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Kellersanierung Wiendie den Keller trocken machtund trocken lässt.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Eine Kellersanierung in Wien kostet 150 bis 400 Euro pro Quadratmeter. Horizontalsperre 180–700 €/lfm, Innenabdichtung 120–260 €/m², Außenabdichtung mit Aufgrabung 250–500 €/m², Sanierputz 55–110 €/m². Vor jeder Maßnahme steht die Messung.

Eine Kellersanierung in Wien kostet 150 bis 400 € pro Quadratmeter. Der Preis hängt davon ab, welcher Feuchteweg vorliegt: Aufsteigende Feuchte braucht eine Horizontalsperre mit 180 bis 700 € je Laufmeter, seitlich drückendes Wasser eine Abdichtung – von innen 120 bis 260 €/m², von außen mit Aufgrabung 250 bis 500 €/m². Dazu Sanierputz mit 55 bis 110 €/m². Vor jeder Maßnahme steht die Diagnose mit Bohrkernentnahme, Darr-Analyse und Salzanalyse für 800 bis 2.500 € – ohne sie ist jede Verfahrenswahl geraten. Undichte Grundleitungen im Keller behandeln wir unter Rohrleitungsbau.
✓ Messung statt Vermutung✓ Sanierputz nach WTA✓ Festpreis ÖNORM B 2110✓ Feuchteprotokoll nach 1 und 2 Jahren✓ 3 Jahre Gewährleistung

Was eine Kellersanierung in Wien kostet

Richtwerte netto, Stand 2026, verbindlich nach Feuchtemessung. Die Spanne ist deshalb so breit, weil „feuchter Keller" fünf verschiedene Ursachen haben kann – mit fünf verschiedenen Lösungen.

MaßnahmeWogegen sie hilftPreis nettoBauzeit
Sanierputz alleinRestfeuchte und Salze nach behobener Ursache55–110 €/m²1–2 Wochen
Horizontalsperre, Injektionaufsteigende Feuchte im Mauerwerk180–420 €/lfm3–8 Tage
Horizontalsperre, mechanischstark durchfeuchtetes oder dickes Mauerwerk350–700 €/lfm1–3 Wochen
Innenabdichtungseitlich eindringendes Wasser, wenn außen nicht aufgegraben werden kann120–260 €/m²2–3 Wochen
Außenabdichtung mit Aufgrabungdrückendes und nicht drückendes Wasser von außen250–500 €/m²3–6 Wochen
Drainage nach ÖNORM B 2506Wasser vom Bauwerk fernhalten180–350 €/lfm1–2 Wochen
Kellerboden neu mit Abdichtungaufsteigende Feuchte über die Bodenplatte120–260 €/m²2–4 Wochen
Kellerdeckendämmungkalte Böden im Erdgeschoss40–75 €/m²3–6 Tage

Einzelpreise, damit Sie ein Angebot prüfen können

PositionEinheitPreis nettoWas dazugehört
Feuchtediagnose komplettpsch.800–2.500 €Bohrkerne, Darr-Analyse, Salzanalyse, Feuchteprofil, Befund
Alten Putz abschlagen und entsorgenm²22–45 €bis 80 cm über sichtbarem Feuchterand, salzbelastet
Injektion druckloslfm180–320 €Bohren, Injizieren, Verschließen
Injektion mit Drucklfm250–420 €bei dichterem Mauerwerk
Chromstahlplatten einrammenlfm350–700 €nur bei durchgehender Lagerfuge
Sanierputzsystem nach WTAm²55–110 €Spritzbewurf, Porengrundputz, Sanierputz, Schlämme
Kompressenputz zur Salzentnahmem²35–75 €Auftrag, Standzeit, Abnahme, Entsorgung
Innenabdichtung mit Dichtschlämmem²65–140 €Untergrund vorbereiten, Hohlkehle, zwei Lagen
Aushub für Außenabdichtungm³55–110 €Aushub, Lagerung oder Abtransport, Wiederverfüllung
Bitumendickbeschichtung außenm²45–95 €Grundierung, zwei Lagen, Schutzschicht
Noppenbahn und Schutzschichtm²18–40 €Verlegen, Befestigung, Abschlussprofil
Drainrohr mit Filterkies und Vlieslfm85–170 €Gefälle, Spülschächte, Anschluss
Lichtschacht abdichten oder erneuernStk.450–1.400 €Anschluss an Abdichtung, Rost, Entwässerung
Kellerfenster tauschenStk.380–900 €Ausbau, Einbau, Anputz, Abdichtung
BautrocknungMonat300–900 €Geräte, Strom, Kontrolle
Elektro im Keller neupsch.1.200–4.500 €über befugten Elektrotechniker, FI, Feuchtraumausführung
Rechenbeispiel · Gründerzeitkeller, 60 m² Fläche, 34 lfm Außenwand, aufsteigende Feuchte
Diagnose, Putzabschlag, Entsorgung3.900 €
Horizontalsperre Injektion, 34 lfm8.500 €
Sanierputz 95 m² Wandfläche7.100 €
Lichtschächte, Elektro, Trocknung5.300 €

Summe rund 24.800 € netto, das sind 413 € je m² Kellerfläche. Wäre zusätzlich von außen aufzugraben, kämen 15.000 bis 30.000 € dazu – in Wien scheitert das meist an der Bebauung.

Nach Überflutung oder Rohrbruch im Keller zählt die Reihenfolge: Wasserschadensanierung Wien.

Fünf Ursachen für einen feuchten Keller

Die Behandlung unterscheidet sich vollständig. Wer die falsche Ursache annimmt, saniert am Problem vorbei – und das sieht man erst nach zwei Jahren. Nach einer Überflutung geht der Abdichtung immer eine Bautrocknung voraus, sonst wird Restfeuchte eingeschlossen.

UrsacheErkennungszeichenLösung
Aufsteigende Feuchtewaagrechter Saum bis etwa 1 m Höhe, Salzausblühungen, im Sommer höher als im WinterHorizontalsperre
Seitlich eindringendes Wasserfeuchte Flecken in Bodennähe der erdberührten Wand, verstärkt nach RegenAbdichtung außen oder innen, Drainage
KondensationFeuchte an kalten Wänden im Sommer, Tropfen an Rohren, muffiger GeruchLüftungsverhalten ändern, Dämmung, mechanische Lüftung
Defekte Leitungbegrenzter Fleck, wächst schnell, oft warmLeckortung, Rohrreparatur
Oberflächenwassernach Starkregen, defekte Fallrohre, Gefälle zum Haus, verstopfte LichtschächteEntwässerung außen herstellen
Die häufigste Fehldiagnose in Wien: Kondensation wird für aufsteigende Feuchte gehalten. Dann wird eine Horizontalsperre für 10.000 € gesetzt, obwohl das Problem das Lüften im Sommer ist. Feuchte, warme Außenluft schlägt sich an kalten Kellerwänden nieder – der Keller wird durch Lüften feuchter, nicht trockener.

Richtig lüften im Altbaukeller

  • Im Sommer nur nachts oder früh morgens lüften, wenn die Außenluft kühler ist als die Kellerwand. Mittags bei 30 °C und hoher Luftfeuchte bringt jede geöffnete Tür Feuchte hinein.
  • Im Winter ist Lüften unproblematisch, weil kalte Luft wenig Feuchte trägt und sich beim Erwärmen im Keller nicht niederschlägt.
  • Ein Hygrometer kostet 15 € und ist die günstigste Investition: Lüften nur, wenn die absolute Feuchte draußen niedriger ist als drinnen.
  • Dauerhaft gekippte Kellerfenster im Sommer sind der klassische Fehler – sie erzeugen genau das Problem, das sie lösen sollen.

Diagnose: was vor jeder Sanierung gemessen wird

BohrkernentnahmeMaterialproben aus verschiedenen Höhen und Tiefen der Wand. Nur so zeigt sich, ob die Feuchte von unten, von außen oder von der Oberfläche kommt.
Darr-MethodeProbe wiegen, bei 105 °C trocknen, erneut wiegen. Daraus ergibt sich der Durchfeuchtungsgrad in Prozent – die einzige belastbare Zahl. Handgeräte reagieren auch auf Salze und Metall und zeigen dann Feuchte an, wo keine ist.
SalzanalyseNitrate, Sulfate, Chloride bestimmen. Salze ziehen Feuchte aus der Luft und zerstören Putz von innen. Bei hoher Belastung braucht es vor dem Sanierputz einen Kompressenputz zur Salzentnahme.
FeuchteprofilMesswerte über die Wandhöhe aufgetragen. Ein ansteigender Verlauf zeigt aufsteigende Feuchte, ein gleichmäßiger eher seitliches Eindringen oder Kondensation.
Befund und VerfahrensempfehlungSchriftlich, mit Messwerten, Fotos und Begründung, warum welches Verfahren vorgeschlagen wird – und warum die anderen nicht.

Diese Diagnose kostet 800 bis 2.500 €. Sie ist die günstigste Position der gesamten Maßnahme und die einzige, die verhindert, dass 20.000 € in das falsche Verfahren fließen.

Die Verfahren im Einzelnen

Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchte

Sie unterbricht den kapillaren Wassertransport im Mauerwerk. Zwei Wege sind erprobt: die Injektion mit Silan- oder Silikonmitteln, bei der Bohrlöcher im Abstand von 10 bis 12,5 cm gesetzt und verfüllt werden, und die mechanische Sperre, bei der Edelstahlplatten in eine durchgehende Lagerfuge eingerammt oder Mauerabschnitte aufgeschnitten werden.

  • Injektion 180 bis 420 €/lfm, schonend, kein Eingriff ins Tragwerk, funktioniert bei Ziegelmauerwerk bis etwa 60 cm Stärke.
  • Mechanische Sperre 350 bis 700 €/lfm, die sicherste Methode, aber ein Eingriff ins Tragwerk – daher nur abschnittsweise und mit statischer Begleitung.
  • Elektrophysikalische Verfahren bieten wir nicht an. Ihre Wirksamkeit ist in unabhängigen Untersuchungen nicht belastbar nachgewiesen.

Abdichtung gegen seitlich eindringendes Wasser

Der fachlich bessere Weg ist die Abdichtung von außen: aufgraben bis zur Fundamentunterkante, Wand reinigen, Bitumendickbeschichtung in zwei Lagen, Noppenbahn als Schutz, bei Bedarf Drainage nach ÖNORM B 2506. Kosten 250 bis 500 €/m² Wandfläche, inklusive Aushub und Wiederverfüllung.

In Wien scheitert das häufig an der Bebauung: Der Nachbar steht direkt an, der Gehsteig liegt darüber, der Innenhof ist nicht befahrbar. Dann bleibt die Innenabdichtung mit Dichtschlämme, 120 bis 260 €/m². Sie ist technisch anspruchsvoller, weil der Wasserdruck von der falschen Seite kommt – Hohlkehle, Untergrundvorbereitung und Anschlussdetails entscheiden über den Erfolg.

Sanierputz: was er kann und was nicht

Ein Sanierputzsystem nach WTA-Merkblatt hat ein hohes Porenvolumen. Es nimmt Salze auf, lässt Feuchte verdunsten und bleibt an der Oberfläche trocken. Er ist kein Ersatz für eine Horizontalsperre, sondern deren Ergänzung – und er hält 15 bis 25 Jahre, nicht ewig. Wer Sanierputz auf aktiv aufsteigende Feuchte aufbringt, verzögert das Schadensbild um wenige Jahre.

Drainage

Ein Drainrohr mit Filterkies und Vlies führt Wasser vom Bauwerk weg, 180 bis 350 €/lfm inklusive Aushub. Es braucht Gefälle, Spülschächte und einen Anschluss – ohne Vorfluter oder Sickerschacht steht das Wasser im Rohr. Eine Drainage ohne Abdichtung ist sinnlos: Sie senkt den Wasserdruck, dichtet aber nichts ab.

Fünf Besonderheiten beim Wiener Keller

1. Bruchsteinmauerwerk statt Ziegel

Viele Gründerzeitkeller haben Sockelmauerwerk aus Bruchstein mit unregelmäßigen Fugen. Dort funktioniert das Chromstahlplatten-Verfahren nicht, weil es keine durchgehende Lagerfuge gibt. Die Injektion ist dann der Weg – mit höherem Materialverbrauch, weil das Mauerwerk ungleichmäßig saugt.

2. Mauerstärken über einen Meter

Sockelmauern im Altbau sind oft 80 bis 120 cm dick. Das verdoppelt den Injektionsaufwand und verlängert die Austrocknung erheblich: Bei einem Zentimeter Wandstärke pro Monat braucht eine 100-cm-Mauer rechnerisch acht Jahre bis zur vollständigen Austrocknung – in der Praxis stellt sich vorher ein Gleichgewicht ein.

3. Keine Möglichkeit zum Aufgraben

Geschlossene Bebauung, Gehsteig, Innenhof ohne Zufahrt. Die Außenabdichtung, die technisch die bessere Lösung wäre, ist bei den meisten innerstädtischen Zinshäusern nicht ausführbar. Deshalb ist die Kombination aus Horizontalsperre und Innenabdichtung in Wien der Regelfall.

4. Hoher Grundwasserstand in Donaunähe

In Teilen von Floridsdorf, der Donaustadt, Leopoldstadt und Brigittenau steht das Grundwasser hoch. Dort reicht eine Abdichtung gegen nicht drückendes Wasser nicht – es braucht eine Ausführung gegen drückendes Wasser nach ÖNORM B 2209, im Extremfall eine Wanne. Das ist eine andere Preisklasse und gehört vorher geklärt.

5. Alte Leitungen im Keller

Keller sind in Wiener Zinshäusern Leitungsknoten: Wasser, Gas, Strom, Kanal. Bei Sanierungen kommen defekte Anschlüsse und undichte Kanalleitungen regelmäßig zum Vorschein – das ist eine häufige, oft übersehene Feuchtequelle und wird bei der Diagnose mitgeprüft.

Ablauf einer Kellersanierung

1 · Begehung und DiagnoseBohrkerne, Darr-Analyse, Salzanalyse, Feuchteprofil, Prüfung von Leitungen, Lichtschächten und Außenentwässerung. Schriftlicher Befund mit Verfahrensempfehlung.
2 · Räumen und SchutzKeller ausräumen, Zugangsweg schützen, Staubschutz zum Stiegenhaus, Strom und Beleuchtung für die Baustelle.
3 · Putz abschlagenBis mindestens 80 cm über den sichtbaren Feuchterand, weil Salze weiter nach oben gewandert sind als man sieht. Entsorgung als salzbelasteter Bauschutt.
4 · HorizontalsperreBohren, injizieren, verschließen – oder mechanisch einbringen, abschnittsweise mit statischer Begleitung.
5 · AbdichtungInnen mit Dichtschlämme und Hohlkehle, außen mit Bitumendickbeschichtung, Noppenbahn und gegebenenfalls Drainage.
6 · TrocknungsphaseMit Bautrocknern beschleunigt, 300 bis 900 € je Monat. Ohne Trockner dauert es länger – etwa ein Zentimeter Wandstärke pro Monat.
7 · Salzentnahme, falls nötigKompressenputz aufbringen, Standzeit abwarten, abnehmen und entsorgen. Dieser Schritt wird gern übersprungen und rächt sich am neuen Putz.
8 · SanierputzSpritzbewurf, Porengrundputz, Sanierputz nach WTA, mineralische Schlämme oder hoch diffusionsoffene Farbe.
9 · Abnahme und NachkontrolleAbnahmeprotokoll, Feuchtemesswerte dokumentiert. Nachmessung nach einem und nach zwei Jahren – das ist der einzige belastbare Nachweis, dass die Maßnahme gewirkt hat.

Die acht häufigsten Fehler bei Kellersanierungen

  • Ohne Diagnose sanieren. Fünf Ursachen, fünf Lösungen – wer rät, trifft in vier von fünf Fällen daneben.
  • Kondensation mit aufsteigender Feuchte verwechseln. Der teuerste Irrtum: Horizontalsperre für ein Lüftungsproblem.
  • Sanierputz auf aktive Feuchte. Verzögert den Schaden um drei Jahre, behebt ihn nicht.
  • Putz nur bis zum sichtbaren Rand abschlagen. Die Salze sitzen deutlich höher.
  • Dichte Farbe oder Fliesen im Keller. Sperren die Feuchte ein, der Putz platzt ab.
  • Drainage ohne Abdichtung. Senkt den Druck, dichtet nicht ab.
  • Zu früh verschließen. Wer nach drei Monaten dicht macht, sperrt Feuchte in der Wand ein.
  • Styropor an die Kellerwand kleben. Dahinter kondensiert Feuchte, es entsteht Schimmel, den niemand sieht.

Was der trockene Keller danach kann

Lager und Abstellraum

Dafür genügt die Trockenlegung. Keine Bewilligung nötig, keine Anforderungen an Raumhöhe oder Belichtung.

Werkstatt, Fitness, Hobbyraum

Ebenfalls ohne Umwidmung möglich, solange es kein Aufenthaltsraum im Sinne der Bauordnung ist. Elektro in Feuchtraumausführung, Lüftung empfohlen.

Wohnraum

Braucht eine Bewilligung der MA 37, ausreichende Raumhöhe, Belichtung, Belüftung und einen zweiten Fluchtweg. Das ist die hohe Hürde – in Gründerzeitkellern selten erreichbar.

Vermietbare Fläche

Ein trockener Kellerabteil erhöht die Vermietbarkeit spürbar und ist bei Neuvermietung ein echtes Argument. Abschließbare Abteile, Licht, sauberer Boden – das kostet wenig und wirkt viel.

Wer zahlt die Kellersanierung

FallWer zahltGrundlage
Mietshaus, Keller feuchtVermieter, aus der MietzinsreserveErhaltungspflicht nach § 3 MRG
Reserve reicht nichtRefinanzierung über erhöhte HauptmietzinseVerfahren nach § 18 MRG
WohnungseigentumEigentümergemeinschaft, aus der RücklageKeller und Fundament sind allgemeine Teile
Feuchte durch RohrbruchGebäude- oder Haushaltsversicherungplötzliches Ereignis, Meldung vor Reparatur
Feuchte durch Hochwasser oder Rückstauje nach PolizzeElementarschadendeckung prüfen
Aufsteigende Feuchte, allmählichEigentümergilt als Instandhaltung, nicht versichert

Für wen wir Keller sanieren

Zinshaus-Eigentümer

Keller im Zuge der Sockelsanierung, gemeinsam mit Steigleitungen und Hofentwässerung. Anteilig über den wohnfonds_wien förderfähig.

Hausverwaltungen

Prüffähiges Leistungsverzeichnis mit Diagnosebefund für die Eigentümerversammlung, Nachmessung nach einem und zwei Jahren als Erfolgsnachweis.

Eigenheimbesitzer

Trockenlegung, Abdichtung und Nutzbarmachung in einem Zug – vom Befund bis zum fertigen Raum.

Nach Wasserschaden

Ortung, Trocknung, Instandsetzung und die Dokumentation in der Form, die Versicherungen verlangen.

Wann Sie uns nicht brauchen

Wenn der Keller nur im Sommer feucht wirkt und im Winter trocken ist, haben Sie vermutlich ein Lüftungsproblem und keinen Bauschaden – ein Hygrometer für 15 € klärt das, bevor Sie irgendjemanden beauftragen.

Wenn im Haus ohnehin eine Sockelsanierung ansteht, gehört der Keller dort hinein und nicht als Einzelmaßnahme vergeben. Und wenn ein einzelner feuchter Fleck vorliegt, der nach Regen wächst, lassen Sie zuerst die Fallrohre und das Gefälle im Hof prüfen – das kostet nichts und ist in einem Drittel der Fälle die ganze Ursache.

Häufige Fragen zur Kellersanierung in Wien

Was kostet eine Kellersanierung in Wien?
150 bis 400 € pro Quadratmeter Kellerfläche. Ein 60-m²-Gründerzeitkeller mit Horizontalsperre und Sanierputz liegt bei rund 25.000 € netto. Der Preis hängt vollständig davon ab, welcher Feuchteweg vorliegt.
Was kostet die Trockenlegung pro Laufmeter?
Injektion 180 bis 420 € je Laufmeter Wandlänge, mechanische Horizontalsperre 350 bis 700 €/lfm. Bei 34 Laufmetern Außenwand sind das 6.100 bis 24.000 € allein für die Sperre.
Warum ist die Preisspanne so groß?
Weil „feuchter Keller" fünf verschiedene Ursachen haben kann: aufsteigende Feuchte, seitlich eindringendes Wasser, Kondensation, ein Rohrbruch oder Oberflächenwasser. Jede braucht eine andere Lösung mit anderem Preis. Deshalb steht am Anfang die Messung.
Was kostet die Feuchtediagnose?
800 bis 2.500 € für Bohrkernentnahme, Darr-Analyse, Salzanalyse, Feuchteprofil und schriftlichen Befund. Das ist die günstigste Position der Maßnahme und die einzige, die verhindert, dass 20.000 € in das falsche Verfahren fließen.
Ist die Feuchte im Keller aufsteigend oder seitlich?
Ein gleichmäßig hoher Feuchtesaum über dem Boden spricht für aufsteigende Feuchte, Flecken in Höhe des Erdreichs eher für seitlich eindringendes Wasser. Die Messung klärt es.
Woran erkenne ich Kondensation?
Die Wand ist im Sommer feucht und im Winter trocken – genau umgekehrt zum Bauschaden. Es bilden sich Tropfen an kalten Rohren, der Geruch ist muffig, die Feuchte sitzt an der Oberfläche statt in der Tiefe. Ein Hygrometer für 15 € klärt das.
Mein Keller ist im Sommer feucht – was tun?
Nicht lüften, wenn es draußen warm und schwül ist. Feuchte Sommerluft schlägt sich an kalten Kellerwänden nieder – der Keller wird durch Lüften feuchter. Richtig ist Lüften nachts oder früh morgens, im Winter jederzeit.
Wie unterscheide ich Feuchte von einem Rohrbruch?
Ein Rohrbruch erzeugt einen begrenzten Fleck, der schnell wächst und bei Warmwasser fühlbar wärmer ist. Aufsteigende Feuchte zeigt einen gleichmäßigen Saum über die ganze Wandlänge und verändert sich über Monate. Eine Leckortung kostet 300 bis 900 €.
Wie wird die Feuchte gemessen?
Verlässlich nur mit Bohrkernentnahme und Darr-Methode: Probe wiegen, bei 105 °C trocknen, erneut wiegen. Elektronische Handgeräte reagieren auch auf Salze und Metall und zeigen dann Feuchte an, wo keine ist.
Was ist der Durchfeuchtungsgrad?
Der Anteil Wasser im Verhältnis zur maximalen Wasseraufnahme des Materials. Unter 20 % gilt Ziegelmauerwerk als trocken, 20 bis 40 % als mäßig feucht, darüber als durchfeuchtet, über 80 % als wassergesättigt.
Wozu die Salzanalyse?
Mauersalze – Nitrate, Sulfate, Chloride – ziehen Feuchte aus der Luft und sprengen Putz von innen. Die Analyse zeigt Art und Menge und entscheidet, ob Sanierputz genügt oder ob vorher ein Kompressenputz zur Salzentnahme nötig ist.
Was ist eine Horizontalsperre?
Eine waagrechte Barriere im Mauerwerk, die den kapillaren Aufstieg von Wasser unterbricht. Entweder durch Injektion eines hydrophobierenden Mittels oder mechanisch durch eingebrachte Edelstahlplatten.
Wie funktioniert die Injektion?
Bohrlöcher im Abstand von 10 bis 12,5 cm, leicht geneigt, bis kurz vor die gegenüberliegende Seite. Darin wird ein Silan- oder Silikonmittel eingebracht, das die Kapillaren wasserabweisend macht. Drucklos über Trichter oder mit Druck, je nach Saugfähigkeit des Mauerwerks.
Funktioniert die Injektion auch bei Bruchstein?
Ja, aber mit höherem Materialverbrauch, weil Bruchsteinmauerwerk ungleichmäßig saugt und Hohlräume aufweisen kann. Das Chromstahlplatten-Verfahren funktioniert dort dagegen nicht – es braucht eine durchgehende waagrechte Lagerfuge.
Was ist eine mechanische Horizontalsperre?
Das Mauerwerk wird abschnittsweise aufgeschnitten oder eine Edelstahlplatte in die Lagerfuge eingerammt. Die sicherste Methode, aber ein Eingriff ins Tragwerk – daher nur abschnittsweise und mit statischer Begleitung, 350 bis 700 €/lfm.
Funktionieren elektrophysikalische Verfahren?
Ihre Wirksamkeit ist in unabhängigen Untersuchungen nicht belastbar nachgewiesen. Wir bieten sie nicht an. Wenn Ihnen jemand ein Gerät an die Wand hängen will, das Feuchte ohne Eingriff ins Mauerwerk beseitigt, verlangen Sie Messprotokolle vorher und nachher.
Von innen oder von außen abdichten?
Von außen ist fachlich besser, weil das Wasser vor der Wand gestoppt wird: 250 bis 500 €/m² inklusive Aushub. In Wien scheitert das meist an der Bebauung. Dann bleibt die Innenabdichtung mit 120 bis 260 €/m² – technisch anspruchsvoller, weil der Druck von der falschen Seite kommt.
Was kostet die Außenabdichtung mit Aufgrabung?
250 bis 500 € pro Quadratmeter Wandfläche, inklusive Aushub, Reinigung, Bitumendickbeschichtung, Noppenbahn und Wiederverfüllung. Bei einem Wiener Zinshaus kommen schnell 15.000 bis 30.000 € zusammen – wenn überhaupt aufgegraben werden kann.
Wann brauche ich eine Drainage?
Wenn Wasser seitlich gegen die Kellerwand drückt oder Hangwasser zum Haus läuft. 180 bis 350 €/lfm nach ÖNORM B 2506, mit Gefälle, Spülschächten und Anschluss an Vorfluter oder Sickerschacht. Ohne Abdichtung ist eine Drainage sinnlos – sie senkt den Druck, dichtet aber nichts ab.
Was ist bei hohem Grundwasserstand zu beachten?
In Donaunähe – Floridsdorf, Donaustadt, Leopoldstadt, Brigittenau – steht das Grundwasser hoch. Dort reicht eine Abdichtung gegen nicht drückendes Wasser nicht; es braucht eine Ausführung gegen drückendes Wasser nach ÖNORM B 2209, im Extremfall eine wasserdichte Wanne. Das ist eine andere Preisklasse.
Warum kommt im Keller kein normaler Putz auf die Wand?
Weil er wieder abplatzt. Sanierputz nimmt Salze auf und lässt Feuchte verdunsten – aufgetragen wird er erst nach der Trockenlegung.
Reicht Sanierputz allein?
Nur wenn die Ursache bereits behoben ist und nur Restfeuchte und Salze im Mauerwerk stecken. Auf aktiv aufsteigende Feuchte aufgebracht verzögert er das Schadensbild um wenige Jahre, mehr nicht.
Was ist ein Kompressenputz?
Ein Opferputz, der Salze aus dem Mauerwerk in sich aufnimmt. Er wird aufgebracht, bleibt einige Wochen stehen und wird dann abgenommen und entsorgt, 35 bis 75 €/m². Bei hoher Salzbelastung ist er die Voraussetzung dafür, dass der Sanierputz hält.
Wie hoch wird der alte Putz abgeschlagen?
Mindestens 80 cm über den sichtbaren Feuchterand. Salze wandern im Putz deutlich weiter nach oben als man sieht – wer nur bis zum sichtbaren Rand abschlägt, lässt sie in der Wand.
Wie lange dauert die Austrocknung?
Etwa ein Zentimeter Wandstärke pro Monat. Eine 45 cm dicke Wand braucht ein bis zwei Jahre, eine 100 cm dicke Sockelmauer rechnerisch deutlich länger – praktisch stellt sich vorher ein Gleichgewicht ein.
Kann die Austrocknung beschleunigt werden?
Mit Bautrocknern und Beheizung teilweise ja, besonders im ersten halben Jahr. Kosten 300 bis 900 € je Monat für Geräte und Strom. Sinnvoll, wenn der Raum schnell nutzbar sein soll.
Wann kann ich wieder streichen?
Mit hoch diffusionsoffener Farbe oder mineralischer Schlämme relativ früh. Dichte Dispersionsfarbe oder Fliesen erst, wenn die Restfeuchte gemessen unter dem Grenzwert liegt – am besten gar nicht, weil sie die Wand dicht machen.
Darf ich den Keller fliesen?
Nur wenn die Wand nachweislich trocken ist und keine Salzbelastung vorliegt. Sonst sperren Fliesen die Feuchte ein, die dann oberhalb des Fliesenspiegels austritt – der Schaden wandert nach oben statt zu verschwinden.
Kann ich die Kellerwand dämmen?
Von innen nur mit kapillaraktivem System, nie mit Styropor auf feuchtem Mauerwerk – dahinter kondensiert Feuchte und es entsteht Schimmel, den niemand sieht. Wirksamer und unproblematischer ist die Kellerdeckendämmung mit 40 bis 75 €/m², die die Böden im Erdgeschoss warm macht.
Was ist mit dem Kellerboden?
Ein alter Lehm-, Ziegel- oder Betonboden ohne Abdichtung lässt Feuchte durch. Ein neuer Aufbau mit Abdichtung kostet 120 bis 260 €/m². Wichtig ist der Anschluss an die Wandabdichtung – dort ist sonst die Lücke im System.
Was ist mit Lichtschächten?
Sie sind eine klassische Eintrittsstelle: verstopfte Abläufe, fehlende Abdichtung zur Wand, Laub und Erde. Sanierung oder Erneuerung 450 bis 1.400 € je Schacht – oft die günstigste Maßnahme mit der größten Wirkung.
Was ist mit Schimmel im Keller?
Ursache klären, bevor etwas überstrichen wird. Befallene Flächen werden fachgerecht entfernt, nicht mit Antischimmelfarbe kaschiert. Bei größerem Befall gehört der Raum während der Arbeiten abgeschottet – siehe Schimmelsanierung Wien.
Was tun nach Hochwasser oder Rückstau?
Wasser abpumpen, Schlamm entfernen, Putz abschlagen, maschinell trocknen – erst danach über eine dauerhafte Sperre entscheiden. Wer sofort saniert, schließt Feuchte ein. Fotos und Protokolle von Anfang an für die Versicherung.
Kellersanierung: Zahlt die Versicherung?
Bei aufsteigender Feuchte in der Regel nicht, das gilt als Instandhaltung. Bei Rohrbruch, Hochwasser oder Rückstau prüft die Gebäudeversicherung, sofern eine Elementarschadendeckung besteht. Deshalb ist die Ursachenfeststellung auch finanziell entscheidend.
Kellersanierung: Wer zahlt im Mietshaus?
Ein feuchter Keller ist ein Erhaltungsmangel. Die Instandsetzung fällt nach § 3 MRG unter die Erhaltungspflicht des Vermieters, zu decken aus der Mietzinsreserve; reicht diese nicht, über ein Verfahren nach § 18 MRG.
Kellersanierung: Wer zahlt im Wohnungseigentum?
Keller und Fundament sind allgemeine Teile der Liegenschaft. Die Sanierung wird in der Eigentümerversammlung beschlossen und aus der Rücklage finanziert. Für die Beschlussfassung liefern wir Befund und prüffähiges Leistungsverzeichnis.
Wird die Kellersanierung gefördert?
Als Einzelmaßnahme in der Regel nicht. Im Rahmen einer Sockelsanierung über den wohnfonds_wien ist sie anteilig förderfähig, ebenso die Kellerdeckendämmung als thermische Maßnahme über THEWOSAN. Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt sein.
Kellersanierung: Brauche ich eine Baubewilligung?
Für Trockenlegung und Innenabdichtung in der Regel nicht. Bei Aufgrabungen auf öffentlichem Grund braucht es eine Bewilligung der MA 46, bei Eingriffen ins Tragwerk – etwa bei der mechanischen Sperre – eine Einreichung bei der MA 37.
Ist bei der Horizontalsperre eine statische Begleitung nötig?
Bei der Injektion nicht. Beim mechanischen Verfahren ja, weil das Mauerwerk abschnittsweise aufgetrennt wird – begleitet von einem konzessionierten Partnerbetrieb nach § 94 Z 5 GewO.
Kellersanierung: Wie lange dauert die Sanierung?
Horizontalsperre 3 Tage bis 3 Wochen je nach Verfahren und Länge, Innenabdichtung 2 bis 3 Wochen, Außenabdichtung mit Aufgrabung 3 bis 6 Wochen. Dazu die Trocknungsphase, in der nicht verschlossen werden darf.
Kann ich den Keller während der Arbeiten nutzen?
Nein, der Keller wird ausgeräumt. Planen Sie eine Zwischenlagerung ein. Die Wohnungen im Haus bleiben uneingeschränkt nutzbar, der Zugangsweg wird geschützt.
Kann der Keller danach als Wohnraum genutzt werden?
Nur mit Bewilligung der MA 37, ausreichender Raumhöhe, Belichtung, Belüftung und zweitem Fluchtweg. In Gründerzeitkellern ist das selten erreichbar. Als Lager, Werkstatt oder Hobbyraum genügt die Trockenlegung.
Wie lange hält eine Kellersanierung?
Eine fachgerechte Horizontalsperre hält dauerhaft, eine Außenabdichtung 30 bis 50 Jahre, Sanierputz 15 bis 25 Jahre. Entscheidend ist, dass alle Feuchtewege erfasst wurden – bleibt einer offen, nützt die beste Sperre nichts.
Gibt es eine Garantie, dass der Keller trocken bleibt?
Gesetzlich gelten drei Jahre Gewährleistung nach § 933 ABGB. Wir dokumentieren zusätzlich die Feuchtewerte vor der Maßnahme sowie nach einem und nach zwei Jahren. Das ist der belastbare Nachweis – belastbarer als eine beworbene Jahreszahl.
Was passiert, wenn die Feuchte zurückkommt?
Dann wurde eine Ursache übersehen. Deshalb messen wir nach einem und nach zwei Jahren nach. Zeigen die Werte keine Verbesserung, gehen wir der Sache nach – auf unsere Kosten, wenn die Ausführung mangelhaft war.
Kellersanierung: Führt Skyline Bau die Arbeiten selbst aus?
Putzabschlag, Injektion, Abdichtung, Sanierputz, Estrich und Malerei machen unsere eigenen Leute. Statik, Elektro und Leitungsarbeiten laufen über konzessionierte Partnerbetriebe, die im Angebot namentlich stehen.
Kellersanierung: Gibt es einen Festpreis?
Ja, nach der Diagnose. Vorher wäre jede Zahl geraten. Das Angebot ist ein Leistungsverzeichnis nach ÖNORM B 2110 mit Positionen, Mengen, ausdrücklichen Ausschlüssen und Zahlungsplan nach Baufortschritt.
Kellersanierung: Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Begehung binnen fünf Werktagen. Die Laboranalysen der Bohrkerne brauchen fünf bis zehn Werktage, danach folgt der schriftliche Befund mit Verfahrensempfehlung und Angebot.

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Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH. Die Bling Bling GmbH ist eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO und kein konzessionierter Baumeister. Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister” konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen, Statik, Gas- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt.