer anderen Charge bedeutet fast immer einen sichtbaren Farbunterschied.
Epoxidharzfuge oder Zementfuge?
Für die meisten Bäder reicht eine gute Zementfuge mit Fungizid. Epoxidharz ist praktisch unverwüstlich und fleckenresistent, kostet aber das Zwei- bis Dreifache in der Verarbeitung und verzeiht keine Nacharbeit. Sinnvoll in stark genutzten Duschen und bei sehr hellen Fugen.
Warum wird Silikon nach ein paar Jahren schwarz?
Weil Silikon eine Wartungsfuge ist, kein dauerhaftes Bauteil. Es altert, nimmt Seifenreste auf und wird zum Nährboden. Alle fünf bis acht Jahre erneuern ist normal. Wenn Silikon dagegen als Ersatz für Dichtbänder verwendet wurde, wird daraus ein Bauschaden.
Badsanierung: Bekomme ich einen Festpreis?
Ja, nach der Begehung, als Leistungsverzeichnis nach ÖNORM B 2110 mit Positionen, Mengen, Ausschlüssen und Bauzeitplan. Ohne Begehung wäre jede Zahl geraten – gerade im Altbau.
Badsanierung: Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Begehung binnen fünf Werktagen, Angebot innerhalb von zwei Werktagen nach der Begehung. Der Baustart hängt von der Auslastung ab, liegt aber meist bei drei bis sechs Wochen.
Badsanierung: Welche Gewährleistung gibt es?
Drei Jahre nach § 933 ABGB auf die Bauleistung. Dazu die Herstellergarantien auf Objekte und Armaturen. Unsere Bau-Haftpflicht beträgt 3 Mio. €.
Wer führt Sanitär und Elektro aus?
Konzessionierte Partnerbetriebe nach § 94 Z 25 und Z 16 GewO, die im Angebot namentlich stehen. Sie haben trotzdem nur einen Vertrag und einen Ansprechpartner: Wir koordinieren und haften für das Gesamtergebnis.
Sanieren Sie auch mehrere Bäder in einem Haus?
Ja, das ist der Regelfall bei Hausverwaltungen. Mehrere Bäder im selben Strang lassen sich koordinieren, oft gemeinsam mit der Strangsanierung. Das senkt die Kosten pro Bad spürbar und halbiert die Störung im Haus.
In welchen Bezirken arbeiten Sie?
In allen 23 Wiener Bezirken, mit Schwerpunkt im Gründerzeitbestand. Klosterneuburg und Wiener Umland auf Anfrage.
Geht eine Badsanierung ohne Fliesen abschlagen?
Technisch ja, fachlich meist nein. Wer über den Bestand fliest oder verkleidet, verliert Aufbauhöhe, weiß nicht, was darunter liegt, und kann bei einem späteren Wasserschaden die Ursache nicht mehr eingrenzen. Sinnvoll ist es nur, wenn der Untergrund nachweislich trocken, tragfähig und abgedichtet ist – das prüfen wir bei der Begehung.
Was bedeutet „Badsanierung aus einer Hand“ konkret?
Ein Vertrag, ein Ansprechpartner, eine Gewährleistung. Entkernung, Trockenbau, Estrich, Abdichtung, Fliesen und Malerei führen unsere eigenen Leute aus; Sanitär und Elektro laufen über konzessionierte Partnerbetriebe, die im Angebot namentlich stehen. Sie verhandeln also nicht mit fünf Firmen und haften nicht selbst für die Schnittstellen dazwischen.
Was heißt Festpreis bei einer Badsanierung wirklich?
Ein Festpreis nach ÖNORM B 2110 nennt Positionen, Mengen, Einheitspreise, einen Bauzeitplan – und ausdrücklich, was nicht enthalten ist. Nur was beim Abbruch tatsächlich neu auftaucht, etwa Bleirohre oder eine morsche Tramkopflage, wird als Nachtrag angeboten, schriftlich und vor der Ausführung. Ein Pauschalbetrag ohne Positionsliste ist kein Festpreis, sondern ein Versprechen.
Was kostet eine Badsanierung in Wien zum Festpreis?
Komplettbad 14.000 bis 22.000 € netto, Teilsanierung ab 9.800 €, Altbau mit Strangtausch bis 32.000 €. Den Festpreis nennen wir nach der Begehung, nicht am Telefon – ohne Blick auf Leitungen, Bodenaufbau und Zugang ist jede Zahl geraten.
Was kostet es, ein 10 m² Bad zu sanieren?
Bei 10 Quadratmetern liegt ein Komplettbad meist bei 17.000 bis 26.000 € netto. Größere Bäder kosten je Quadratmeter weniger, weil Installation, Abdichtung und Anfahrt gleich bleiben – der Aufpreis entsteht vor allem bei Fliesen und Sanitärgegenständen.
Machen Sie auch nur Wanne raus, Dusche rein?
Ja. Dusche in die Wannennische 3.400 bis 5.800 € in 3 bis 5 Werktagen, bodengleich 5.900 bis 9.400 € in 6 bis 9 Werktagen. Ob bodengleich möglich ist, entscheidet der Bodenaufbau – das sehen wir bei der Begehung.
Sanieren Sie Bäder im 22. und 23. Bezirk?
Ja, wir arbeiten in allen 23 Bezirken. In der Donaustadt und in Liesing sind die Bäder meist größer, haben ein Fenster und einen zugänglichen Schacht – die Bauzeit ist dort kürzer als in den Gründerzeitbezirken.

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Wir prüfen Leitungen, Bodenaufbau und Elektro vor Ort. Dann bekommen Sie den Preis. Nicht umgekehrt.

Rechtlicher Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH (FN 611990k, ATU80299348) und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH — eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO, GISA 37945732. Sie ist kein konzessionierter Baumeister.

Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister” ausschließlich konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen (§ 94 Z 5), Elektrotechnik (§ 94 Z 16), Gas- und Sanitärtechnik (§ 94 Z 25), Fliesenlegen (§ 94 Z 38) — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt. Deren Befugnisnachweis erhalten Sie auf Wunsch vor Vertragsabschluss.

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