Höhenarbeit Wienkein Gerüst,keine Wochen Standzeit.
Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.
Höhenarbeit in Seilzugangstechnik kostet in Wien 1.400 bis 2.600 Euro pro Tag für ein Zweierteam. Für punktuelle Arbeiten an Fassade, Dach und Glas oft günstiger als ein Gerüst, das 8 bis 25 € pro Quadratmeter und Monat kostet und wochenlang steht.
Was Höhenarbeit in Wien kostet
Richtwerte netto, Stand 2026, verbindlich nach Begehung. Material und Entsorgung kommen je nach Aufgabe dazu.
| Leistung | Einheit | Preis netto | Was dazugehört |
|---|---|---|---|
| Zweierteam Seilzugang | Tag | 1.400–2.600 € | zwei Techniker, Seile, Anschlagmittel, Sicherung |
| Zweierteam Seilzugang | halber Tag | 850–1.500 € | für kurze Einsätze, Mindesteinsatz |
| Techniker je Stunde | h | 75–120 € | für Zusatzstunden im laufenden Einsatz |
| Anschlagpunkte setzen | Stk. | 180–650 € | wenn keine geprüften Punkte vorhanden sind |
| Absperrung Gehsteig | Tag | 120–380 € | Absperrgitter, Beschilderung, Posten |
| Bewilligung MA 46 | psch. | 250–900 € | Antrag und Gebühr für die Gehsteignutzung |
| Fassadensicherung, lose Teile abschlagen | psch. | 900–3.500 € | Abklopfen, Abschlagen, Entsorgung, Befund |
| Taubenschutz Spikes oder Netz | lfm | 35–95 € | Material und Montage in der Höhe |
| Dachrinne reinigen | lfm | 8–22 € | Laub, Schlamm, Fallrohr prüfen |
| Glasreinigung in der Höhe | m² | 6–18 € | außen, inklusive Rahmen |
Seil, Hubsteiger oder Gerüst
| Zugang | Kosten | Stärken | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Seilzugangstechnik | 1.400–2.600 €/Tag | schnell, keine Standzeit, Innenhöfe erreichbar | punktuelle Arbeiten, schwere Lasten schwierig |
| Hubsteiger | 480–1.200 €/Tag | schnell, mit Material | braucht Stellfläche und Zufahrt, Höhe begrenzt |
| Fassadengerüst | 8–25 €/m² und Monat | flächige Arbeiten, mehrere Gewerke | Auf- und Abbau, Bewilligung, wochenlange Standzeit |
| Hängebühne | nach Projekt | lange Fassadenfronten | Einrichtung aufwendig |
Summe rund 6.100 € netto. Ein Gerüst für dieselbe Fassade läge mit Auf- und Abbau, Bewilligung und Mindeststandzeit bei 9.000 bis 16.000 € – für eine Sicherung, die in zwei Tagen erledigt ist.
Wofür Höhenarbeit eingesetzt wird
- Fassadensicherung nach Beanstandung. Lose Putzteile, Gesimse und Stuckelemente werden abgeklopft und gesichert, bevor sie auf den Gehsteig fallen. Das haftet der Eigentümer.
- Punktuelle Fassadenreparatur. Einzelne Fensterfaschen, Risse, Blechanschlüsse – ohne ein Gerüst für die ganze Front.
- Dachrinnen und Fallrohre. Reinigung, Reparatur, Tausch einzelner Teile, auch in Innenhöfen ohne Zufahrt.
- Taubenschutz. Spikes und Netze an Gesimsen, Fenstern und Innenhöfen.
- Glas und Lichthöfe. Reinigung und Abdichtung großer Glasflächen und Lichtkuppeln.
- Inspektion und Befund. Zustand von Fassade, Rauchfangkopf oder Dachanschlüssen dokumentieren, bevor über eine Sanierung entschieden wird.
Wie ein Einsatz abläuft
Wann Seilzugang, wann Gerüst, wann Hubsteiger
Die Entscheidung fällt nicht nach Vorliebe, sondern nach vier Fragen: Wie lange dauert die Arbeit, wie viel Material muss hinauf, wie ist der Zugang von unten, und arbeiten mehrere Gewerke nacheinander am selben Ort.
| Frage | Spricht für Seilzugang | Spricht für Gerüst |
|---|---|---|
| Dauer der Arbeit | Stunden bis wenige Tage | Wochen |
| Materialmenge | Werkzeug und Kleinmaterial | Paletten, Dämmung, Putz |
| Zugang von unten | keine Stellfläche nötig | Gehsteig oder Hof wird belegt |
| Anzahl der Gewerke | ein Gewerk, punktuell | mehrere nacheinander |
| Innenhof, Lichtschacht, enge Lage | meist einzige Möglichkeit | oft nicht aufstellbar |
| Dringlichkeit | Einsatz binnen Tagen | Vorlauf für Bewilligung und Aufbau |
| Kosten bei kurzem Einsatz | deutlich günstiger | Aufbau und Abbau dominieren |
| Kosten bei flächiger Sanierung | unwirtschaftlich | klar günstiger |
Was Höhenarbeit in Wien besonders macht
| Situation | Warum sie hier häufig ist | Lösung am Seil |
|---|---|---|
| Enge Innenhöfe im Gründerzeitbau | kein Platz für Gerüst oder Hubsteiger | Abseilen vom Dach, Zugang über Dachausstieg |
| Gehsteig mit hoher Fußgängerfrequenz | Sperre ist teuer und schwierig zu bekommen | kurze Absperrung nur unter dem Arbeitsbereich |
| Feuermauern ohne Zugang | Nachbargrundstück nicht betretbar | Abseilen von der eigenen Dachkante |
| Gesimse und Stuckelemente | lose Teile über öffentlichem Grund | Abklopfen, sichern, Befund erstellen |
| Dachflächen mit geringer Neigung | Absturzkante ohne Geländer | Sicherung über Seil, kein Gerüst nötig |
| Taubenbefall an Gesimsen | durchgehend in dichter Bebauung | Reinigung und Schutzsystem in einem Einsatz |
Der häufigste Anlass für einen kurzfristigen Einsatz ist der Verdacht auf lose Fassadenteile. Wird an einem Gesims Putz sichtbar hohl oder fällt ein Stück auf den Gehsteig, entsteht eine Gefahrenlage, für die der Eigentümer einzustehen hat. Dann zählt nicht die schönste Lösung, sondern die schnellste: absperren, abklopfen, lose Teile abnehmen, Befund erstellen – und danach in Ruhe entscheiden, ob saniert oder eingerüstet wird.
Sicherheit: wie am Seil gearbeitet wird
Seilzugangstechnik ist kein Klettern, sondern ein geregeltes Arbeitsverfahren mit zwei voneinander unabhängigen Systemen. Wer nur an einem Seil hängt, arbeitet falsch.
| Element | Funktion | Regel |
|---|---|---|
| Arbeitsseil | trägt den Techniker im Betrieb | eigener Anschlagpunkt |
| Sicherungsseil | fängt bei Versagen des Arbeitsseils | zweiter, unabhängiger Anschlagpunkt |
| Anschlagpunkte | Verbindung zum Bauwerk | geprüft und dokumentiert, tragfähig beurteilt |
| Kantenschutz | schützt das Seil an Mauerkanten | an jeder Umlenkung |
| Zweite Person | Aufsicht, Rettung, Bodensicherung | nie allein arbeiten |
| Rettungskonzept | Bergung aus dem Seil | vor Arbeitsbeginn festgelegt, Material vor Ort |
| Absturzsicherung von Werkzeug | verhindert herabfallende Gegenstände | jedes Werkzeug angeleint |
| Bodenabsperrung | schützt Passanten | immer unter dem Arbeitsbereich |
| Voraussetzung | Was gefordert ist |
|---|---|
| Ausbildung der Techniker | Qualifikation für Seilzugang, regelmäßig aufgefrischt |
| Eignung | arbeitsmedizinische Eignung für Arbeiten in Höhen |
| Ausrüstung | geprüfte persönliche Schutzausrüstung, dokumentierte Prüfintervalle |
| Aufsicht | fachkundige Person vor Ort |
| Gefährdungsbeurteilung | je Einsatz, schriftlich |
| Versicherung | Betriebshaftpflicht mit Deckung für Höhenarbeit |
Nach dem Einsatz gehört die Dokumentation dazu: welche Anschlagpunkte verwendet wurden, welcher Bereich abgesperrt war, was vorgefunden und was gemacht wurde. Diese Unterlagen sind für den Eigentümer der Nachweis, dass er seiner Sicherungspflicht nachgekommen ist – und im Schadensfall der Unterschied zwischen einer geordneten Abwicklung und einem Haftungsproblem.
Wetter und Jahreszeit
| Bedingung | Auswirkung | Vorgehen |
|---|---|---|
| Wind | ab mittleren Windstärken unzulässig | Einsatz verschieben, kurzfristig entschieden |
| Gewitter | Arbeit sofort einstellen | Abstieg, Sicherung des Bereichs |
| Frost | Vereisung an Kanten und Seilen | nur eingeschränkt, Materialarbeiten meist nicht |
| Hitze | Belastung für die Techniker, Fassade heiß | frühe Tageszeiten, kürzere Einsätze |
| Nässe | rutschige Flächen, Putzarbeiten nicht möglich | Kontroll- und Reinigungsarbeiten oft trotzdem |
Weil Wind kurzfristig entscheidet, planen wir Höhenarbeitseinsätze mit einem Ausweichtermin. Abgesagt wird spätestens am Morgen des Einsatztages, und ein wetterbedingt verschobener Termin kostet nichts. Was in Wien planbar bleibt: Kontrollen und Reinigungsarbeiten lassen sich fast ganzjährig durchführen, Putz- und Beschichtungsarbeiten sinnvoll nur zwischen etwa April und Oktober.
Dachkontrolle vom Seil aus
Steile Wiener Dächer lassen sich ohne Sicherung nicht begehen, und genau deshalb werden sie selten kontrolliert – bis Wasser im Dachgeschoß steht. Ein Kontrollgang am Seil liefert dieselben Informationen wie eine Begehung, ohne Gerüst und ohne Risiko.
| Bereich | Worauf geschaut wird | Was es verhindert |
|---|---|---|
| Deckung | verschobene, gerissene, fehlende Ziegel | Wassereintritt in die Konstruktion |
| First und Grat | Mörtel, Verklammerung, Sitz | Abgang bei Sturm |
| Kehlen und Anschlüsse | Blech, Dichtungen, Verschmutzung | häufigste Undichtheit am Steildach |
| Kamin und Durchdringungen | Anschlussblech, Verputz, Risse | Feuchte im Dachboden |
| Dachfenster | Eindeckrahmen, Dichtungen | Wasserflecken in der Laibung |
| Rinnen, Kessel, Fallrohre | Verstopfung, Halter, Korrosion | Überlauf über die Fassade |
| Schneefang und Sicherungshaken | Befestigung, Vollständigkeit | Dachlawinen auf den Gehsteig |
| Dachboden von innen | Lichteinfall, Wasserspuren, Holzzustand | zeigt, wo es tatsächlich eintritt |
| Leistung | Umfang | Preis netto |
|---|---|---|
| Dachkontrolle mit Fotobericht | halber Tag, ein Dach | 850–1.500 € |
| Kleinreparatur der Deckung im selben Einsatz | einzelne Ziegel, Kleinteile | Material plus Regiestunde |
| Kontrolle nach Sturm mit Sofortsicherung | anlassbezogen | 900–2.800 € |
| Schneefang nachrüsten oder befestigen | je lfm | 45–120 € |
Der günstigste Zeitpunkt ist der Spätsommer, gemeinsam mit der Dachrinnenreinigung. Beides in einem Einsatz erledigt spart die zweite Anfahrt und die zweite Absperrung, und was dabei gefunden wird, lässt sich vor dem Winter noch beheben. Ist die Deckung großflächig am Ende, führt der Weg ohnehin zur Dachsanierung – dann liefert die Kontrolle die Grundlage für das Angebot.
Fassadenkontrolle: der Befund von oben
Die meisten Fassadenschäden im Wiener Altbau sind vom Gehsteig aus nicht zu beurteilen. Erst aus der Nähe zeigt sich, ob Putz hohl liegt, ob Risse durchgehen und ob Gesimse noch fest sind.
| Prüfung | Wie sie erfolgt | Was sie zeigt |
|---|---|---|
| Abklopfen der Putzflächen | systematisch, Fläche für Fläche | Hohlstellen, Ablösungen |
| Risse messen | Rissmaßstab, Foto mit Maß | Breite, Verlauf, Bewegung |
| Gesimse und Verdachungen | Prüfung auf Festigkeit und Wasserführung | Absturzgefahr, Feuchteeintrag |
| Bleche und Anschlüsse | Sitz, Korrosion, Dichtheit | häufigste Eintrittsstelle für Wasser |
| Fugen und Fensteranschlüsse | Zustand der Abdichtung | Feuchte in der Laibung |
| Befestigungen | Leitungen, Leuchten, Markisen, Antennen | lose Teile, Korrosion am Dübel |
| Fotodokumentation je Achse | nummeriert, mit Lageangabe | Grundlage für Angebot und Beschluss |
Arbeiten, die wir am Seil ausführen
| Arbeit | Typischer Umfang | Preis netto |
|---|---|---|
| Fassadenbefund mit Fotodokumentation | eine Front, ein Tag | 1.400–2.600 € |
| Lose Putzteile abschlagen und sichern | nach Befund | 900–3.500 € |
| Punktuelle Putzreparatur in der Höhe | je Stelle | 280–950 € |
| Risse verschließen und überarbeiten | je lfm | 28–75 € |
| Blechanschlüsse und Abdeckungen richten | je lfm | 45–140 € |
| Dachrinne und Fallrohr reinigen | je lfm | 8–22 € |
| Taubenschutz montieren | je lfm | 35–95 € |
| Taubenkot entfernen, Fläche desinfizieren | je m² | 28–85 € |
| Glas- und Fassadenreinigung | je m² | 6–18 € |
| Montage von Leuchten, Schildern, Kameras | je Stück | 180–650 € |
| Baumpflege und Schnitt in der Höhe | je Einsatz | nach Aufwand |
| Not- und Sturmeinsatz, Sicherung loser Teile | je Einsatz | 900–2.800 € |
Was nicht am Seil sinnvoll ist: flächiger Vollwärmeschutz, Neuverputz großer Flächen, Fenstertausch, Arbeiten mit schwerem Material. Dort kommt das Gerüst, und wir sagen das auch, wenn der Kunde ausdrücklich nach Seilzugang fragt – ein Angebot, das am Seil doppelt so lange dauert wie mit Gerüst, ist für beide Seiten das schlechtere Geschäft.
Taubenabwehr: die unterschätzte Dauerlösung
| System | Wofür | Haltbarkeit |
|---|---|---|
| Spikes aus Edelstahl | Gesimse, Fensterbänke, schmale Vorsprünge | 10–20 Jahre |
| Netz | Innenhöfe, Lichtschächte, Nischen, Balkone | 8–15 Jahre |
| Spanndrähte | schmale Kanten, optisch zurückhaltend | 8–15 Jahre |
| Elektrosysteme | denkmalgeschützte Fassaden | wartungsintensiver |
Genehmigungen und Absperrung in Wien
| Punkt | Wann nötig | Vorlauf |
|---|---|---|
| Gehsteignutzung für Absperrung | sobald öffentlicher Grund belegt wird | meist 1–3 Wochen |
| Kurzparkzone freihalten | für Fahrzeug und Materialtransport | 1–2 Wochen |
| Zustimmung der Eigentümergemeinschaft | Anschlagpunkte am Allgemeinteil | nach Verwaltung |
| Zugang über das Nachbardach | wenn anders nicht erreichbar | schriftliche Zustimmung |
| Anzeige bei Arbeiten über Verkehrsflächen | je nach Umfang und Lage | fallweise |
| Denkmalschutz | Eingriffe an geschützter Substanz | vor Ausführung klären |
So läuft ein Einsatz ab
| Schritt | Was passiert | Dauer |
|---|---|---|
| 1. Anfrage mit Fotos | Einschätzung ohne Vorbegehung, wenn die Bilder brauchbar sind | 1 Tag |
| 2. Zugangsprüfung | Dachausstieg, Anschlagpunkte, Absperrfläche, Höhe | meist am Telefon oder mit Plan |
| 3. Angebot | Tages- oder Halbtagessatz, Zusatzleistungen, Bewilligung | 1–2 Werktage |
| 4. Vorbereitung | Bewilligung, Hausaushang, Termin mit Hausverwaltung | 1–3 Wochen, bei Gefahr sofort |
| 5. Einsatztag | Absperrung, Aufbau, Gefährdungsbeurteilung, Arbeit | halber bis ganzer Tag |
| 6. Dokumentation | Fotos, Befund, Beschreibung der Maßnahmen | 1–3 Tage danach |
| 7. Folgeschritte | Angebot für die Instandsetzung, falls nötig | nach Befund |
Schritt eins funktioniert überraschend gut: Drei brauchbare Fotos – Gesamtansicht, Detail, Blick von oben oder aus dem Nachbarfenster – reichen in den meisten Fällen für eine belastbare Einschätzung. Das erspart die Vorbegehung, die sonst selbst schon einen halben Tag kostet.
Preisbeispiele aus der Praxis
Summe rund 4.230 € netto, erledigt an zwei Tagen. Der Befund ergab 22 Prozent Hohlstellen an der Straßenfront – Grundlage für den Beschluss über die punktuelle Instandsetzung statt einer Vollsanierung.
Summe rund 8.970 € netto. Die jährliche Reinigung, die das Haus bisher beauftragt hatte, kostete 1.900 € – die Investition rechnet sich nach etwa fünf Jahren und hält zehn bis zwanzig.
Sturm- und Noteinsätze
Nach jedem stärkeren Sturm in Wien wiederholen sich dieselben Schadensbilder. Wer weiß, was zu erwarten ist, kann schneller reagieren – und die Folgeschäden sind meist größer als der Erstschaden.
| Schadensbild | Gefahr | Erstmaßnahme |
|---|---|---|
| Gelöste Dachziegel oder Blechteile | Absturz auf Gehsteig oder Hof | absperren, abnehmen, Lücke provisorisch schließen |
| Abgerissene Blechabdeckung am Gesims | Wassereintritt in die Fassade | provisorisch abdecken, danach fachgerecht ersetzen |
| Loses Fassadenteil, Stuck, Putz | Personenschaden | abklopfen, abnehmen, Befund |
| Beschädigte Antenne, Markise, Leuchte | herabfallende Teile | demontieren oder sichern |
| Verstopfte oder abgerissene Dachrinne | Wasser läuft über die Fassade | freimachen, Halter erneuern |
| Baum an der Fassade oder am Dach | weitere Schäden bei Nachwind | Rückschnitt oder Entfernung in der Höhe |
Für die Versicherung gilt dasselbe wie bei jedem anderen Schaden: Vor jeder Veränderung fotografieren, Datum und Uhrzeit festhalten, Erstmaßnahmen dokumentieren. Wir liefern den Fotobericht zum Einsatz mit, weil er ohnehin bei der Arbeit entsteht – und weil eine Sturmschadensmeldung ohne Bilder in der Regel Rückfragen auslöst.
Was ein Einsatz über die Jahre kostet
Für die Budgetplanung einer Hausverwaltung ist nicht der Tagessatz interessant, sondern was ein Haus im Jahr an Höhenarbeit braucht.
| Objekt | Übliche Leistungen im Jahr | Kosten netto je Jahr |
|---|---|---|
| Kleines Wohnhaus, eine Straßenfront | Dachrinnenreinigung, Sichtprüfung | 400–900 € |
| Zinshaus mit Hof | Rinnen, Hofseite, Taubenkontrolle | 900–2.200 € |
| Zinshaus mit Gesimsen und Stuck | zusätzlich Fassadenkontrolle im Wechsel | 1.600–3.800 € |
| Eckhaus mit zwei Straßenfronten | größere Flächen, mehr Absperrung | 2.200–5.000 € |
| Nach Sturm oder Hagel | anlassbezogener Einsatz | 900–2.800 € je Ereignis |
Was Sie vorbereiten können
- Fotos schicken: Gesamtansicht, Detail, wenn möglich Blick von oben oder aus dem Nachbarfenster. Das ersetzt meist die Vorbegehung.
- Zugang zum Dach klären: Schlüssel für Dachausstieg oder Dachbodentür, Ansprechperson am Einsatztag.
- Vorhandene Anschlagpunkte nennen: falls aus früheren Arbeiten geprüfte Punkte existieren, samt Prüfunterlagen.
- Absperrfläche bedenken: Wo stehen Autos, wo verläuft der Gehsteig, gibt es einen Hofzugang als Alternative.
- Bewohner informieren: Aushang zwei Tage vorher, besonders wenn Fenster geschlossen bleiben sollen.
- Termin mit Ausweichtag: Wind entscheidet kurzfristig, ein zweiter Termin im selben Zeitraum spart Wochen.
- Frühere Befunde bereitlegen: alte Gutachten und Fotos zeigen, was neu dazugekommen ist.
Woran Sie einen ordentlichen Betrieb erkennen
| Merkmal | Gute Ausführung | Warnzeichen |
|---|---|---|
| Seilsysteme | zwei unabhängige Systeme, getrennte Anschlagpunkte | ein Seil, improvisierte Befestigung |
| Anschlagpunkte | geprüft, beurteilt, dokumentiert | alter Haken am Kamin |
| Absperrung | immer unter dem Arbeitsbereich, mit Beschilderung | „geht schon, passen Sie auf" |
| Werkzeug | jedes Stück angeleint | loses Werkzeug am Gurt |
| Team | nie allein, Rettungskonzept vorhanden | Einzelperson am Seil |
| Ausrüstung | Prüfprotokolle vorhanden, Gurte innerhalb der Nutzungsdauer | keine Angaben zur Prüfung |
| Dokumentation | Befund und Fotobericht nach dem Einsatz | mündlicher Bericht |
| Beratung | sagt, wenn ein Gerüst günstiger ist | verkauft Seilzugang um jeden Preis |
Zusammenarbeit mit anderen Gewerken
| Situation | Wie es abläuft |
|---|---|
| Elektriker braucht Zugang zu einer Fassadenleuchte | wir bringen die Fachkraft gesichert an die Stelle oder montieren nach Vorgabe |
| Spengler muss ein Blech prüfen | gemeinsamer Einsatz, ein Absperrtag für beide |
| Sachverständiger will die Fassade aus der Nähe sehen | Begleitung im Seilzugang oder Foto- und Videodokumentation nach seiner Vorgabe |
| Hausverwaltung braucht Zahlen für die Versammlung | Befund mit Prozentangabe der Schadfläche und Kostenrahmen |
| Reinigungsfirma für Glas und Fassade | Partnerfirma übernimmt, wir stellen die Sicherung |
Der zweite Punkt spart am meisten: Ein Absperrtag kostet Bewilligung, Aufbau und Wartezeit. Wenn Spengler, Elektriker und unsere Techniker am selben Tag arbeiten, fällt das einmal an statt dreimal. Das setzt Koordination voraus, und genau die übernehmen wir, wenn der Auftrag über uns läuft.
Sonderfälle
| Fall | Besonderheit | Vorgehen |
|---|---|---|
| Denkmalgeschützte Fassade | Stuck, historische Oberflächen | schonende Verfahren, Abstimmung vor Beginn |
| Kirchturm, Schornstein, Silo | keine tragfähige Dachfläche darüber | eigene Anschlagpunkte setzen, statische Beurteilung |
| Industrieanlage im Betrieb | laufende Produktion, Sperrbereiche | Einsatz außerhalb der Betriebszeiten |
| Über Bahn- oder Straßenanlagen | fremde Betreiber mit eigenen Regeln | Abstimmung und Freigabe vor dem Termin |
| Glasdach oder Lichtkuppel | nicht durchtrittsicher | Lastverteilung, Sicherung von oben |
| Photovoltaik am Dach | Anlage unter Spannung, empfindliche Module | Freischaltung, definierte Trittbereiche |
In allen diesen Fällen gilt derselbe Grundsatz wie bei jeder Höhenarbeit: Zuerst wird geklärt, woran gesichert wird, danach wird gearbeitet. Wo keine tragfähigen Anschlagpunkte vorhanden sind, werden sie gesetzt und dokumentiert – bei 180 bis 650 Euro je Punkt ist das ein kleiner Anteil am Einsatz und zugleich der Teil, an dem nicht gespart wird.
Die häufigsten Fehler
- Gerüst für eine Zweitagesarbeit. Auf- und Abbau samt Bewilligung kosten mehr als der gesamte Seilzugangseinsatz.
- Gemeldete lose Teile liegen gelassen. Ab der Meldung ist der Mangel bekannt – im Schadensfall ist das die schlechteste Ausgangslage.
- Nur gereinigt, kein Taubenschutz. Dieselbe Reinigung alle ein bis zwei Jahre statt einer Lösung für zehn.
- Fassadenbefund vom Gehsteig aus. Hohlstellen sind von unten nicht erkennbar, die Kostenschätzung beruht auf Vermutungen.
- Kein Ausweichtermin geplant. Bei Wind fällt der Einsatz aus, und der nächste freie Tag ist drei Wochen später.
- Anschlagpunkte ungeprüft verwendet. Alte Ringe und Haken am Dach sind keine geprüften Anschlagpunkte.
- Absperrung gespart. Nicht billiger, sondern unzulässig – und im Schadensfall existenzgefährdend.
- Dachrinnen erst nach dem Wasserschaden. Die Reinigung kostet einen Bruchteil der Fassadeninstandsetzung, die aus dem Überlauf entsteht.
- Kein Befundbericht verlangt. Ohne Dokumentation fehlt der Nachweis, dass gesichert wurde.
Punkt zwei und Punkt sieben hängen zusammen und betreffen dieselbe Pflicht: Wer ein Gebäude hält, muss dafür sorgen, dass davon niemand zu Schaden kommt. Eine dokumentierte Sicherung mit Datum ist dafür der einfachste Nachweis, den es gibt.
Für Hausverwaltungen
| Anlass | Was sinnvoll ist | Rhythmus |
|---|---|---|
| Dachrinnen und Abläufe | Reinigung und Sichtprüfung | ein- bis zweimal jährlich |
| Fassadenkontrolle an der Straßenfront | Abklopfen der erreichbaren Bereiche, Befund | alle 3–5 Jahre |
| Gesimse und Verdachungen | Festigkeitsprüfung | alle 3–5 Jahre, nach Sturm sofort |
| Taubenschutz | Kontrolle auf Lücken und Beschädigung | jährlich |
| Nach Sturm oder Hagel | Sichtprüfung Dach und Fassade | anlassbezogen |
| Vor der Eigentümerversammlung | Befund mit Kostenrahmen für den Beschluss | anlassbezogen |
Abgrenzung zu unseren anderen Leistungen
| Situation | Passende Leistung |
|---|---|
| Punktuelle Arbeit in der Höhe, kurzer Einsatz | Höhenarbeit, diese Seite |
| Flächige Sanierung der Fassade | Fassadensanierung |
| Vollwärmeschutz aufbringen | WDVS |
| Dach neu decken oder sanieren | Dachsanierung |
| Balkone und Geländer instand setzen | Balkonsanierung |
| Einzelne Reparaturen im und am Haus | Kleinreparaturen |
| Zustand vor einer Nachbarbaustelle festhalten | Beweissicherung |
Wann Sie uns nicht brauchen
Wenn die ganze Fassade saniert, gedämmt oder gestrichen wird, ist ein Gerüst wirtschaftlicher – mehrere Gewerke arbeiten gleichzeitig, und die Standzeit verteilt sich auf viel Fläche. Seilzugangstechnik ist das Werkzeug für das Punktuelle, Dringende und schwer Erreichbare.
Häufige Fragen zur Höhenarbeit in Wien
Was kostet Höhenarbeit?
Wann ist Seilzugang günstiger als ein Gerüst?
Wann ist ein Hubsteiger sinnvoller?
Wie sicher ist Seilzugangstechnik?
Warum immer zwei Techniker?
Was sind Anschlagpunkte?
Muss der Gehsteig gesperrt werden?
Wer haftet für lose Fassadenteile?
Was passiert bei einer Fassadensicherung?
Können auch Reparaturen gemacht werden?
Was kostet Taubenschutz?
Wird auch Dachrinnenreinigung gemacht?
Höhenarbeit: Brauche ich eine Bewilligung?
Arbeiten Sie bei jedem Wetter?
Wie schnell können Sie kommen?
Arbeiten Sie auch in Innenhöfen?
Höhenarbeit: Wer zahlt im Wohnungseigentum?
Höhenarbeit: Welche Nachweise bekomme ich?
Ist Höhenarbeit ein reglementiertes Gewerbe?
Wie lange dauert ein Einsatz?
Was kostet ein Gerüst im Vergleich?
Was kostet ein Fassadenbefund?
Brauche ich eine Bewilligung für die Absperrung?
Was passiert bei Wind?
Arbeiten Ihre Techniker allein?
Was, wenn es keine Anschlagpunkte gibt?
Können Sie kurzfristig kommen, wenn etwas herunterzufallen droht?
Lohnt sich Taubenschutz gegenüber wiederholter Reinigung?
Wie oft sollten Dachrinnen gereinigt werden?
Machen Sie auch die anschließende Sanierung?
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Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH. Die Bling Bling GmbH ist eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO und kein konzessionierter Baumeister. Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister“ konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen, Statik, Gas- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt.