Fundamentverstärkung Wienwenn das HausRisse bekommt.
Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.
Eine Fundamentverstärkung in Wien kostet 900 bis 2.800 Euro pro Laufmeter. Unterfangung in Abschnitten 1.200–2.800 €/lfm, Bodenverfestigung durch Injektion 450–1.400 €/lfm, Rissverpressung 180–450 €/lfm. Statik und Beweissicherung sind immer dabei.
Was eine Fundamentverstärkung in Wien kostet
Richtwerte netto, Stand 2026, verbindlich nach Baugrunduntersuchung und statischer Beurteilung.
| Verfahren | Wogegen es hilft | Preis netto | Bauzeit |
|---|---|---|---|
| Rissverpressung | Risse ohne fortschreitende Bewegung | 180–450 €/lfm | 2–5 Tage |
| Bodenverfestigung durch Injektion | lockerer oder ausgespülter Untergrund | 450–1.400 €/lfm | 1–2 Wochen |
| Unterfangung, konventionell | zu flache oder überlastete Fundamente | 1.200–2.800 €/lfm | 3–8 Wochen |
| Düsenstrahlverfahren | beengte Verhältnisse, hoher Grundwasserstand | 1.800–3.500 €/lfm | 2–5 Wochen |
| Mikropfähle | Lastabtrag in tiefere tragfähige Schichten | 280–650 €/Stk. | 2–6 Wochen |
| Bodenplatte verstärken | Setzungen im Inneren, Kellerboden | 180–420 €/m² | 2–4 Wochen |
Vorleistungen und Nebenkosten
| Position | Einheit | Preis netto | Was dazugehört |
|---|---|---|---|
| Baugrunduntersuchung | psch. | 1.800–5.000 € | Kernbohrungen, Laborwerte, geotechnischer Bericht |
| Statische Beurteilung und Bemessung | psch. | 1.500–6.000 € | Bestandsaufnahme, Berechnung, Ausführungsplan |
| Beweissicherung Nachbarbebauung | psch. | 800–3.500 € | Fotos, Rissprotokoll, Aufnahme durch Sachverständigen |
| Rissmonitore setzen und auswerten | Stk. | 120–350 € | Gipsmarken oder Messuhren, Ablesung über Wochen |
| Erschütterungsmessung | Monat | 450–1.200 € | bei empfindlicher Nachbarbebauung |
| Einreichung MA 37 | psch. | 1.200–4.000 € | über konzessionierten Partnerbetrieb |
| Aushub im Inneren, Handarbeit | m³ | 90–180 € | kein Maschineneinsatz möglich, Abtransport in Kübeln |
| Wasserhaltung bei hohem Grundwasser | Woche | 600–2.200 € | Pumpen, Filterbrunnen, Ableitung |
| Abdichtung nach der Unterfangung | m² | 250–500 € | erdberührte Flächen, wenn ohnehin offen |
| Wiederherstellung Oberflächen | psch. | nach Aufwand | Estrich, Putz, Boden, Hof |
Summe rund 55.000 € netto. Der Anteil der Vorleistungen wirkt hoch – ohne sie würde man aber blind arbeiten, und eine falsch angesetzte Unterfangung verschlimmert die Setzung, statt sie zu stoppen.
Woran Sie erkennen, dass das Fundament das Problem ist
Nicht jeder Riss ist ein Fundamentschaden. Diese Zeichen deuten auf Bewegungen im Untergrund hin – die letzten drei bedeuten sofortigen Handlungsbedarf.
- Diagonale Risse über Fenster- und Türecken, meist im Winkel von etwa 45 Grad. Der klassische Setzungsriss.
- Risse, die sich nach oben verjüngen oder verbreitern. Die Richtung zeigt, wo sich das Gebäude senkt.
- Risse über mehrere Geschosse, die durchgehend verlaufen. Ein Putzriss endet an der Geschossdecke, ein Setzungsriss nicht.
- Türen und Fenster klemmen, obwohl nichts daran verändert wurde – besonders wenn es über Monate schlimmer wird.
- Schiefe Böden, die sich mit der Wasserwaage nachweisen lassen und früher nicht schief waren.
- Risse breiter als 2 mm, die sich weiter öffnen. Das ist keine Beobachtungssache mehr.
- Abgesetzte Gebäudeteile, Versatz an der Fassade, klaffende Fugen an Anbauten.
- Risse nach Baustelle in der Nachbarschaft. Aushub, Baugrube oder Rammarbeiten nebenan – hier zählt sofortige Dokumentation.
Die Verfahren im Einzelnen
Unterfangung nach ÖNORM B 4433
Das Fundament wird abschnittsweise untergraben und der Hohlraum mit Beton verfüllt, sodass es tiefer und breiter aufsteht. Gearbeitet wird in Abschnitten von 1,0 bis 1,5 m, nie zusammenhängend – jeder zweite oder dritte Abschnitt zuerst, nach dem Aushärten die dazwischen. Das ist die sicherste und dauerhafteste Lösung und zugleich die aufwendigste.
Bodenverfestigung durch Injektion
In den Untergrund wird über Lanzen ein Harz oder eine Zementsuspension eingebracht, die den Boden verdichtet und verfestigt. Geeignet bei lockerem, ausgespültem oder gering tragfähigem Untergrund, wenn das Fundament selbst in Ordnung ist. Deutlich schneller und günstiger als eine Unterfangung, aber nicht in jedem Baugrund wirksam – das entscheidet die Untersuchung.
Düsenstrahlverfahren
Mit hohem Druck wird der Boden aufgeschnitten und mit Zementsuspension vermischt; es entstehen tragfähige Säulen unter dem Fundament. Möglich auch bei beengten Verhältnissen und hohem Grundwasserstand. Technisch anspruchsvoll, teurer, aber oft die einzige Lösung in dicht bebauten Lagen.
Mikropfähle
Schlanke Pfähle werden durch die weichen Schichten bis in tragfähigen Untergrund geführt und übernehmen die Last. Sinnvoll, wenn die tragfähige Schicht tief liegt und eine Unterfangung zu aufwendig wäre. Auch von innen ausführbar, mit kleinem Gerät.
Rissverpressung
Risse im Mauerwerk oder Beton werden mit Injektionspackern versehen und mit Harz oder Zementleim kraftschlüssig verfüllt. Das stellt den Verbund wieder her – aber nur, wenn die Bewegung zum Stillstand gekommen ist. Auf einen aktiven Setzungsriss aufgebracht, reißt er neben der Verpressung wieder auf.
Fünf Besonderheiten beim Wiener Baugrund
1. Gründerzeitfundamente sind flach
Viele Wiener Zinshäuser stehen auf Streifenfundamenten aus Bruchstein oder Stampfbeton, oft nur 60 bis 100 cm tief und ohne Bewehrung. Sie waren für die damalige Last bemessen – nicht für zusätzliche Geschosse, schwerere Böden oder eine Nachbarbaugrube.
2. Der Untergrund wechselt kleinräumig
Wien liegt auf Schotterterrassen der Donau, Tegel und Anschüttungen – teils innerhalb eines Grundstücks unterschiedlich. Ein Haus kann vorne auf Schotter und hinten auf Anschüttung stehen. Genau das erzeugt ungleichmäßige Setzungen, und genau deshalb ist die Baugrunduntersuchung nicht verhandelbar.
3. Alte Kriegsschäden und Verfüllungen
In Teilen der Stadt wurden Bombentrichter und Kellerräume mit Bauschutt verfüllt. Diese Verfüllungen sacken über Jahrzehnte nach. Der Befund zeigt sich dann als Setzung ohne erkennbaren Auslöser.
4. Baugruben in der Nachbarschaft
Ein Aushub neben einem Gründerzeithaus entzieht dem Fundament seitliche Stützung. Deshalb ist die Beweissicherung vor Beginn einer Nachbarbaustelle Ihr wichtigstes Beweismittel – Fotos und Rissprotokoll mit Datum, am besten durch einen Sachverständigen.
5. Kein Platz für Maschinen
Innerhalb des Hauses wird von Hand ausgehoben und in Kübeln abtransportiert, 90 bis 180 € je Kubikmeter. Im Innenhof ohne Zufahrt gilt dasselbe. Das ist der Grund, warum die Erdarbeiten bei innerstädtischen Unterfangungen einen so großen Anteil ausmachen.
Ablauf einer Fundamentverstärkung
Nachbarschaft und Haftung
- Beweissicherung vor Baubeginn ist Pflichtprogramm, nicht Kür. Ohne sie lässt sich später nicht klären, welcher Riss neu ist – und im Zweifel haftet der Bauherr.
- Der Nachbar muss informiert werden, wenn in Grenznähe gearbeitet wird. Bei Eingriffen, die seinen Grund berühren, braucht es seine Zustimmung.
- Erschütterungsmessung bei empfindlicher Nachbarbebauung, 450 bis 1.200 € im Monat. Sie schützt beide Seiten.
- Bau-Haftpflicht mindestens 3 Mio. €. Bei Arbeiten am Fundament in geschlossener Bebauung ist das keine Formalie – lassen Sie sich die Polizze vor Auftragsbeginn zeigen.
- Wenn die Nachbarbaustelle der Auslöser war, dokumentieren Sie sofort: Fotos mit Datum, Rissmonitore, schriftliche Mitteilung an Bauherrn und Bauführer. Je früher, desto belastbarer.
Die acht Fehler, die bei Fundamentschäden am teuersten sind
- Risse zuspachteln und abwarten. Der Riss kommt wieder, und die Zeit arbeitet gegen das Haus.
- Ohne Baugrunduntersuchung unterfangen. Das falsche Verfahren im falschen Boden verschlimmert die Setzung.
- Durchgehend statt abschnittsweise arbeiten. Der schwerste Ausführungsfehler überhaupt – das Gebäude verliert seine Auflagerung.
- Keine Beweissicherung beim Nachbarn. Jeder vorhandene Riss wird später Ihnen zugerechnet.
- Rissverpressung bei aktiver Bewegung. Der Riss öffnet sich daneben erneut.
- Wasserhaltung unterschätzt. Bei hohem Grundwasser läuft die Baugrube voll und der Aushub wird unmöglich.
- Abdichtung nicht mitgemacht. Die Flächen sind offen – ein zweites Mal aufzugraben kostet ein Vielfaches.
- Keine Nachkontrolle. Ohne Messung nach sechs und zwölf Monaten fehlt der Nachweis, dass die Bewegung gestoppt wurde.
Für wen wir arbeiten
Zinshaus-Eigentümer
Setzungen an Gründerzeithäusern, oft im Zuge einer Sockelsanierung. Statik, Verfahren und Wiederherstellung aus einer Hand.
Hausverwaltungen
Dokumentierte Beweissicherung, prüffähiges Leistungsverzeichnis für die Eigentümerversammlung, Monitoring mit Protokollen.
Eigenheimbesitzer
Risse nach Setzung, Anbau oder Nachbarbaustelle – von der Beobachtung bis zur dauerhaften Lösung.
Vor Umbau oder Aufstockung
Wenn das Haus schwerer wird, wird das Fundament zum Thema. Prüfung und Ertüchtigung vor der Planung, nicht danach.
Wann Sie uns nicht brauchen
Ein Haarriss im Putz, der sich seit Jahren nicht verändert, ist kein Fundamentschaden – das ist Putzarbeit. Wenn Sie unsicher sind, setzen Sie Rissmonitore und beobachten Sie vier bis acht Wochen; das kostet ein paar hundert Euro und beantwortet die Frage. Und wenn gerade nebenan eine Baugrube ausgehoben wird, brauchen Sie zuerst eine Beweissicherung und keinen Bauunternehmer – erst wenn sich etwas bewegt, wird es unsere Baustelle.
Häufige Fragen zur Fundamentverstärkung in Wien
Was kostet eine Fundamentverstärkung?
Was kostet eine Unterfangung für ein ganzes Haus?
Warum sind die Vorleistungen so teuer?
Woran erkenne ich einen Setzungsriss?
Ab welcher Rissbreite wird es kritisch?
Was sind Rissmonitore?
Wie lange muss ich beobachten?
Was ist eine Unterfangung?
Warum wird abschnittsweise gearbeitet?
Kann ich während der Arbeiten im Haus bleiben?
Was ist eine Bodenverfestigung?
Was ist das Düsenstrahlverfahren?
Was sind Mikropfähle?
Hilft Rissverpressung allein?
Brauche ich einen Statiker?
Fundamentverstärkung: Brauche ich eine Baubewilligung?
Was ist eine Baugrunduntersuchung?
Warum setzt sich mein Haus überhaupt?
Kann ein undichter Kanal die Ursache sein?
Was tun, wenn nebenan eine Baugrube entsteht?
Wer haftet, wenn die Nachbarbaustelle den Schaden verursacht hat?
Zahlt meine Versicherung?
Fundamentverstärkung: Wer zahlt im Wohnungseigentum?
Fundamentverstärkung: Wer zahlt im Mietshaus?
Wie lange dauert eine Unterfangung?
Kann im Winter gearbeitet werden?
Was passiert, wenn sich während der Arbeiten etwas bewegt?
Gibt es eine Nachkontrolle?
Kann ich danach aufstocken oder das Dachgeschoss ausbauen?
Wird gleich abgedichtet, wenn schon gegraben wird?
Fundamentverstärkung: Führt Skyline Bau die Arbeiten selbst aus?
Fundamentverstärkung: Gibt es einen Festpreis?
Fundamentverstärkung: Wie schnell bekomme ich einen Termin?
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Rechtlicher Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH — eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO, GISA-Zahl im Impressum. Sie ist kein konzessionierter Baumeister.
Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister” ausschließlich konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen (§ 94 Z 5), Elektrotechnik (§ 94 Z 16), Gas- und Sanitärtechnik (§ 94 Z 25), Fliesenlegen (§ 94 Z 38) — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt. Deren Befugnisnachweis erhalten Sie auf Wunsch vor Vertragsabschluss.
Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH. Die Bling Bling GmbH ist eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO und kein konzessionierter Baumeister. Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister” konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen, Statik, Gas- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt.