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Fassadensanierung Wiendas Erste, wasvom Haus gesehen wird.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Eine Fassadensanierung in Wien kostet 180 bis 350 Euro pro Quadratmeter an der Straßenseite mit Stuckerhalt, 120 bis 190 Euro pro Quadratmeter an der Hoffassade mit Wärmedämmverbundsystem. Dazu das Gerüst mit 12 bis 22 € je m² und Monat. Bauzeit 2 bis 6 Monate.

Eine Fassadensanierung in Wien kostet 180 bis 350 € pro Quadratmeter an der Straßenseite und 120 bis 190 €/m² an der Hoffassade mit Dämmung. Der Unterschied liegt nicht am Aufwand pro Quadratmeter, sondern an der Auflage: In Schutzzonen wird die Straßenfassade instandgesetzt und der Stuck ergänzt, gedämmt wird an der Hofseite. Dazu kommt das Gerüst mit 12 bis 22 € je m² und Monat bei 2 bis 6 Monaten Standzeit. Im Rahmen einer Sockelsanierung fördert der wohnfonds_wien bis zu 40 % der förderbaren Kosten.
✓ Stuckergänzung nach Abformung✓ WDVS mit THEWOSAN-Förderung✓ Abstimmung mit der MA 19✓ Festpreis ÖNORM B 2110✓ Ein Gerüst für alle Gewerke

Was eine Fassadensanierung in Wien kostet

Richtwerte netto, Stand 2026, verbindlich nach Begehung. Die Spanne erklärt sich aus Stuckanteil, Untergrundzustand und der Frage, ob gedämmt werden darf.

UmfangWas gemacht wirdPreis nettoBauzeit
Anstrich mit AusbesserungReinigen, Risse schließen, zweifach streichen45–90 €/m²3–6 Wochen
Putzsanierung ohne StuckHohlstellen abschlagen, neu verputzen, streichen90–160 €/m²6–10 Wochen
Gründerzeitfassade mit StuckerhaltStuck ergänzen, Faschen, Gesimse, Putz, Anstrich180–350 €/m²3–6 Monate
Hoffassade mit WDVSDämmung 14–20 cm, Armierung, Oberputz120–190 €/m²6–12 Wochen
Innendämmung, wenn außen nicht erlaubtkapillaraktives System, Anschlussdetails130–240 €/m²je Wohnung 1–2 Wochen
Sockelsanierung mit HorizontalsperreSanierputz, Abdichtung, Spritzwasserschutz180–420 €/lfm2–4 Wochen

Einzelpreise, damit Sie ein Angebot prüfen können

PositionEinheitPreis nettoWas dazugehört
Gerüst inkl. Schutznetzm²/Monat12–22 €Auf- und Abbau, Standzeit, Verankerung
Hohlstellen abklopfen und abschlagenm²18–45 €Handarbeit, Entsorgung
Putz neu, zweilagig mineralischm²45–85 €Spritzbewurf, Grundputz, Oberputz
Stuckelement abformen und ergänzenlfm90–260 €Silikonform, Gussteil, Versetzen, Anarbeiten
Gesims instandsetzenlfm110–280 €Bewehrung prüfen, reprofilieren, Abdeckblech
Fensterfaschen nachziehenlfm35–90 €Schablone, Putz, Kantenausbildung
Risse sanieren, kraftschlüssiglfm25–70 €Öffnen, Armierung, Schließen
Fassadenanstrich Silikat oder Silikonharzm²18–38 €Grundierung, zwei Anstriche
WDVS 16 cm EPSm²95–150 €Kleben, Dübeln, Armierung, Oberputz
WDVS 16 cm Mineralwollem²125–190 €nichtbrennbar, höhere Anforderung
Laibungsdämmung an Fensternlfm28–65 €Dämmkeil, Anputzleiste, Dichtband
Fensterbank Aluminiumlfm55–120 €Zuschnitt, Halter, Einbau, Abdichtung
Spengler: Verblechungen an der Fassadelfm60–150 €Gesimsabdeckung, Anschlüsse
Blitzschutz ab- und wieder montierenpsch.1.200–4.000 €über befugten Elektrotechniker, mit Prüfbefund
Taubenabwehrlfm35–90 €Netze oder Spikes an Gesimsen
Parkspurbewilligung und Anrainerinformationpsch.600–2.400 €MA 46, Aushänge, Koordination
Rechenbeispiel · Gründerzeithaus, 420 m² Straßenfassade mit Stuck, 380 m² Hoffassade mit WDVS
Straßenfassade, Stuck, Gesimse98.700 €
Hoffassade WDVS 16 cm53.200 €
Gerüst, 5 Monate beidseitig41.000 €
Spengler, Blitzschutz, Sockel27.400 €

Summe rund 220.300 € netto. Bei einer bewilligten Sockelsanierung mit 35 % Förderung verbleiben etwa 143.000 € – verteilt über ein Verfahren nach § 18 MRG auf zehn bis fünfzehn Jahre eine andere Rechnung als die Rohsumme.

Fassadenschäden und was sie bedeuten

  • Hohl klingender Putz. Der Verbund zum Untergrund ist verloren. Abklopfen zeigt den Umfang – oft ist er größer als die sichtbare Schadstelle.
  • Abplatzungen mit sichtbarem Ziegel. Feuchte ist eingedrungen und hat im Frost gesprengt. Handlungsbedarf vor dem nächsten Winter.
  • Risse. Haarrisse im Putz sind meist harmlos, durchgehende Risse über Stockwerke hinweg deuten auf Bewegungen im Bauwerk – dann gehört der Statiker dazu, bevor verputzt wird.
  • Grünbelag und Algen. Ein Feuchteproblem, meist an schattigen Nordseiten oder unter defekten Rinnen. Überstreichen hilft für zwei Jahre.
  • Salzausblühungen am Sockel. Aufsteigende Feuchte. Ohne Horizontalsperre zerstört sie jeden neuen Putz binnen weniger Jahre – siehe Mauertrockenlegung Wien.
  • Rostfahnen an Gesimsen und Balkonplatten. Die Bewehrung im Beton korrodiert. Das ist kein Putz-, sondern ein Betoninstandsetzungsthema.
  • Abgängiger Stuck. Fehlende Elemente, ausgebrochene Profile, verwitterte Kapitelle. Ergänzbar durch Abformung vorhandener Teile.
  • Feuchte Innenwände an der Außenseite. Häufig Folge defekter Fallrohre oder fehlender Gesimsabdeckungen – die Ursache liegt außen, der Schaden zeigt sich innen.
Der häufigste Fehler bei Wiener Fassaden: streichen statt sanieren. Farbe auf hohlem Putz hält zwei bis drei Jahre. Vor jedem Anstrich gehört die Fläche abgeklopft – das kostet einen halben Tag und entscheidet über die Lebensdauer der ganzen Maßnahme.

Putz und Anstrich: was auf eine Gründerzeitfassade gehört

SystemPreis je m²EigenschaftGeeignet für
Kalkputz55–110 €hoch diffusionsoffen, weich, selbstheilend bei Haarrissenhistorische Fassaden, feuchtebelastetes Mauerwerk
Kalkzementputz45–85 €härter, belastbarer, weniger diffusionsoffenSockelbereiche, stark beanspruchte Flächen
Sanierputz nach WTA55–110 €porös, nimmt Salze auf, bleibt außen trockenSockel mit Salzbelastung
Silikatfarbe22–38 €verkieselt mit dem Untergrund, sehr diffusionsoffenmineralische Putze, Standard im Altbau
Silikonharzfarbe18–32 €wasserabweisend, schmutzabweisendstark bewitterte Flächen, WDVS
Dispersionsfarbe14–26 €filmbildend, wenig diffusionsoffenauf historischen Fassaden ungeeignet

Die Regel für den Altbau lautet: Je weiter außen, desto diffusionsoffener. Eine dichte Dispersionsfarbe auf einem feuchten Gründerzeitmauerwerk sperrt die Feuchte ein und drückt den Putz von innen ab – ein Schaden, der erst nach zwei Wintern sichtbar wird.

Dämmen oder nicht: die entscheidende Frage in Wien

Eine Fassadendämmung senkt den Heizwärmebedarf spürbar und wird gefördert. Bei Gründerzeithäusern in Schutzzonen ist sie zur Straße aber meist nicht zulässig – dort geht es um den Erhalt des Erscheinungsbildes. Die übliche Lösung: Straßenfassade instandsetzen, Hoffassade dämmen.

Außendämmung an der Hoffassade

120 bis 190 €/m² für ein Wärmedämmverbundsystem mit 14 bis 20 cm. Höchste Wirkung, keine Wärmebrücken, THEWOSAN-förderfähig. Der Standardweg, wo er erlaubt ist.

Innendämmung

130 bis 240 €/m², wenn außen nichts geht. Bauphysikalisch anspruchsvoll, weil die Wand danach kälter ist. Nur mit kapillaraktivem System oder geprüfter Dampfbremse, sauberen Laibungs- und Deckenanschlüssen.

Nur Sockel und Kellerdecke

Die günstigste Teilmaßnahme: Kellerdeckendämmung 40 bis 75 €/m², sofort spürbar in den Erdgeschosswohnungen, ohne Eingriff in die Fassade.

Gar nicht dämmen

Eine ehrliche Option bei reich gegliederten Fassaden in Schutzzonen. Dann liegt der Hebel bei Dach, Kellerdecke, Fenstern und Heizung – dort holt man oft mehr heraus als an einer ohnehin dicken Ziegelwand.

Was ein WDVS im Altbau bedeutet

  • Dämmstoff. EPS ist günstiger, Mineralwolle nichtbrennbar und diffusionsoffener. Ab 22 m Gebäudehöhe schreibt die OIB-Richtlinie 2 zusätzliche Brandschutzmaßnahmen vor.
  • Fensterlaibungen. Werden mitgedämmt, sonst bleibt dort eine Wärmebrücke und im Winter Schimmel an der Innenecke. Das ist keine Option, sondern Teil des Systems.
  • Fensterbänke, Rollladenkästen, Balkonanschlüsse müssen mitgeplant werden – nachträglich sind sie kaum sauber zu lösen.
  • Wandabstand zu Nachbargrund. 16 cm Dämmung überschreiten mitunter die Grundgrenze; in Wien gibt es dafür Regelungen, die vorher geklärt gehören.
  • Der Taupunkt wandert nach außen. Das ist der eigentliche Zweck: Die Wand bleibt warm und trocken. Deshalb ist eine halbherzige Dämmung schlechter als keine.

Schutzzone, MA 19 und Denkmalschutz

Große Teile des Wiener Gründerzeitbestands liegen in Schutzzonen. Dort beurteilt die MA 19 jede vom öffentlichen Raum sichtbare Veränderung: Putzstruktur, Farbe, Gliederung, Fenster, Dachaufbauten, Werbung. Steht das Haus zusätzlich unter Denkmalschutz, kommt das Bundesdenkmalamt dazu.

  • Die Farbe ist nicht frei wählbar. Häufig wird ein Befund verlangt: Freilegung historischer Farbschichten, daraus die Farbwahl. Das kostet 800 bis 2.500 € und dauert zwei bis vier Wochen.
  • Stuck wird ergänzt, nicht ersetzt. Abformung vorhandener Elemente, Guss, Versetzen – keine Katalogware.
  • Vorlauf einplanen. Zwei bis vier Monate zwischen Einreichung und Freigabe sind normal. Wer erst das Gerüst stellt und dann fragt, zahlt Standzeit.
  • Hofseite ist anders. Dort ist Dämmung meist zulässig, weil das Erscheinungsbild vom öffentlichen Raum nicht berührt wird.

Ablauf einer Fassadensanierung

1 · Begehung und AbklopfenDie gesamte Fläche wird abgeklopft, Hohlstellen markiert und aufgemessen. Erst danach lässt sich der Putzanteil kalkulieren – vorher ist jede Zahl geschätzt.
2 · AbklärungenSchutzzone mit der MA 19, gegebenenfalls Farbbefund, Statik bei durchgehenden Rissen, Förderfähigkeit über THEWOSAN oder Sockelsanierung.
3 · Gerüst und AnrainerGerüst mit Staubschutznetz, Parkspurbewilligung der MA 46, Gehsteigschutz, Aushang im Stiegenhaus, Information der Nachbarn.
4 · Abschlagen und ReinigenHohlstellen entfernen, Untergrund reinigen, lose Teile abnehmen. Jetzt zeigt sich der wahre Umfang – Mehrmengen werden hier besprochen, nicht später verrechnet.
5 · Stuck und GesimseAbformen, gießen, versetzen, anarbeiten. Der zeitaufwendigste Teil einer Gründerzeitfassade und der, den man später am deutlichsten sieht.
6 · PutzSpritzbewurf, Grundputz, Oberputz – lagenweise mit Standzeiten. Kalkputz braucht Zeit, das lässt sich nicht beschleunigen.
7 · Spengler und BlitzschutzGesimsabdeckungen, Fensterbänke, Anschlüsse. Der Blitzschutz wird über einen befugten Elektrotechniker ab- und wieder montiert, mit Prüfbefund.
8 · AnstrichGrundierung und zwei Anstriche, bei Witterung über 5 °C und nicht in praller Sonne. Farbe nach Freigabe der MA 19.
9 · AbnahmeGemeinsame Begehung vom Gerüst aus, bevor es abgebaut wird – danach kommt niemand mehr hin. Abnahmeprotokoll, Fotodokumentation, Entsorgungsnachweise.

Die acht teuersten Fehler bei Fassadensanierungen

  • Streichen ohne Abklopfen. Farbe auf hohlem Putz hält zwei bis drei Jahre, dann fällt beides herunter.
  • Dispersionsfarbe auf Altbauputz. Sperrt Feuchte ein und drückt den Putz ab.
  • Sockel ohne Horizontalsperre sanieren. Aufsteigende Feuchte zerstört den neuen Putz binnen zweier Winter.
  • Risse überspachteln statt kraftschlüssig sanieren. Der Riss kommt an derselben Stelle wieder.
  • Fensterlaibungen bei der Dämmung auslassen. Wärmebrücke bleibt, Schimmel an der Innenecke folgt.
  • Gerüst zu früh aufstellen. Bei 800 m² Gerüstfläche kostet jeder zusätzliche Monat bis zu 17.600 €.
  • Fenster später tauschen. Dann steht das Gerüst ein zweites Mal – oder die neuen Fenster werden in die frische Fassade eingesetzt.
  • Ohne MA-19-Abklärung beginnen. Rückbau auf eigene Kosten, dazu ein Verfahren.

So prüfen Sie ein Fassadenangebot

Wie viel Putzfläche ist angesetzt?Seriöse Angebote nennen einen Prozentsatz an abzuschlagender Fläche mit Einheitspreis für Mehrmengen. „Putz nach Bedarf" ist keine Kalkulation.
Ist der Stuck einzeln ausgewiesen?Laufmeter je Profiltyp, Abformung, Guss, Versetzen. Der Posten entscheidet bei Gründerzeitfassaden über ein Drittel der Summe.
Welches Farbsystem?Silikat oder Silikonharz mit Produktangabe. Dispersionsfarbe gehört auf keine Altbaufassade.
Gerüst: Fläche, Standzeit, Verlängerung?Und wer zahlt, wenn sich die Bauzeit durch Witterung verschiebt.
Sind Spengler und Blitzschutz enthalten?Zwei Positionen, die regelmäßig fehlen und dann als Nachtrag kommen.
Wer klärt die MA 19?Und was passiert, wenn die Farbe nicht freigegeben wird.
Wie wird entsorgt?Putzabschlag ist Bauabfall mit Nachweis. Bei Verdacht auf alte Anstriche mit Schadstoffen gehört eine Beprobung dazu.
Gewährleistung und Haftpflicht?Drei Jahre auf die Bauleistung. Bei Arbeiten über öffentlichem Grund Haftpflicht mindestens 3 Mio. €.

Förderung und Kostentragung

FallWer zahlt oder fördertGrundlage
Mietshaus, Fassade schadhaftVermieter, aus der MietzinsreserveErhaltungspflicht nach § 3 MRG
Reserve reicht nichtRefinanzierung über erhöhte HauptmietzinseVerfahren nach § 18 MRG
WohnungseigentumEigentümergemeinschaft, aus der RücklageFassade ist allgemeiner Teil
Thermische VerbesserungZuschuss der Stadt WienTHEWOSAN, Nachweis über Energieausweis
Fassade im Rahmen der Haussanierungbis 40 % der förderbaren KostenSockelsanierung über den wohnfonds_wien
Denkmalgeschütztes Objektzusätzliche Mittel möglichBundesdenkmalamt, eigene Einreichung

Der Förderantrag muss vor Baubeginn gestellt und bewilligt sein. Wer vorher beginnt, verliert den Anspruch vollständig – bei 220.000 € Bausumme sind das schnell 70.000 €.

Für wen wir Fassaden sanieren

Hausverwaltungen

Fassade im Zuge der Sockelsanierung, koordiniert mit Dach, Fenstern und Balkonen. Ein Gerüst für alle Gewerke, prüffähiges Leistungsverzeichnis, wöchentliche Fotoberichte.

Zinshaus-Eigentümer

Straßenfassade instandsetzen, Hoffassade dämmen, Förderung ausschöpfen. Abstimmung mit MA 19 und wohnfonds_wien aus einer Hand.

Eigentümergemeinschaften

Beschlussfähige Unterlagen mit Varianten und Kostenfolgen, damit die Versammlung entscheiden kann statt zu vertagen.

Eigenheimbesitzer

Fassade mit Dämmung, Fenstern und Sockel in einem Zug. Klarer Preis, eine Baustelle, ein Ansprechpartner.

Wann Sie uns nicht brauchen

Wenn der Putz überall fest sitzt und nur die Farbe verblasst ist, reicht ein Malerbetrieb mit Gerüst – das kostet 45 bis 90 € je Quadratmeter statt 180. Wenn in zwei Jahren ohnehin das Dach ansteht, warten Sie und machen beides gemeinsam: Das Gerüst steht dann nur einmal. Und wenn die Fassade Risse über mehrere Stockwerke zeigt, brauchen Sie zuerst einen Statiker und keinen Verputzer – wir sagen Ihnen das bei der Begehung, auch wenn wir damit einen Auftrag verschieben.

Häufige Fragen zur Fassadensanierung in Wien

Was kostet eine Fassadensanierung in Wien?
180 bis 350 € pro Quadratmeter an der Straßenseite mit Stuckerhalt, 120 bis 190 €/m² an der Hoffassade mit Wärmedämmverbundsystem. Ein reiner Anstrich mit Ausbesserung liegt bei 45 bis 90 €/m². Dazu kommt immer das Gerüst.
Was kostet die Fassadensanierung eines Zinshauses?
Bei 420 m² Straßenfassade mit Stuck und 380 m² Hoffassade mit Dämmung rund 220.000 € netto inklusive Gerüst, Spengler und Blitzschutz. Mit 35 % Förderung über eine bewilligte Sockelsanierung verbleiben etwa 143.000 €.
Warum ist die Straßenfassade teurer als die Hoffassade?
Nicht wegen des Aufwands pro Quadratmeter, sondern wegen der Gliederung: Stuck, Gesimse, Faschen und Kapitelle müssen abgeformt, gegossen, versetzt und angearbeitet werden. Die Hoffassade ist meist glatt und kann gedämmt werden.
Was kostet das Gerüst?
12 bis 22 € je Quadratmeter Gerüstfläche und Monat. Bei 800 m² Gerüstfläche und fünf Monaten Standzeit sind das 48.000 bis 88.000 € – ein eigener Kostenblock, der ausgewiesen gehört und nicht in einer Pauschale verschwinden darf.
Warum sollte ich Dach, Fassade und Fenster gemeinsam machen?
Weil das Gerüst nur einmal steht. Bei getrennter Vergabe zahlen Sie es zwei- oder dreimal, dazu Baustelleneinrichtung und Anrainerinformation. In einem realen Fall kostete das nachgeholte Gerüst allein 38.000 €.
Wie lange dauert eine Fassadensanierung?
Anstrich mit Ausbesserung 3 bis 6 Wochen, Putzsanierung 6 bis 10 Wochen, Gründerzeitfassade mit Stuck 3 bis 6 Monate. Dazu kommen 2 bis 4 Monate Vorlauf für die Abklärung mit der MA 19.
Kann im Winter an der Fassade gearbeitet werden?
Putz- und Malerarbeiten brauchen Temperaturen über 5 °C und dürfen nicht bei Frost ausgeführt werden. Abschlagen, Gerüstaufbau und Stuckwerkstattarbeiten gehen ganzjährig. Wir planen das ein, statt einen Termin zu versprechen, der nur bei Idealwetter hält.
Woran erkenne ich, dass die Fassade saniert werden muss?
Hohl klingender Putz beim Abklopfen, Abplatzungen mit sichtbarem Ziegel, durchgehende Risse, Grünbelag, Salzausblühungen am Sockel, Rostfahnen an Gesimsen und fehlende Stuckteile. Der aussagekräftigste Test ist das Abklopfen – oft ist die Schadfläche größer als sichtbar.
Reicht ein neuer Anstrich?
Nur wenn der Putz überall fest sitzt. Farbe auf hohlem Putz hält zwei bis drei Jahre, dann fällt beides herunter. Deshalb gehört vor jedem Angebot die Fläche abgeklopft – das kostet einen halben Tag.
Was bedeuten Risse in der Fassade?
Haarrisse im Putz sind meist harmlos und werden im Zuge der Sanierung geschlossen. Durchgehende Risse über mehrere Stockwerke deuten auf Bewegungen im Bauwerk – Setzungen, Fundamentprobleme oder eine überlastete Decke. Dann gehört ein Statiker dazu, bevor verputzt wird.
Welche Farbe darf ich wählen?
In Schutzzonen entscheidet die MA 19. Häufig wird ein Farbbefund verlangt: historische Farbschichten werden freigelegt und dokumentiert, daraus ergibt sich die zulässige Farbgebung. Der Befund kostet 800 bis 2.500 € und dauert zwei bis vier Wochen.
Welche Fassadenfarbe hält am längsten?
Silikatfarbe verkieselt mit dem mineralischen Untergrund und hält 15 bis 25 Jahre, Silikonharzfarbe ist wasserabweisender und hält ähnlich lang. Dispersionsfarbe ist günstiger, filmbildend und für Altbaufassaden ungeeignet, weil sie Feuchte einsperrt.
Was ist der Unterschied zwischen Kalkputz und Kalkzementputz?
Kalkputz ist weicher, hoch diffusionsoffen und heilt Haarrisse teilweise selbst – ideal für historisches Mauerwerk. Kalkzementputz ist härter und belastbarer, aber weniger diffusionsoffen. Am Sockel Kalkzement, in der Fläche Kalk: das ist die übliche Aufteilung.
Kann der Stuck erhalten werden?
In den meisten Fällen ja. Erhaltene Elemente werden gereinigt und gefestigt, fehlende durch Abformung vorhandener Teile ergänzt: Silikonform, Guss, Versetzen, Anarbeiten – 90 bis 260 € je Laufmeter. Fertigteile aus dem Katalog passen nie exakt und sehen später auch so aus.
Was kostet die Stuckergänzung insgesamt?
Bei einer reich gegliederten Gründerzeitfassade ein Drittel bis die Hälfte der Fassadensumme. Deshalb gehört sie als eigene Position mit Laufmetern je Profiltyp ins Angebot, nicht in eine Pauschale.
Fassadensanierung: Darf ich die Straßenfassade dämmen?
In Schutzzonen in der Regel nicht, weil die Gliederung verloren ginge. Bei schmucklosen Fassaden außerhalb von Schutzzonen ist es möglich. Die verbindliche Auskunft gibt die MA 19 – und zwar bevor die Kostenschätzung steht.
Was kostet ein Wärmedämmverbundsystem?
95 bis 150 €/m² mit EPS, 125 bis 190 €/m² mit Mineralwolle, jeweils 16 cm inklusive Kleben, Dübeln, Armierung und Oberputz. Dazu Laibungsdämmung mit 28 bis 65 € je Laufmeter und neue Fensterbänke.
EPS oder Mineralwolle?
EPS ist günstiger und leichter zu verarbeiten. Mineralwolle ist nichtbrennbar und diffusionsoffener – ab 22 m Gebäudehöhe verlangt die OIB-Richtlinie 2 ohnehin zusätzliche Brandschutzmaßnahmen. Bei Zinshäusern mit fünf und mehr Geschossen ist Mineralwolle häufig die Vorgabe.
Fassadensanierung: Wie dick soll gedämmt werden?
14 bis 20 cm. Darunter lohnt sich der Aufwand kaum, darüber wird der Zugewinn gering. Für die THEWOSAN-Förderung ist der nachgewiesene U-Wert maßgeblich, nicht die Zentimeterzahl – den rechnet der Energieausweis.
Müssen die Fensterlaibungen mitgedämmt werden?
Ja, zwingend. Bleibt die Laibung ungedämmt, entsteht dort eine Wärmebrücke, und an der Innenecke bildet sich im Winter Schimmel. Das ist keine Sparoption, sondern Teil des Systems.
Was ist mit Innendämmung?
Möglich, wenn außen nichts geht: 130 bis 240 €/m². Bauphysikalisch anspruchsvoller, weil die Wand danach kälter ist. Nur mit kapillaraktivem System oder geprüfter Dampfbremse und sauberen Anschlüssen an Laibungen und Decken – sonst entsteht Schimmel hinter der Dämmung.
Lohnt sich die Dämmung wirtschaftlich?
An der Hoffassade mit Förderung in der Regel ja, besonders bei ungedämmten Ziegelwänden. Bei reich gegliederten Schutzzonenfassaden liegt der bessere Hebel oft bei Dach, Kellerdecke und Fenstern – das rechnen wir vorher durch, statt eine Dämmung zu verkaufen, die sich nicht trägt.
Was passiert mit dem Blitzschutz?
Er wird vor dem Gerüstbau demontiert und nach der Sanierung neu montiert, über einen befugten Elektrotechniker und mit Prüfbefund. Kosten 1.200 bis 4.000 €. Diese Position fehlt in Angeboten regelmäßig und kommt dann als Nachtrag.
Was ist mit Tauben und Vogelschutz?
Gesimse und Fensterbänke sind beliebte Sitzplätze; der Kot ist aggressiv und schädigt Putz und Blech. Netze oder Spikes kosten 35 bis 90 € je Laufmeter und werden im Zuge der Sanierung montiert, solange das Gerüst steht.
Wird der Sockel mitgemacht?
Sinnvollerweise ja. Der Sockel ist der am stärksten belastete Bereich: Spritzwasser, Streusalz, aufsteigende Feuchte. Ohne Sanierputz und gegebenenfalls Horizontalsperre zerstört Feuchte den neuen Putz binnen weniger Winter.
Was tun bei Salzausblühungen am Sockel?
Sie zeigen aufsteigende Feuchte. Vor der Fassadensanierung gehört eine Horizontalsperre gesetzt, 180 bis 420 € je Laufmeter. Wer nur neu verputzt, hat in zwei Jahren dasselbe Bild – siehe Mauertrockenlegung.
Was kostet eine Fassadenreinigung?
8 bis 25 €/m² je nach Verfahren. Bei historischen Fassaden nur mit schonenden Verfahren – Niederdruck, Heißwasser, Partikelstrahlen mit weichem Medium. Hochdruck zerstört weichen Kalkputz und historische Oberflächen.
Kann Graffiti entfernt werden?
Ja, je nach Untergrund und Alter 25 bis 80 €/m². Auf mineralischem Putz ist es aufwendiger als auf beschichteten Flächen. Eine Graffitischutzbeschichtung im Sockelbereich kostet 15 bis 35 €/m² und macht spätere Entfernungen deutlich einfacher.
Fassadensanierung: Brauche ich eine Baubewilligung?
Für die Instandsetzung in gleicher Art in der Regel nicht. Bewilligungspflichtig wird es bei Änderung des Erscheinungsbildes, bei Wärmedämmung, die über die Grundgrenze reicht, und in Schutzzonen. Einreichung über einen konzessionierten Partnerbetrieb nach § 94 Z 5 GewO.
Was ist bei der Parkspur und dem Gehsteig zu beachten?
Gerüst und Container auf öffentlichem Grund brauchen eine Bewilligung der MA 46, dazu Gehsteigschutz und Beleuchtung. Kosten und Verfahren 600 bis 2.400 €. Ohne Bewilligung droht die Räumung auf eigene Kosten.
Wie werden die Bewohner beeinträchtigt?
Das Gerüst verdunkelt Wohnungen und schränkt die Nutzung von Balkonen ein, Lärm entsteht beim Abschlagen. Fenster bleiben geschlossen, solange gearbeitet wird. Wir kündigen Abschnitte im Stiegenhaus an und halten Fluchtwege frei.
Können Mieter den Mietzins mindern?
Bei erheblicher Beeinträchtigung ja – Gerüst vor dem Fenster, Lärm, verdunkelte Räume. Realistisch sind 5 bis 15 % der Jahresmiete während der Bauphase. Gute Ankündigung und kurze Abschnitte senken diesen Posten spürbar.
Ist das Gerüst ein Einbruchsrisiko?
Ja, das ist ein realer Punkt. Üblich sind Gerüstalarm, abnehmbare Aufstiegsleitern im Erdgeschoss und Bauzaun. Weisen Sie Ihre Versicherung auf das Gerüst hin – manche Polizzen verlangen das.
Wer zahlt die Fassadensanierung im Mietshaus?
Die Fassade ist Erhaltung nach § 3 MRG und damit Sache des Vermieters, zu decken aus der Mietzinsreserve. Reicht diese nicht, ist die Refinanzierung über ein Verfahren nach § 18 MRG möglich, verteilt auf zehn bis fünfzehn Jahre.
Fassadensanierung: Wer zahlt im Wohnungseigentum?
Die Fassade ist allgemeiner Teil der Liegenschaft. Die Sanierung wird in der Eigentümerversammlung beschlossen und aus der Rücklage finanziert. Für die Beschlussfassung liefern wir ein prüffähiges Leistungsverzeichnis mit Varianten und Kostenfolgen.
Fassadensanierung: Welche Förderungen gibt es?
THEWOSAN für thermische Maßnahmen mit Nachweis über den Energieausweis, dazu die Sockelsanierung über den wohnfonds_wien mit bis zu 40 % der förderbaren Kosten. Bei denkmalgeschützten Objekten sind zusätzliche Mittel über das Bundesdenkmalamt möglich.
Fassadensanierung: Wann muss der Förderantrag gestellt werden?
Vor Auftragsvergabe und Baubeginn, mit vorliegender Bewilligung. Wer vorher beginnt, verliert den Anspruch vollständig. Bei 220.000 € Bausumme sind das schnell 70.000 €.
Was passiert, wenn beim Abschlagen mehr Schaden auftaucht?
Wir stoppen, dokumentieren und legen ein Nachtragsangebot vor. Deshalb steht im Angebot ein angenommener Prozentsatz an abzuschlagender Fläche mit Einheitspreis für Mehrmengen – so wissen Sie vorher, was Mehraufwand kostet.
Wie lange hält eine sanierte Fassade?
Putz 30 bis 50 Jahre, Anstrich 15 bis 25 Jahre, ein Wärmedämmverbundsystem 30 bis 40 Jahre. Entscheidend ist, dass Sockel und Anschlüsse stimmen – dort beginnt der nächste Schaden, nicht in der Fläche.
Wie pflege ich die Fassade?
Rinnen und Fallrohre jährlich kontrollieren, Bewuchs am Sockel entfernen, Schäden an Gesimsabdeckungen früh beheben. Die meisten Fassadenschäden beginnen mit einem defekten Fallrohr oder einer fehlenden Abdeckung, nicht mit dem Putz selbst.
Können Fenster gleichzeitig getauscht werden?
Das ist der richtige Zeitpunkt: Das Gerüst steht, die Laibungen werden ohnehin angearbeitet, und bei einer Dämmung wird der Anschluss sauber gelöst. Später eingebaute Fenster erfordern, dass die frische Fassade wieder geöffnet wird.
Was ist mit Balkonen an der Fassade?
Sie gehören in dieselbe Baustelle. Rostfahnen an Balkonplatten zeigen korrodierte Bewehrung – das ist Betoninstandsetzung, nicht Putzarbeit. Details auf Balkonsanierung Wien.
Kann eine Fassadenbegrünung angebracht werden?
Bodengebundene Begrünung mit Rankhilfe ja, wandgebundene Systeme brauchen Statik, Bewässerung und Wartung. In Schutzzonen entscheidet die MA 19. Direkter Bewuchs auf dem Putz ist ungünstig, weil Haftwurzeln in Risse wachsen.
Machen Sie auch einzelne Fassadenflächen?
Ja, etwa eine schadhafte Hoffassade oder einen Sockel. Ab etwa 100 m² ist das wirtschaftlich sinnvoll. Darunter tragen Gerüst und Baustelleneinrichtung den Preis überproportional – das sagen wir Ihnen offen.
Fassadensanierung: Führt Skyline Bau die Arbeiten selbst aus?
Putz, Malerei, Dämmung, Gerüstkoordination und Bauleitung machen unsere eigenen Leute. Spengler, Blitzschutz, Statik und Einreichung laufen über konzessionierte Partnerbetriebe, die im Angebot namentlich stehen.
Fassadensanierung: Gibt es einen Festpreis?
Ja, nach Begehung und Abklopfen der Fläche, als Leistungsverzeichnis nach ÖNORM B 2110 mit Positionen, Mengen, angenommenem Putzanteil, ausdrücklichen Ausschlüssen, Bauzeitplan und Zahlungsplan nach Baufortschritt.
Fassadensanierung: Welche Gewährleistung gibt es?
Drei Jahre nach § 933 ABGB auf die Bauleistung. Bau-Haftpflicht 3 Mio. €, Nachweis vor Auftragsbeginn – bei Arbeiten über öffentlichem Grund ein Punkt, den Sie sich zeigen lassen sollten.
Fassadensanierung: Wie schnell bekomme ich ein Angebot?
Begehung binnen fünf Werktagen, Angebot innerhalb von zwei Werktagen danach. Bei Schutzzonenobjekten kommt die Abklärung mit der MA 19 dazu, die zwei bis vier Monate dauern kann – das sagen wir vorher, nicht nachher.

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