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Estrich verlegen Wiender Boden, auf demalles andere steht.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Estrich verlegen kostet in Wien 45 bis 80 Euro pro Quadratmeter netto, inklusive Dämmung. Zementestrich 45–65 €/m², Fließestrich 55–80 €/m², Trockenestrich 60–95 €/m². Dazu kommt die Trocknungszeit: Zementestrich braucht bis zur Belegreife vier bis sechs Wochen, Anhydrit drei bis vier, Trockenestrich ist am nächsten Tag begehbar.

Estrich verlegen kostet in Wien 45 bis 80 € pro Quadratmeter netto, inklusive Dämmung, Randdämmstreifen und Abziehen. Zementestrich liegt bei 45–65 €/m², Anhydrit-Fließestrich bei 55–80 €/m², Trockenestrich bei 60–95 €/m². Bei 80 m² Wohnfläche sind das 3.600 bis 6.400 €. Entscheidend für den Bauzeitplan ist nicht das Einbringen — das dauert einen Tag —, sondern die Trocknung bis zur Belegreife: 4 bis 6 Wochen bei Zementestrich, 3 bis 4 bei Anhydrit, keine bei Trockenestrich.
✓ Belegreife gemessen, nicht geschätzt✓ CM-Messung mit Protokoll✓ Aufheizprotokoll bei Fußbodenheizung✓ Festpreis ÖNORM B 2110✓ ÖNORM B 2232 und B 3732

Was Estrich in Wien kostet

Preise für Wien, Stand 2026, netto, inklusive Material, Einbau, Randdämmstreifen und Abziehen. Nicht enthalten sind Abbruch des Altestrichs und Bodenbelag.

EstrichartAufbauPreis nettoBelegreif nach
Zementestrich CT auf Dämmung60–70 mm gesamt45–65 €/m²4–6 Wochen
Anhydrit-Fließestrich CA50–60 mm gesamt55–80 €/m²3–4 Wochen
Trockenestrich Gipsfaser40–60 mm gesamt60–95 €/m²sofort
Schnellestrich mit Zusatzmittel60–70 mm70–110 €/m²3–7 Tage
Heizestrich auf Fußbodenheizung65–75 mm über Rohr55–85 €/m²nach Aufheizprogramm
Verbundestrich auf Rohdecke30–50 mm38–60 €/m²3–4 Wochen
Sichtestrich geschliffen und versiegelt60–80 mm120–190 €/m²6–8 Wochen
Industrieestrich mit Hartstoffschicht80–100 mm90–150 €/m²4–6 Wochen

Nebenpositionen, die im Angebot stehen müssen

PositionEinheitPreis nettoWann nötig
Altestrich abbrechen und entsorgenm²18–38 €bei Sanierung, fast immer
Rohdecke reinigen und grundierenm²4–9 €immer
Ausgleichsschüttung bei unebener Deckem²12–28 €im Altbau meist nötig
Trittschalldämmung 30 mmm²8–16 €im Wohnbau vorgeschrieben
Wärmedämmung EPS 40 mmm²7–14 €über unbeheizten Räumen
Dampfbremsem²3–7 €über Erdreich und Garagen
Randdämmstreifen setzenlfm2–4 €immer, ohne Ausnahme
Bewegungsfugen ausbildenlfm9–18 €ab 40 m² Fläche, in Türdurchgängen
CM-Messung der Restfeuchte mit ProtokollStk.90–180 €vor jedem Belag
Funktionsheizen mit Aufheizprotokollpsch.280–650 €bei Fußbodenheizung, Pflicht
Bauheizung und TrocknungsgeräteWoche180–420 €im Winter oder bei Termindruck
Spachtelung vor Belagm²8–18 €bei Vinyl, Designbelag, Teppich
Rechenbeispiel · Altbauwohnung 80 m², Zementestrich mit Fußbodenheizung
Altestrich abbrechen, entsorgen2.240 €
Ausgleich, Dämmung, Dampfbremse1.760 €
Heizestrich 70 mm eingebracht5.200 €
Funktionsheizen, CM-Messung, Protokolle780 €

Summe rund 9.980 € netto. Die Fußbodenheizung selbst ist nicht enthalten, sie kostet zusätzlich 70 bis 140 €/m² und wird über einen konzessionierten Partnerbetrieb ausgeführt.

Geht es nicht um einen neuen Estrich im Wohnbau, sondern um gebrochene Stellen in einem Gewerbe- oder Hallenboden, führt der Weg über die konstruktive Instandsetzung: Industrieboden sanieren.

Welcher Estrich wofür

Die Wahl entscheidet über Bauzeit, Aufbauhöhe, Gewicht und Eignung für Feuchträume. Es gibt keinen besten Estrich, nur den passenden. Vor der Belagsverlegung gilt in jedem Fall die CM-Messung als Nachweis – bei Neubaufeuchte oder nach einem Schaden hilft eine begleitende Bautrocknung.

Zementestrich CT

Der Standard. Feuchtebeständig, druckfest, günstig. Nachteil: lange Trocknung, 4 bis 6 Wochen bis zur Belegreife, und er schwindet beim Trocknen – deshalb Bewegungsfugen. 45–65 €/m².

Anhydrit-Fließestrich CA

Selbstnivellierend, dadurch sehr eben und ideal für Fußbodenheizung, weil er das Rohr vollständig umschließt. Nicht feuchtebeständig, im Bad nur mit Abdichtung darüber. 55–80 €/m².

Trockenestrich

Gipsfaser- oder Holzwerkstoffplatten, sofort begehbar, kein Wasser im Bau. Die Lösung bei knapper Aufbauhöhe und auf Holztramdecken, weil leicht. 60–95 €/m².

Gussasphaltestrich AS

Wird heiß eingebaut, sofort belastbar, kein Wasser. Teuer und aufwendig in der Anlieferung, im Wohnbau selten, in Denkmalobjekten und bei Terminen manchmal die einzige Lösung.

AnwendungEmpfehlungWarum
Wohnung im NeubauZementestrich oder AnhydritPreis und Ebenheit, Zeit ist vorhanden
Wohnung mit FußbodenheizungAnhydrit-Fließestrichumschließt das Rohr, bessere Wärmeübertragung
Bad, WC, WaschkücheZementestrichfeuchtebeständig, Anhydrit ist es nicht
Altbau mit HolztramdeckeTrockenestrichleicht, kein Wasser, sofort belegbar
Knappe Aufbauhöhe unter 50 mmTrockenestrich oder Verbundestrichgeringste Aufbauhöhe
TermindruckSchnellestrich oder TrockenestrichBelegreife in Tagen statt Wochen
Keller, Garage, WerkstattVerbund- oder Industrieestrichdirekt auf der Rohdecke, hoch belastbar
Sichtbarer Boden ohne BelagSichtestrich geschliffenOberfläche ist das Endergebnis, entsprechend aufwendig

Der Aufbau, Schicht für Schicht

Rohdecke prüfen und vorbereitenBesenrein, tragfähig, trocken. Lose Teile entfernen, Grundierung auftragen. Höhen mit dem Laser aufnehmen – im Altbau weichen sie oft um 3 bis 6 cm ab.
AusgleichGebundene Schüttung gleicht Unebenheiten aus und nimmt Leitungen auf. Sie wird verdichtet, nicht bloß verteilt.
DampfbremseÜber Erdreich, Garagen und unbeheizten Kellern. Überlappend verlegt, an den Rändern hochgezogen.
DämmungTrittschalldämmung im Wohnbau vorgeschrieben, Wärmedämmung über unbeheizten Räumen. Fugendicht verlegt, nicht gestoßen.
RanddämmstreifenUmlaufend an allen aufgehenden Bauteilen, 8 bis 10 mm. Der Estrich darf die Wand nicht berühren, sonst wandert Trittschall direkt in den Baukörper.
Estrich einbringenIn einem Arbeitsgang je Raum, abgezogen und geglättet. Bei Fließestrich zusätzlich mit der Schwabbelstange entlüftet.
FugenBewegungsfugen ab etwa 40 m² Fläche, bei Seitenverhältnissen über 2:1 und in jedem Türdurchgang. Bei Fußbodenheizung nach Heizkreisen.
NachbehandlungErste Tage vor Zugluft und Sonne schützen, nicht zu früh lüften. Ein zu schnell getrockneter Estrich reißt.
Belegreife messenCM-Messung an mehreren Stellen, mit Protokoll. Erst dann kommt der Belag.

Trocknung und Belegreife: der Punkt, an dem Bauzeitpläne scheitern

Estrich einbringen dauert einen Tag. Trocknen dauert Wochen. Wer diesen Unterschied im Bauzeitplan nicht abbildet, produziert entweder Verzug oder einen Schaden.

EstrichartBegehbarBelastbarBelegreifGrenzwert Restfeuchte
Zementestrich CTnach 2–3 Tagennach 7 Tagen28–42 Tage≤ 2,0 CM-% (ohne FBH), ≤ 1,8 (mit FBH)
Anhydrit CAnach 1–2 Tagennach 5 Tagen21–28 Tage≤ 0,5 CM-% (ohne FBH), ≤ 0,3 (mit FBH)
Trockenestrichsofortsofortsofortentfällt
Schnellestrichnach 1 Tagnach 2–3 Tagen3–7 Tagenach Herstellerangabe
Gussasphalt ASnach Abkühlungsofortnach 1 Tagentfällt

Die Faustregel und warum sie gefährlich ist

Verbreitet ist: ein Zentimeter pro Woche bis 4 cm, danach deutlich länger. Das stimmt für gute Bedingungen – 20 °C, 50 % Luftfeuchte, gelüftet. In einer Wiener Altbauwohnung im November ohne Heizung stimmt es nicht. Deshalb gilt: gemessen wird, nicht gerechnet.

CM-Messung

Die Calciumcarbid-Methode ist in Österreich das anerkannte Verfahren. Eine Probe wird aus der unteren Hälfte des Estrichs entnommen, zerkleinert, mit Calciumcarbid in einem Druckbehälter verschlossen; der entstehende Gasdruck zeigt die Restfeuchte. Gemessen wird an mindestens einer Stelle je Raum oder je 200 m². Sie bekommen das Protokoll mit Datum, Messstelle und Wert – das ist die Grundlage, auf die sich Bodenleger und Fliesenleger berufen.

Elektronische Messgeräte, die nur auf die Oberfläche gehalten werden, sind für die Belegreife nicht ausreichend. Sie zeigen die Oberflächenfeuchte, nicht den Kern.

Was passiert, wenn zu früh belegt wird

  • Parkett nimmt die Restfeuchte auf, quillt und schüsselt. Im schlimmsten Fall löst sich die Verklebung.
  • Vinyl und Designbeläge sind dampfdicht. Die Feuchte staut sich darunter, der Kleber verseift, es riecht.
  • Fliesen reißen, weil der Estrich unter ihnen noch schwindet.
  • Teppich stockt, es bildet sich Schimmel im Rücken.

Die Gewährleistung liegt in diesen Fällen beim Bodenleger, der ohne Messprotokoll verlegt hat. Für den Bauherrn bedeutet es trotzdem: Belag raus, Estrich trocknen, Belag neu. Vier bis acht Wochen Verzug und die Kosten doppelt.

Estrich und Fußbodenheizung

Bei Fußbodenheizung ist der Estrich nicht nur Untergrund, sondern Teil des Heizsystems. Er überträgt die Wärme vom Rohr in den Raum.

  • Überdeckung mindestens 45 mm über dem Rohr bei Zementestrich, 40 mm bei Anhydrit. Weniger heißt Streifenbildung: Man spürt die Rohre im Boden.
  • Anhydrit ist im Vorteil, weil er als Fließestrich das Rohr vollständig umschließt. Bei Zementestrich bleiben unter dem Rohr leichter Lufteinschlüsse.
  • Funktionsheizen ist Pflicht, nicht Kür. Nach ÖNORM wird stufenweise aufgeheizt und wieder abgekühlt, jeder Schritt protokolliert. Ohne Aufheizprotokoll übernimmt kein Bodenleger die Gewährleistung.
  • Belegreife trotz Aufheizen messen. Das Funktionsheizen beweist die Funktion der Anlage, nicht die Trockenheit des Estrichs. Beides ist nötig.
  • Fugen nach Heizkreisen: Jeder Heizkreis dehnt sich unterschiedlich. Bewegungsfugen folgen der Kreisaufteilung, nicht dem Grundriss.
  • Nachträglich fräsen ist möglich: In einen bestehenden Estrich werden Nuten gefräst und Heizrohre eingelegt. 90–160 €/m², spart Aufbauhöhe, reagiert schnell – aber nur bei ausreichend dickem und rissfreiem Bestandsestrich.

Estrich im Wiener Altbau

Holztramdecken tragen nicht alles

Eine übliche Gründerzeitdecke trägt 150 bis 250 kg/m². Ein Zementestrich mit 70 mm wiegt allein rund 140 kg/m². Dazu Möbel, Menschen, Estrichdämmung. Deshalb ist im Altbau Trockenestrich oft die einzige zulässige Lösung: 25 bis 50 kg/m² statt 140. Bei größeren Flächen gehört die Tragfähigkeit von einem Statiker beurteilt – über einen konzessionierten Partnerbetrieb.

Der alte Blindboden

Unter dem Parkett liegt im Gründerzeithaus meist ein Blindboden auf Polsterhölzern, darunter eine Schüttung aus Sand, Schlacke oder Bauschutt. Diese Schüttung ist Schallschutz und Lastausgleich zugleich. Wer sie entfernt, muss ersetzen – meist durch gebundene Blähglasschüttung, die leichter ist und ähnlich dämmt.

Krumme Decken

Höhenunterschiede von 3 bis 6 cm auf sechs Metern sind normal. Das entscheidet über die Estrichdicke: Sie richtet sich nach dem höchsten Punkt, damit die Mindestdicke überall eingehalten wird. Eine Nivellementaufnahme vor Angebotslegung verhindert die böse Überraschung, dass an einer Ecke 11 statt 7 cm nötig sind.

Feuchte von unten

Im Erdgeschoss und Souterrain kommt Feuchte aus dem Erdreich. Ohne Dampfbremse oder Abdichtung wandert sie in Estrich und Belag. Wo aufsteigende Feuchte im Mauerwerk sichtbar ist, gehört zuerst die Mauertrockenlegung gemacht, dann der Boden.

Lärm und Nachbarn

Abbruch des Altestrichs ist die lauteste Arbeit einer Wohnungssanierung. In Wien werktags 7 bis 20 Uhr zulässig, angekündigt wird trotzdem. Der Schutt geht über die Schuttrutsche in den Container, der eine Parkspurbewilligung der MA 46 braucht.

Die zehn Fehler, die wir am häufigsten finden

  • Kein Randdämmstreifen oder zu früh abgeschnitten. Der Estrich berührt die Wand, Trittschall wandert ungehindert ins Nachbarzimmer.
  • Belegt ohne CM-Messung. Der häufigste Grund für Schäden an Parkett und Vinyl.
  • Fehlende Bewegungsfugen. Bei 90 m² durchgehendem Estrich ohne Fuge entstehen Risse, die sich durch den Belag zeichnen.
  • Zu dünne Überdeckung über Heizrohren. Man spürt die Rohre und der Estrich reißt entlang der Leitungen.
  • Anhydrit im Bad ohne Abdichtung. Calciumsulfat ist nicht wasserbeständig, bei Durchfeuchtung verliert er seine Festigkeit.
  • Zu schnell getrocknet. Zugluft und Bauheizung in den ersten Tagen führen zu Schwindrissen.
  • Dämmung gestoßen statt fugendicht. Durch die Fugen läuft Estrichmasse und bildet Schallbrücken.
  • Auf verschmutzter Rohdecke eingebaut. Der Verbund fehlt, es entstehen Hohlstellen, die beim Begehen klingen.
  • Estrichdicke am tiefsten Punkt gemessen. Dann ist er an anderer Stelle zu dünn und bricht unter Belastung.
  • Kein Aufheizprotokoll. Der Bodenleger verlegt nicht oder übernimmt keine Gewährleistung – zu Recht.

So prüfen Sie ein Estrichangebot

Welche Estrichart und welche Festigkeitsklasse?„Estrich verlegen“ ist keine Beschreibung. Es gehört die Bezeichnung hinein, etwa CT-C25-F4: Zementestrich, 25 N/mm² Druckfestigkeit, 4 N/mm² Biegezugfestigkeit.
Wie dick, und gemessen wo?Die Dicke gilt über dem höchsten Punkt der Decke. Bei krummen Altbaudecken macht das mehrere Zentimeter Unterschied in der Menge.
Ist die Dämmung enthalten, und welche?Trittschall, Wärmedämmung, Dicke. Das sind 15 bis 30 € je m², die gern fehlen.
Ist der Abbruch des Altestrichs drin?18 bis 38 €/m² inklusive Entsorgung – bei 80 m² über 2.000 €, die sonst als Nachtrag kommen.
Sind CM-Messung und Protokoll enthalten?Ohne Messung kein belegreifer Boden und keine saubere Übergabe an den Bodenleger.
Bei Fußbodenheizung: Funktionsheizen enthalten?Mit Aufheizprotokoll. 280 bis 650 € pauschal.
Wie lange bis zur Belegreife?Die Zahl gehört in den Bauzeitplan, nicht ins Telefonat. Sie entscheidet über den Einzugstermin.
Gibt es eine Zeile „nicht enthalten“?Spachtelung, Bodenbelag, Bauheizung, Sockelleisten – was fehlt, gehört benannt.

Normen, nach denen wir arbeiten

RegelwerkWorum es geht
ÖNORM B 2232Estricharbeiten, Werkvertragsnorm – Ausführung, Aufmaß, Abrechnung
ÖNORM EN 13813Estrichmörtel, Bezeichnung und Festigkeitsklassen wie CT-C25-F4
ÖNORM B 3732Estriche, Planung und Ausführung, Dicken und Aufbauten
ÖNORM EN 1264Fußbodenheizung, Funktionsheizen und Aufheizprotokoll
ÖNORM B 8115Schallschutz im Hochbau, Trittschallanforderungen
ÖNORM DIN 18202Ebenheitstoleranzen der fertigen Estrichfläche
ÖNORM B 2110Werkvertragsnorm – Angebot, Abnahme, Fristen, Gewährleistung

Die Bezeichnung des Estrichs steht in unserem Angebot, damit nachvollziehbar ist, was eingebaut wird. „CT-C25-F4, 70 mm über Dämmung“ ist prüfbar, „Estrich nach Stand der Technik“ nicht.

Häufige Fragen zu Estrich in Wien

Was kostet Estrich verlegen in Wien?
45 bis 80 € pro Quadratmeter netto, inklusive Dämmung, Randdämmstreifen und Abziehen. Zementestrich 45–65 €/m², Anhydrit-Fließestrich 55–80 €/m², Trockenestrich 60–95 €/m². Nicht enthalten sind Abbruch des Altestrichs und Bodenbelag.
Was kostet es, 100 m² Estrich zu verlegen?
4.500 bis 8.000 € netto für den Estrich selbst. Kommt der Abbruch des alten Estrichs dazu, sind es 1.800 bis 3.800 € mehr. Bei Fußbodenheizung rechnen Sie zusätzlich mit 280 bis 650 € für Funktionsheizen und Protokoll.
Was kostet Estrich pro m² inklusive Material?
Die genannten 45 bis 80 €/m² sind Komplettpreise inklusive Material, Einbau, Dämmung und Randdämmstreifen. Reine Materialkosten liegen bei 12 bis 22 €/m² – der Rest ist Arbeit, Anfahrt, Gerät und Entsorgung.
Wie lange muss Estrich trocknen?
Bis zur Belegreife 4 bis 6 Wochen bei Zementestrich, 3 bis 4 Wochen bei Anhydrit. Begehbar ist er nach 2 bis 3 Tagen, belastbar nach etwa einer Woche. Trockenestrich ist sofort belegbar, Schnellestrich nach 3 bis 7 Tagen.
Stimmt die Regel „ein Zentimeter pro Woche“?
Nur bei guten Bedingungen: 20 °C, 50 % Luftfeuchte, gelüftet. In einer unbeheizten Altbauwohnung im November stimmt sie nicht. Und ab 4 cm Dicke verlangsamt sich die Trocknung überproportional. Verlassen Sie sich auf die Messung, nicht auf die Faustregel.
Was ist Belegreife?
Der Zustand, in dem die Restfeuchte so niedrig ist, dass ein Bodenbelag schadensfrei verlegt werden kann. Grenzwerte: Zementestrich höchstens 2,0 CM-% ohne und 1,8 CM-% mit Fußbodenheizung, Anhydrit 0,5 beziehungsweise 0,3 CM-%.
Wie wird die Belegreife gemessen?
Mit der CM-Messung. Eine Probe aus der unteren Estrichhälfte wird zerkleinert und mit Calciumcarbid in einem Druckbehälter verschlossen; der Gasdruck zeigt die Restfeuchte. Mindestens eine Messstelle je Raum oder je 200 m². Sie bekommen das Protokoll mit Datum, Ort und Wert.
Reicht ein elektronisches Feuchtemessgerät?
Nein. Geräte, die nur auf die Oberfläche gehalten werden, zeigen die Oberflächenfeuchte, nicht die Restfeuchte im Kern. Für die Belegreife ist in Österreich die CM-Messung das anerkannte Verfahren.
Was passiert, wenn zu früh belegt wird?
Parkett quillt und schüsselt, bei Vinyl staut sich die Feuchte unter dem dampfdichten Belag und der Kleber verseift, Fliesen reißen, Teppich stockt. Die Folge ist Belag raus, trocknen, Belag neu – vier bis acht Wochen Verzug und doppelte Kosten.
Kann man die Trocknung beschleunigen?
Ja, mit Bauheizung und Bautrocknern, 180 bis 420 € pro Woche. Aber nicht in den ersten Tagen: Zugluft und Hitze direkt nach dem Einbringen führen zu Schwindrissen. Sinnvoll ist das Trocknen ab der zweiten Woche, kontrolliert.
Welcher Estrich ist der beste?
Es gibt keinen besten, nur den passenden. Zementestrich im Bad und überall, wo Feuchte auftreten kann. Anhydrit bei Fußbodenheizung wegen der besseren Rohrumschließung. Trockenestrich auf Holztramdecken und bei knapper Aufbauhöhe.
Was ist der Unterschied zwischen Zement- und Anhydritestrich?
Zementestrich ist feuchtebeständig, schwindet beim Trocknen und braucht länger. Anhydrit ist selbstnivellierend, dadurch sehr eben, trocknet schneller und schwindet kaum – ist aber nicht wasserbeständig und im Bad nur unter einer Abdichtung zulässig.
Welcher Estrich für Fußbodenheizung?
Anhydrit-Fließestrich, wenn es die Feuchtebelastung zulässt: Er umschließt das Rohr vollständig und überträgt die Wärme besser. Im Bad oder bei gemischten Räumen Zementestrich mit mindestens 45 mm Überdeckung über dem Rohr.
Was bedeutet CT-C25-F4?
CT steht für Zementestrich (cementitious), C25 für 25 N/mm² Druckfestigkeit, F4 für 4 N/mm² Biegezugfestigkeit. Das ist die übliche Klasse im Wohnbau. CA wäre Calciumsulfat, also Anhydrit. Die Bezeichnung gehört ins Angebot.
Wie dick muss der Estrich sein?
Auf Dämmung mindestens 45 mm bei Zementestrich, 40 mm bei Anhydrit. Über Heizrohren 45 mm Überdeckung. Im Verbund auf der Rohdecke reichen 30 bis 50 mm. Die Dicke gilt über dem höchsten Punkt der Decke – bei krummen Altbaudecken ist das der entscheidende Punkt.
Warum ist die Estrichdicke im Altbau ein Thema?
Weil Gründerzeitdecken Höhenunterschiede von 3 bis 6 cm auf sechs Metern haben. Die Mindestdicke muss überall eingehalten werden, also richtet sich der Aufbau nach dem höchsten Punkt. Ohne Nivellementaufnahme vor dem Angebot wird die Menge zur Überraschung.
Wozu dient der Randdämmstreifen?
Er trennt den Estrich von allen aufgehenden Bauteilen, damit er sich beim Trocknen bewegen kann und kein Trittschall in die Wand wandert. 8 bis 10 mm, umlaufend, ohne Ausnahme. Abgeschnitten wird er erst nach dem Belag.
Brauche ich Bewegungsfugen?
Ab etwa 40 m² zusammenhängender Fläche, bei Seitenverhältnissen über 2:1, in jedem Türdurchgang und bei Fußbodenheizung entlang der Heizkreise. Ohne Fugen entstehen Risse, die sich durch den Belag zeichnen.
Was tun, wenn der Estrich Risse hat?
Haarrisse ohne Höhenversatz werden mit Harz verharzt und verklammert, das ist Routine. Risse mit Versatz oder hohl klingende Bereiche deuten auf einen Aufbaufehler hin – dort gehört der Estrich abschnittsweise ersetzt.
Was ist eine Hohlstelle und warum ist sie schlimm?
Ein Bereich ohne Verbund zum Untergrund, erkennbar am hohlen Klang beim Abklopfen. Unter Belastung bricht der Estrich dort. Ursache ist meist eine verschmutzte oder nicht grundierte Rohdecke beim Verbundestrich.
Kann man Fußbodenheizung nachträglich einfräsen?
Ja, in einen bestehenden, ausreichend dicken und rissfreien Estrich werden Nuten gefräst und Heizrohre eingelegt: 90 bis 160 €/m². Das spart Aufbauhöhe und reagiert schnell, weil wenig Masse aufgeheizt wird. Vorher wird die Estrichdicke geprüft.
Was ist Funktionsheizen?
Das vorgeschriebene stufenweise Aufheizen und Abkühlen der Fußbodenheizung nach ÖNORM EN 1264, jeder Schritt protokolliert. Es beweist die Funktion der Anlage und bringt den Estrich in den Betriebszustand. Ohne Aufheizprotokoll übernimmt kein Bodenleger die Gewährleistung.
Ersetzt das Funktionsheizen die CM-Messung?
Nein. Das Funktionsheizen zeigt, dass die Anlage arbeitet, nicht dass der Estrich trocken ist. Beides ist nötig, und beides wird protokolliert.
Was ist Trockenestrich?
Platten aus Gipsfaser oder Holzwerkstoff, die verklebt und verschraubt auf einer Schüttung verlegt werden. Kein Wasser im Bau, sofort begehbar und belegbar, geringes Gewicht. Die Lösung bei Holztramdecken und knapper Aufbauhöhe.
Warum Trockenestrich im Altbau?
Wegen des Gewichts. Ein 70 mm dicker Zementestrich wiegt rund 140 kg/m², ein Trockenestrichaufbau 25 bis 50 kg/m². Gründerzeitdecken tragen 150 bis 250 kg/m² insgesamt – inklusive Möbel und Menschen. Die Rechnung geht mit Nassestrich oft nicht auf.
Was liegt unter dem alten Parkett im Gründerzeithaus?
Meist ein Blindboden auf Polsterhölzern, darunter eine Schüttung aus Sand, Schlacke oder Bauschutt. Diese Schüttung ist Schallschutz und Lastausgleich zugleich. Wird sie entfernt, muss sie ersetzt werden – heute meist durch gebundene Blähglasschüttung.
Was kostet es, alten Estrich zu entfernen?
18 bis 38 € pro m² inklusive Abbruch, Abtransport und Entsorgung. Bei 80 m² sind das 1.440 bis 3.040 €. Im Altbau kommt oft die Entfernung der alten Schüttung dazu, die separat kalkuliert wird.
Muss der alte Estrich immer raus?
Nein. Wenn er trocken, tragfähig, rissfrei und die Höhe passt, kann er bleiben – dann wird er gespachtelt und neu belegt. Das entscheidet sich mit Abklopfen, Feuchtemessung und Höhenaufnahme vor Ort, nicht am Telefon.
Was ist Sichtestrich?
Ein Estrich, dessen Oberfläche das Endergebnis ist: geschliffen, gespachtelt und versiegelt, ohne weiteren Belag. 120 bis 190 €/m². Er verlangt eine sehr sorgfältige Ausführung, weil jeder Fehler sichtbar bleibt, und er zeigt Risse und Farbunterschiede als gestalterisches Merkmal.
Was ist Schnellestrich?
Zementestrich mit Zusatzmitteln, der nach 3 bis 7 Tagen belegreif ist statt nach Wochen. 70 bis 110 €/m². Sinnvoll bei Termindruck, etwa wenn ein Einzugstermin feststeht. Die Trockenheit wird trotzdem gemessen.
Was ist Verbundestrich?
Estrich, der direkt und ohne Dämmung auf die Rohdecke aufgebracht wird, mit Haftbrücke. 30 bis 50 mm, 38 bis 60 €/m². Üblich in Kellern, Garagen und Werkstätten, wo kein Trittschallschutz nötig, aber Belastbarkeit gefragt ist.
Welcher Estrich für Keller und Garage?
Verbundestrich oder Industrieestrich mit Hartstoffschicht, 90 bis 150 €/m². Bei Feuchte aus dem Erdreich gehört vorher eine Abdichtung oder Dampfbremse eingebaut, sonst wandert die Feuchte durch.
Welche Dämmung kommt unter den Estrich?
Trittschalldämmung ist im Wohnbau vorgeschrieben, üblich 30 mm. Darüber hinaus Wärmedämmung, wo darunter ein unbeheizter Raum liegt: EPS oder Mineralwolle, 30 bis 60 mm. Beide werden fugendicht verlegt, damit keine Schallbrücken entstehen.
Brauche ich eine Dampfbremse?
Über Erdreich, unbeheizten Kellern und Garagen ja. Sie verhindert, dass Feuchte von unten in Estrich und Belag wandert. Sie wird überlappend verlegt und an den Rändern hochgezogen.
Wie eben muss der Estrich sein?
Maßgeblich sind die Ebenheitstoleranzen nach ÖNORM DIN 18202. Für Böden mit erhöhter Anforderung sind es 3 mm auf 1 m Messlänge. Fließestrich erreicht das von selbst, bei Zementestrich hängt es an der Ausführung.
Muss vor dem Belag gespachtelt werden?
Bei Vinyl, Designbelägen und Teppich ja, 8 bis 18 €/m² – diese Beläge zeichnen jede Unebenheit nach. Bei Fliesen und Parkett meist nicht, dort gleicht die Verlegung aus.
Kann ich auf den Estrich fliesen?
Ja, sobald die Belegreife erreicht ist. Im Nassbereich kommt vorher die Verbundabdichtung nach ÖNORM B 3407 auf den Estrich. Bei Anhydrit im Bad ist diese Abdichtung nicht optional, sondern Voraussetzung.
Wie lange dauert das Verlegen selbst?
Eine 80-m²-Wohnung ist an einem Tag eingebracht, inklusive Vorbereitung sind es zwei bis drei Tage. Der Zeitfaktor ist nicht der Einbau, sondern die Trocknung danach.
Kann man während der Trocknung in der Wohnung wohnen?
Betreten ja, nach zwei bis drei Tagen. Wohnen eher nicht: Die Feuchte muss raus, das heißt regelmäßig lüften und gleichmäßig temperieren. Möbel und Kartons auf der Fläche behindern die Trocknung und führen zu ungleichmäßiger Restfeuchte.
Wird es laut?
Beim Abbruch des Altestrichs ja, das ist die lauteste Arbeit einer Wohnungssanierung, meist ein bis zwei Tage. Das Einbringen selbst ist vergleichsweise leise. Wir kündigen laute Arbeiten an und arbeiten werktags.
Wie kommt der Estrich in den vierten Stock?
Über Schlauchleitung von der Estrichpumpe auf der Straße. Dafür braucht es eine Parkspurbewilligung der MA 46, die wir organisieren. In engen Gassen wird die Anlieferung zur Terminsache – das gehört in den Bauzeitplan.
Führt Skyline Bau den Estrich selbst aus?
Ja. Ja, im Rahmen unserer Gewerbeberechtigungen. Reglementierte Gewerke wie Fußbodenheizung, Gas- und Sanitärtechnik oder Elektro laufen über konzessionierte Partnerbetriebe, die im Angebot namentlich stehen.
Estrich verlegen: Ist Skyline Bau ein Baumeister?
Nein. Skyline Bau ist die Marke des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH, eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO. Baumeisterleistungen und Statik erfolgen über konzessionierte Partnerbetriebe nach § 94 Z 5 GewO.
Estrich verlegen: Gibt es einen Festpreis?
Ja, nach Aufmaß und Höhenaufnahme, als Leistungsverzeichnis nach ÖNORM B 2110 mit Estrichbezeichnung, Dicke, Dämmung, Mengen und ausdrücklichen Ausschlüssen. Ohne Nivellement wäre die Menge im Altbau geraten.
Estrich verlegen: Welche Gewährleistung gibt es?
3 Jahre nach § 933 ABGB auf die Bauleistung. Sie bekommen CM-Messprotokoll, bei Fußbodenheizung das Aufheizprotokoll und Fotos des Aufbaus vor dem Einbringen – das ist die Grundlage, falls später jemand Fragen stellt.
Was ist im Preis nicht enthalten?
Bodenbelag, Sockelleisten, Spachtelung für Vinyl und Teppich, Bauheizung bei Winterbaustellen sowie die Fußbodenheizung selbst. Das steht im Angebot ausdrücklich unter „nicht enthalten“.
Estrich verlegen: Machen Sie auch kleine Flächen?
Ab etwa 20 m². Darunter dominieren Anfahrt und Gerätekosten den Preis so stark, dass ein spezialisierter Kleinbetrieb günstiger ist – das sagen wir Ihnen offen, statt ein überteuertes Angebot zu schreiben.
Estrich verlegen: Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Aufmaß binnen fünf Werktagen, Angebot innerhalb von zwei Werktagen danach. Der Einbautermin hängt von der Auslastung ab, liegt aber meist bei zwei bis vier Wochen.
Verlegen Sie Estrich in ganz Wien?
Ja. Entscheidend ist der Zugang: ob die Pumpe vor dem Haus stehen kann oder händisch eingebracht wird. Das beeinflusst Preis und Dauer.

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Rechtlicher Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH — eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO, kein konzessionierter Baumeister. Estrich führt Skyline Bau im Rahmen seiner Gewerbeberechtigungen aus. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen (§ 94 Z 5), Elektrotechnik (§ 94 Z 16), Gas- und Sanitärtechnik (§ 94 Z 25), Fliesenlegen (§ 94 Z 38) — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt.

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Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH. Die Bling Bling GmbH ist eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO und kein konzessionierter Baumeister. Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister” konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen, Statik, Gas- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt.