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Tiefbau Wienwas unter der Erde liegt,bestimmt den Preis.

Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.

Tiefbau umfasst alles unter der Geländeoberkante: Aushub, Kanal, Drainage, Leitungsgräben, Fundamente. Aushub 28–180 €/m³, Kanalanschluss 180–480 €/lfm, Drainage 85–220 €/lfm. Vor jeder Grabung stehen Baugrundgutachten und Leitungserkundung.

Tiefbau ist der Teil jedes Bauvorhabens, bei dem die größten Kostenüberraschungen entstehen – weil man nicht in den Boden sehen kann. Bodenklasse, Grundwasserstand, Altlasten und fremde Leitungen in der Trasse entscheiden über den Preis stärker als die Kubatur. Deshalb stehen zwei Untersuchungen vor jedem Angebot: das Baugrundgutachten um 1.800 bis 5.000 € und die Leitungserkundung um 400 bis 1.400 €. Wer ohne beide anbietet, schätzt.
✓ Baugrundgutachten vor dem Angebot✓ Leitungen geortet und eingemessen✓ Verbau ab 1,25 m✓ Entsorgung mit Wiegeschein✓ Festpreis mit Regelung für Mehrmengen

Was Tiefbau in Wien kostet

Richtwerte netto, Stand 2026. Die einzelnen Leistungen haben eigene Seiten mit vollständigen Preistabellen.

LeistungPreis nettoWas den Preis treibtDetails
Aushub28–180 €/m³Zugänglichkeit, Bodenklasse, EntsorgungAushub Wien
Kanalanschluss180–480 €/lfmTiefe, Oberfläche, öffentlicher GrundKanalbau Wien
Drainage85–220 €/lfmTiefe, Anschluss, Sickerschachtauf dieser Seite
Leitungsgraben45–260 €/lfmTiefe, Verbau, Handschachtungauf dieser Seite
Fundament140–320 €/lfmBaugrund, GründungstiefeFundament Wien
Planie und Verdichtung6–45 €/m²Auffüllmenge, VerdichtungsnachweisPlanieren Wien
Stützmauer280–650 €/lfmHöhe, Erddruck, DrainageStützmauer Wien

Querschnittspreise, die in jedem Tiefbauprojekt vorkommen

PositionEinheitPreis nettoWarum sie anfällt
Baugrundgutachtenpsch.1.800–5.000 €Bodenklasse, Grundwasser, Tragfähigkeit
Leitungserkundung und Einmessungpsch.400–1.400 €Strom, Gas, Wasser, Fernwärme, Telekom
Bodenanalyse auf SchadstoffeProbe250–850 €entscheidet über die Deponiegebühr
Grabenverbaulfm60–180 €ab 1,25 m Tiefe vorgeschrieben
WasserhaltungWoche600–2.200 €bei Grundwasser in der Baugrube
Handschachtungm³90–180 €bei Fremdleitungen oder ohne Zufahrt
Deponie unbelastett8–22 €Bodenaushub ohne Belastung
Deponie belastett45–180 €je nach Schadstoffklasse
Grabungsbewilligung MA 28psch.600–2.800 €Arbeiten im öffentlichen Gut
Wiederherstellung Asphaltm²120–320 €Tragschicht, Feinbelag
Beweissicherung Nachbarnpsch.800–3.500 €bei Aushub neben Bestandsbebauung
Rechenbeispiel · Einfamilienhaus, Drainage 38 lfm, Kanalanschluss 16 lfm, Leitungsgraben für Strom und Wasser 22 lfm
Baugrund, Leitungserkundung, Bewilligung5.400 €
Drainage mit Sickerschacht6.900 €
Kanalanschluss mit Schacht und Rückstauklappe7.800 €
Leitungsgraben, Verfüllung, Oberfläche4.600 €

Summe rund 24.700 € netto. Werden alle drei Gräben in einem Zug hergestellt, spart das gegenüber einzelner Vergabe meist 15 bis 25 % – Baustelleneinrichtung, Maschinen und Wiederherstellung fallen nur einmal an.

Zufahrten, Parkplätze und Privatstraßen stellen wir nach den Tiefbauarbeiten fertig: Asphaltierung mit Unterbau, Entwässerung und Decke.

Geht es nicht um einzelne Tiefbauarbeiten, sondern um eine ganze Trasse mit Leitungen und Fahrbahn, führt der Weg über Straßenbau – dort ist auch erklärt, warum ab dem Kanal in Laufmetern statt in Quadratmetern gerechnet wird.

Was Tiefbau umfasst – und warum die Reihenfolge alles bestimmt

Tiefbau ist alles, was unter der Geländeoberkante passiert: Aushub, Gründung, Leitungen, Entwässerung, Sicherung der Baugrube und die Wiederherstellung danach. Für den Bauherrn ist das der unsichtbarste Teil des Projekts und gleichzeitig der, in dem die meisten Nachträge entstehen – weil man erst nach dem ersten Baggerhub weiß, was tatsächlich im Boden liegt.

Im Tiefbau kostet nicht das Graben, sondern das, was man beim Graben findet. Ein Aushub in tragfähigem Kies ist Routine. Derselbe Aushub in Schwemmland, im Grundwasser, neben einem unterkellerten Nachbargebäude oder über einer nicht dokumentierten Leitung ist ein völlig anderes Projekt. Deshalb steht am Anfang die Erkundung: Baugrund, Leitungsbestand, Grundwasserstand, Nachbarbebauung. Wer diese vier Punkte vor dem Angebot klärt, bekommt einen belastbaren Preis. Wer sie überspringt, bekommt ein günstiges Angebot und eine teure Abrechnung.
ErkundungWas sie klärtKostenWas sie verhindert
Leitungsauskunft der TrägerLage von Kanal, Wasser, Strom, Gas, Datenmeist kostenlos, Vorlauf 1–3 WochenLeitungsschäden, Bauunterbrechung
BaugrundgutachtenBodenaufbau, Tragfähigkeit, Grundwasser1.500–4.500 €falsche Gründung, Bodenaustausch als Nachtrag
Suchschlitze vor Orttatsächliche Lage und Tiefe der Leitungen250–800 € je SchlitzTreffer beim Baggern trotz Auskunft
Beweissicherung NachbargebäudeZustand vor Baubeginn, mit Fotos und Rissprotokoll900–3.500 €Streit über Risse, die vorher schon da waren
Kontrolle der HöhenAnschlusshöhen für Kanal und GefälleVermessung 600–2.200 €Kanal ohne Gefälle, nachträgliche Hebeanlage

Die Beweissicherung ist der Punkt, der am häufigsten weggelassen und am bittersten bereut wird. Wer in Wien neben einem Gründerzeithaus gräbt, steht praktisch immer neben Rissen, die es vorher schon gab. Ohne Dokumentation vor Baubeginn lässt sich das nicht mehr auseinanderhalten – und die Beweislast liegt dann in der Praxis beim Bauführenden.

Der Boden entscheidet über den Preis

Die gleiche Kubikmeterzahl kostet je nach Bodenart das Drei- bis Fünffache. Deshalb steht in jedem prüffähigen Angebot, von welcher Bodenklasse ausgegangen wird – und was passiert, wenn es anders kommt.

BodenVerhalten beim AushubAufwandTypischer Preis je m³
Mutterboden, Humusleicht lösbar, wird meist wiederverwendetgering18–35 €
Sand, Kiesleicht lösbar, standfest nur begrenztgering, Böschung nötig28–55 €
Lehm, Tonbindig, klebt, bei Nässe kaum befahrbarmittel35–75 €
Schotter mit Steinenschwer lösbar, Werkzeugverschleißhoch55–110 €
Fels oder Beton im Untergrundmuss gebrochen oder gemeißelt werdensehr hoch95–180 €
Kontaminiertes MaterialBeprobung, getrennte Entsorgungnach BefundEntsorgung ab 90 €/t

Dazu kommt der Wassergehalt. Ein lehmiger Boden ist trocken gut zu bearbeiten und nach drei Regentagen praktisch unbrauchbar: Er lässt sich weder verdichten noch abtransportieren, ohne dass er die Straße verschmutzt. Deshalb verschieben wir Aushubarbeiten in bindigem Boden lieber um zwei Tage, statt Material einzubauen, das später nachsackt.

Baugrube sichern: Böschung, Verbau oder Spundwand

Ab einer gewissen Tiefe steht eine Grube nicht mehr von selbst. Wie gesichert wird, hängt von Tiefe, Boden, Platz und Nachbarbebauung ab – und ist der größte Einzelposten, sobald es eng wird.

VarianteWann sie passtVorteilGrenze
BöschungPlatz vorhanden, standfester Bodengünstig, kein Materialbraucht viel Fläche, bei Nässe kritisch
Grabenverbau mit VerbauboxLeitungsgräben ab etwa 1,25 m Tiefeschnell, wiederverwendbarnur für Gräben, nicht für Baugruben
Trägerbohlwandtiefere Baugruben, mäßiger Platzanpassbar, wirtschaftlichnicht wasserdicht
SpundwandGrundwasser, wenig Platzdicht, tragfähigRammerschütterung, teuer
Bohrpfahlwanddirekt an Bestandsgebäudenerschütterungsarm, sehr steifhöchste Kosten, Spezialgerät

Warum das so wichtig ist: Eine ungesicherte Grube ist nicht nur ein Arbeitsschutzproblem, sie zieht auch den Nachbargrund nach. Setzt sich das Nachbargebäude, endet das Projekt vor Gericht statt auf der Baustelle. Deshalb wird die Sicherung nach den Vorgaben geplant und nicht nach Erfahrung geschätzt; bei Baugruben neben Bestand kommt zwingend eine statische Beurteilung dazu.

Wasser in der Baugrube

Grundwasser und Schichtenwasser sind der häufigste Grund, warum ein Tiefbauprojekt teurer wird als kalkuliert. Beides lässt sich vorher feststellen – das Baugrundgutachten nennt den Stand zum Zeitpunkt der Bohrung, und der schwankt jahreszeitlich.

SituationMaßnahmeGrößenordnung
Oberflächenwasser, RegenPumpensumpf, Ableitunggering, im Baustellenbetrieb enthalten
Schichtenwasser über bindiger SchichtDränage entlang der Grube, Ableitung45–140 €/lfm
Grundwasser wenig über Aushubsohleoffene Wasserhaltung mit PumpenTagespauschalen, je nach Menge
Grundwasser deutlich über SohleGrundwasserabsenkung mit Brunnenprojektabhängig, bewilligungspflichtig
Dauerhafte Wasserhaltung nötigdichte Baugrube, UnterwasserbetonSonderfall mit eigener Planung

Wichtig dabei: Eine Grundwasserabsenkung ist in Wien wasserrechtlich bewilligungspflichtig und braucht Vorlauf. Wer das erst feststellt, wenn die Grube voll Wasser steht, verliert Wochen. Deshalb gehört die Frage nach dem Grundwasserstand in jede erste Besprechung, auch wenn das Projekt klein wirkt – bei Kellern und tiefen Kanälen entscheidet sie über den gesamten Ablauf.

Verfüllen und verdichten: der unsichtbare Qualitätsunterschied

Nach den Leitungen wird der Graben verfüllt. Was dabei passiert, sieht niemand – und genau deshalb wird hier am meisten gespart. Die Folgen zeigen sich ein bis drei Jahre später als Rinne im Asphalt, als absackende Pflasterfläche oder als Riss im Estrich über der verfüllten Baugrube.

AusführungWas passiertFolge
Aushub zurückkippen, einmal überfahrenkeine echte Verdichtung, Hohlräume bleibenSetzungen von mehreren Zentimetern
Lagenweise verfüllen, je 30 cm verdichtetgleichmäßige Dichte über die ganze TiefeFläche bleibt eben
Ungeeignetes Material eingebautbindiger Aushub im Leitungsgrabenbleibt weich, sackt unter Last
Bettung um das Rohr fehltRohr liegt auf Steinen aufRohrbruch unter Verkehrslast
Verdichtung dokumentiertNachweis je Lage oder Abschnittim Streitfall belegbar
Die Faustregel lautet: 30 Zentimeter, dann verdichten. Wer eineinhalb Meter Graben in einem Zug verfüllt, bekommt oben eine feste Schicht und unten Hohlräume. Deshalb wird lagenweise gearbeitet, mit dem passenden Gerät – Rüttelplatte für Sand und Kies, Stampfer für bindigen Boden und enge Gräben. Das kostet Zeit, und diese Zeit ist der Unterschied zwischen einem Graben, den man nach fünf Jahren nicht mehr sieht, und einer Rinne, die jeden Winter tiefer wird.

Anschlüsse: wer darf was

AnschlussGraben und VerlegungAnschluss ans NetzWas wir übernehmen
KanalwirTräger beziehungsweise befugter BetriebGraben, Bettung, Rohr, Schacht, Wiederherstellung
WasserwirWasserversorgerGraben, Leerrohr, Schutzrohr, Verfüllung
StromwirNetzbetreiberGraben, Leerrohre, Sandbett, Warnband
GaswirNetzbetreiberGraben nach Vorgabe, Verfüllung
Daten und TelekomwirAnbieterLeerrohre, Schächte
ErdwärmesondenBohrfirmaFachbetriebGrabenarbeiten, Zuleitung ins Haus

Für Sie bedeutet das: Wir sind Ihr Ansprechpartner für alles, was im Boden passiert, und koordinieren die Termine der Träger. Die eigentlichen Netzanschlüsse führen die dafür zuständigen Betriebe aus – das ist nicht Arbeitsteilung aus Bequemlichkeit, sondern Vorgabe. Was wir zusagen können, ist, dass der Graben offen ist, wenn der Träger kommt, und dass er wieder geschlossen und wiederhergestellt wird, wenn alle fertig sind.

Typische Tiefbauprojekte und was sie kosten

Rechenbeispiel 1 · Einfamilienhaus, Baugrube 120 m², Anschlüsse und Drainage
Aushub 320 m³, Abtransport, Böschung16.800 €
Kanalanschluss 22 lfm, Schacht, Höhenkontrolle8.900 €
Leitungsgraben Wasser, Strom, Daten, 18 lfm4.600 €
Drainage 42 lfm, Sickerschacht, Verfüllung verdichtet11.400 €

Summe rund 41.700 € netto. Der größte Posten ist der Aushub samt Entsorgung – bei belastetem Material oder Fels steigt genau dieser Block am stärksten.

Rechenbeispiel 2 · Zinshaus, Kanalerneuerung im Hof, 35 lfm, beengte Zufahrt
Leitungserkundung, Suchschlitze, Beweissicherung4.200 €
Aushub mit Kleingerät, teils Handschachtung12.600 €
Kanal 35 lfm, zwei Schächte, Dichtheitsprüfung17.900 €
Verfüllung lagenweise, Wiederherstellung der Hoffläche9.300 €

Summe rund 44.000 € netto, also 1.257 € je Laufmeter. Der Unterschied zum freien Gelände liegt fast vollständig in der Zugänglichkeit: Kleingerät, Handschachtung und Materialtransport durch die Durchfahrt verdoppeln den Aushubpreis.

Was die Zugänglichkeit ausmacht

SituationGerätLeistung je TagAuswirkung auf den Preis
Freies Gelände, Lkw-ZufahrtKettenbagger 8–14 thochBasispreis
Hof mit Durchfahrt über 2,5 mMinibagger 3–5 tetwa halb so viel+40 bis 80 %
Enge Durchfahrt unter 2 mKleinstgerät, teils Handarbeitgering+100 bis 200 %
Keller, InnenräumeHandschachtung, Förderbandsehr geringVielfaches
LeitungsnäheHandschachtung vorgeschriebengeringje lfm deutlich höher

Deshalb ist die erste Frage bei jeder Tiefbauanfrage nicht „wie viele Kubikmeter", sondern „wie kommt das Gerät hin und wohin mit dem Material". In Wiener Innenhöfen entscheidet das über den Preis stärker als die Aushubmenge selbst.

Wiederherstellung: der Teil, den der Kunde sieht

Nach dem Verfüllen muss die Oberfläche wieder so aussehen wie vorher – oder besser. Das ist keine Nebenleistung, sondern ein eigener Kostenblock, der in Angeboten häufig fehlt.

OberflächeWiederherstellungPreis netto
Rasen, GrünflächeHumus, Planie, Ansaat12–35 €/m²
KiesflächeAufbau ergänzen, verdichten25–55 €/m²
PflasterflächeSteine aufnehmen, Bettung neu, wieder verlegen65–140 €/m²
AsphaltflächeSchnittkante, Aufbau, Trag- und Deckschicht95–210 €/m²
Betonflächeausschneiden, bewehren, neu betonieren180–450 €/m²
Öffentlicher Gehsteignach Vorgabe des Trägers, mit Bewilligungnach Ausschreibung

Ein Angebot, das den Graben kalkuliert und die Wiederherstellung offenlässt, ist nicht günstiger – es ist unvollständig. Bei einer Pflasterfläche über einem 30 Meter langen Graben fehlen so schnell 5.000 bis 10.000 Euro, die später als Nachtrag kommen.

Drainage: wann sie nötig ist

SituationDrainage sinnvoll?Was stattdessen oder zusätzlich
Hanglage, Wasser drückt gegen die KellerwandjaAbdichtung außen, Noppenbahn
Bindiger Boden, Lehm oder TegeljaSickerschacht oft nicht möglich, Kanaleinleitung prüfen
Durchlässiger Schotterbodenmeist nichtWasser versickert von selbst
Hoher Grundwasserstandneinweiße Wanne, Drainage senkt Grundwasser nicht dauerhaft
Feuchter Keller im Altbaunach Befundoft ist aufsteigende Feuchte die Ursache, nicht Sickerwasser
Eine Drainage hilft gegen Sicker- und Stauwasser, nicht gegen Grundwasser. Liegt der Keller im Grundwasser, braucht es eine weiße Wanne. Und bei feuchten Kellern im Altbau ist die Ursache häufiger aufsteigende Feuchte als Wasser von außen – dann hilft die Drainage gar nicht, sondern eine Horizontalsperre. Deshalb steht vor der Drainage die Frage, woher das Wasser kommt.

Gründung: worauf das Gebäude steht

Die Gründung überträgt alle Lasten des Gebäudes in den Boden. Welche Art richtig ist, entscheidet nicht der Preis, sondern der Baugrund – und diese Entscheidung ist die einzige im ganzen Projekt, die sich später praktisch nicht mehr korrigieren lässt.

GründungsartWann sie passtGrößenordnungHinweis
Streifenfundamenttragfähiger Boden in geringer Tiefe140–320 €/lfmStandard bei Einfamilienhäusern
Fundamentplattegleichmäßige Lastverteilung, Keller oder Bodenplatte160–320 €/m²oft mit Wärmedämmung kombiniert
PunktfundamenteStützen, Carports, Nebengebäude280–900 € je StückFrosttiefe beachten
Bodenaustauschweicher Boden in begrenzter Tiefe45–120 €/m³wirtschaftlich bis etwa 1,5 m
Tiefgründung mit Pfählentragfähige Schicht erst tief untenSpezialtiefbau, projektabhängigeigene Planung, Fachfirma
Fundamentverstärkung im BestandAufstockung, Dachausbau, Setzungensiehe eigene Seiteimmer mit Statik

Ein Punkt, der bei Altbauten regelmäßig auftaucht: Bestandsfundamente reichen im Gründerzeithaus oft nur wenige Zentimeter unter den Kellerboden und bestehen aus Bruchstein oder Stampfbeton. Wer daneben tiefer gräbt, entzieht ihnen seitlichen Halt. Das ist der Hauptgrund, warum Kellervertiefungen und Baugruben neben Altbauten eine statische Beurteilung brauchen – siehe Fundamentverstärkung.

Wie ein Tiefbauprojekt abläuft

1 · ErkundungLeitungsauskünfte, Baugrund, Höhen, Beweissicherung. Ergebnis ist die Grundlage für Preis und Verfahren.
2 · Planung und BewilligungenVerbau, Wasserhaltung, Anschlüsse, gegebenenfalls Grabungsbewilligung auf öffentlichem Grund.
3 · EinrichtungZufahrt, Lagerflächen, Absicherung, Schutz von Bäumen und Nachbargrenzen.
4 · Aushub und SicherungLagenweise abtragen, Böschung oder Verbau, Sohle prüfen.
5 · Leitungen und GründungKanal im Gefälle zuerst, danach Druckleitungen und Kabel, dann Fundamente.
6 · Verfüllen und verdichtenLagenweise, mit Nachweis. Hier entscheidet sich, ob die Fläche darüber eben bleibt.
7 · Wiederherstellung und AbnahmeOberfläche herstellen, Einmessung, Protokolle, Übergabe.

Die Reihenfolge klingt selbstverständlich und wird trotzdem oft durchbrochen – meist, weil ein Gewerk früher fertig sein will. Das Ergebnis ist regelmäßig dasselbe: Es wird ein zweites Mal geöffnet. Deshalb halten wir an der Abfolge fest, auch wenn es zwischendurch nach Wartezeit aussieht.

Warum Tiefbau aus einer Hand günstiger ist

  • Ein Graben statt drei. Strom, Wasser, Kanal und Drainage liegen oft in derselben Trasse. Einmal graben, alles verlegen, einmal verfüllen.
  • Eine Baustelleneinrichtung. Bagger, Verbau und Wasserhaltung kommen einmal, nicht dreimal.
  • Eine Wiederherstellung. Pflaster und Asphalt werden einmal aufgebrochen und einmal geschlossen.
  • Eine Einmessung. Alle Leitungen in einem Bestandsplan – die Grundlage, um sie in zwanzig Jahren wiederzufinden.

Winter, Wetter und Bauzeit im Tiefbau

BedingungWas möglich istWas nicht geht
Frost bis wenige ZentimeterAushub mit Aufreißen der FrostschichtVerdichtung von gefrorenem Material
DauerfrostGräben nur mit MehraufwandEinbau von Beton ohne Schutzmaßnahmen
Dauerregen, bindiger BodenSicherungsarbeiten, Transport ruhtVerdichten, befahren, Material einbauen
Hitzenormale ArbeitenBeton ohne Nachbehandlung
SchneelageBaustelle wird gesichertHöhenkontrolle, Feinplanum

Anders als im Hochbau ist Tiefbau im Winter grundsätzlich möglich, aber teurer und langsamer. Entscheidend ist nicht die Temperatur an sich, sondern ob verdichtet werden kann – gefrorenes oder durchnässtes Material lässt sich nicht einbauen, und wer es trotzdem tut, erzeugt genau die Setzungen, die später niemand mehr zuordnen kann. Wir verschieben solche Arbeiten lieber, als sie unter falschen Bedingungen auszuführen, und sagen das vorher statt hinterher.

Nachbarn, Anrainer und Beweissicherung

In Wien wird fast nie auf freiem Feld gegraben. Neben der Baugrube steht ein Haus, darüber liegt eine Zufahrt, daneben ein Garten. Was das bedeutet:

  • Beweissicherung vor Baubeginn. Fotos und Rissprotokoll der angrenzenden Gebäude, 900 bis 3.500 €. Ohne sie ist später nicht zu klären, welche Risse vorher da waren.
  • Erschütterungen im Blick behalten. Rammen, Meißeln und schweres Gerät übertragen sich über den Boden. Bei empfindlichem Bestand wird mit erschütterungsarmen Verfahren gearbeitet.
  • Zufahrten offen halten. Anrainer, Rettung und Müllabfuhr müssen durch – das gehört in die Planung, nicht in die Improvisation.
  • Verschmutzung der Straße. Bei bindigem Boden verschleppen Lkw Material auf die Fahrbahn; Reinigung ist Pflicht und wird eingeplant.
  • Lärmzeiten einhalten. Ankündigung und feste Arbeitszeiten verhindern den Großteil der Beschwerden.

Die wirksamste Maßnahme ist auch hier die billigste: ein Aushang zwei Wochen vorher mit Zeitraum, Ablauf und Ansprechpartner. Anrainer, die informiert sind, melden Probleme bei der Bauleitung statt bei der Behörde.

Was ein prüffähiges Tiefbauangebot enthält

  • Bodenklasse, von der ausgegangen wird, samt Einheitspreis für abweichende Klassen.
  • Aushubmengen in Kubikmetern, getrennt nach Wiedereinbau und Abtransport.
  • Entsorgung nach Tonnen mit Angabe der Qualität, plus Position für belastetes Material.
  • Grabenmeter mit Tiefe und Breite statt „Graben pauschal".
  • Verbau als eigene Position, mit der Angabe, ab welcher Tiefe er eingerechnet ist.
  • Wasserhaltung, zumindest als Bedarfsposition.
  • Verfüllung und Verdichtung mit Angabe des Materials und des Nachweises.
  • Wiederherstellung der Oberfläche nach Art und Fläche.

Fehlen Verbau, Wasserhaltung und Wiederherstellung, sieht das Angebot um 20 bis 40 Prozent günstiger aus, als das Projekt am Ende kostet. Das ist kein böser Wille, sondern die übliche Folge davon, dass diese Positionen erst nach dem Aushub sichtbar werden – deshalb stehen sie bei uns von Anfang an mit Einheitspreisen drin.

Was Sie am Ende bekommen

  • Einmessung der neuen Leitungen mit Lage und Tiefe – Voraussetzung für jede spätere Grabung.
  • Verdichtungsnachweise für Gräben und Baugrubensohle.
  • Dichtheitsprüfung bei Kanalleitungen, Druckprobe bei Wasserleitungen.
  • Fotodokumentation von Sohle, Bettung, Rohrlage und Verfüllung.
  • Entsorgungsnachweise für abtransportiertes Material.
  • Abnahmeprotokoll nach ÖNORM B 2110 mit Fristen und Rücklässen.

Drei Fragen, die den Preis mehr bestimmen als die Menge

Wer zwei Tiefbauangebote vergleicht, sollte nicht auf die Endsumme schauen, sondern auf die Antworten zu diesen drei Fragen. Sie erklären fast jede Differenz.

FrageWarum sie den Preis bestimmtSpanne
Wie kommt das Gerät hin?Gerätegröße entscheidet über die Tagesleistungbis zum Dreifachen bei enger Zufahrt
Was steht im Boden an?Bodenklasse und Wasser bestimmen Aushub und Sicherung28 bis 180 €/m³
Was muss danach wiederhergestellt werden?Rasen, Pflaster oder Asphalt unterscheiden sich um das Zehnfache12 bis 210 €/m²

Alle drei lassen sich vor dem Angebot klären – die erste bei der Begehung, die zweite über Gutachten und Suchschlitze, die dritte durch einen Blick auf die betroffene Fläche. Genau das machen wir, bevor wir einen Preis nennen. Ein Angebot ohne diese Klärung ist keine Kalkulation, sondern eine Schätzung mit eingebautem Nachtrag.

Aus demselben Grund nennen wir am Telefon keinen Quadratmeter- oder Kubikmeterpreis für ein konkretes Projekt. Die Spanne wäre so breit, dass sie niemandem hilft: Derselbe Aushub kostet im freien Gelände ein Drittel dessen, was er im Innenhof mit zwei Meter Durchfahrt kostet.

Nach einer Begehung von dreißig Minuten steht dagegen fest, welches Gerät hineinkommt, wohin das Material geht und was wiederherzustellen ist – und damit steht auch der Preis. Die Begehung selbst ist kostenlos, in ganz Wien und im Umland, binnen fünf Werktagen.

Die häufigsten Fehler im Tiefbau

  • Ohne Leitungserkundung gegraben. Eine angefahrene Gasleitung ist nicht nur teuer, sondern gefährlich.
  • Ohne Bodenanalyse angeboten. Belasteter Aushub kostet auf der Deponie das Vier- bis Achtfache.
  • Verbau eingespart. Ab 1,25 m Tiefe vorgeschrieben – nicht verhandelbar.
  • Nicht lagenweise verfüllt. Der Graben sackt nach dem ersten Winter, Pflaster und Asphalt darüber reißen.
  • Leitungen nicht eingemessen. In zwanzig Jahren weiß niemand mehr, wo sie liegen.

Aushub: wohin mit dem Material

Bei einem Einfamilienhaus fallen 250 bis 400 Kubikmeter Aushub an, das sind 400 bis 700 Tonnen. Was damit passiert, ist ein eigener Kostenblock – und der einzige, bei dem sich durch Planung wirklich sparen lässt.

WegVoraussetzungKostenHinweis
Wiedereinbau auf dem Grundstückgeeignetes Material, Platz, Höhenplanunggünstigste Variantespart Abtransport und Deponie
Zwischenlagerung auf der BaustelleFläche vorhandengeringMaterial bleibt verfügbar für die Verfüllung
Abtransport, unbelastetNachweis der Qualität28–65 €/m³ inklusive DeponieStandardfall
Abtransport, belastetBeprobung, Deklarationab 90 €/t Entsorgunghäufig bei Altstandorten
Recycling von Bauschuttsortenreine Trennunggünstiger als DeponieBeton und Asphalt werden wiederverwertet

Der größte Hebel liegt in der ersten Zeile: Wird der Aushub auf dem Grundstück wiederverwendet – für Geländemodellierung, Hinterfüllung oder Lärmschutzwall –, entfallen Abtransport und Deponiegebühr für dieses Volumen vollständig. Das setzt voraus, dass das Material geeignet ist und die Höhenplanung es vorsieht. Deshalb gehört die Frage in die Planung und nicht auf die Baustelle, wenn der Lkw schon wartet.

Wer im Tiefbau was darf

LeistungAusführung
Aushub, Planum, Bodenaustausch, Verdichtungeigene Ausführung
Gräben, Bettung, Verfüllung, Wiederherstellungeigene Ausführung
Kanal, Regenwasser, Drainage, Schächteeigene Ausführung nach Vorgaben des Trägers
Fundamente, Bodenplatten, Stützmauerneigene Ausführung
Statik, Verbauplanung, VermessungZiviltechniker als Partnerbetrieb, im Angebot genannt
Netzanschlüsse Strom, Gas, WasserNetzbetreiber beziehungsweise befugter Fachbetrieb
Spezialtiefbau, Pfähle, SpundwändeSpezialunternehmen, von uns koordiniert

Diese Aufteilung steht in jedem Angebot. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Ansprechpartner: Die Koordination der Termine, der Zustand der Baustelle und die Wiederherstellung bleiben bei uns, auch wenn zwischendurch fünf andere Betriebe im Graben stehen.

Abgrenzung: welche Seite passt

Ihr VorhabenPassende Seite
Nur Aushub und AbtransportAushub
Kanalanschluss, Senkgrube auflassenKanalbau
Wasser- und DruckleitungenRohrleitungsbau
Gelände modellieren, PlanumErdbewegungen und Planieren
Straße oder Erschließung mit LeitungenStraßenbau
Fläche asphaltierenAsphaltierung
Fundamente verstärkenFundamentverstärkung
Stützmauer am HangStützmauer

Diese Seite bündelt, was allen gemeinsam ist: Erkundung, Bodenklasse, Sicherung, Wasser, Verdichtung und Wiederherstellung. Wer genau eine dieser Leistungen braucht, ist auf der jeweiligen Seite schneller am Ziel; wer mehrere kombiniert, spart mit einer gemeinsamen Vergabe die Schnittstellen.

Warum Tiefbau der Teil ist, an dem sich Projekte entscheiden

Im Hochbau sieht man jeden Fehler: eine schiefe Wand, eine schlechte Fuge, einen unsauberen Anstrich. Im Tiefbau sieht man nichts – weder die Bodenklasse noch die Bettung, weder die Verdichtung noch die Lage der Leitungen. Genau deshalb entstehen hier die Streitfälle: Wenn drei Jahre später eine Fläche absackt oder ein Rohr bricht, lässt sich ohne Dokumentation nicht mehr klären, woran es lag.

Unsere Konsequenz daraus ist unspektakulär, aber wirksam: Wir fotografieren jede Ebene, bevor sie verschwindet, messen jede neue Leitung ein, weisen Verdichtung und Dichtheit nach und führen im Angebot an, von welchen Annahmen wir ausgehen. Das macht Angebote auf den ersten Blick umfangreicher und im Vergleich manchmal teurer. In der Abrechnung ist es der günstigere Weg, weil die Positionen, die dort stehen, bei anderen als Nachtrag kommen – und weil Sie bei einem Schaden nicht diskutieren, sondern nachsehen können.

Wann Sie uns nicht brauchen

Für einen einzelnen Hausanschluss auf öffentlichem Grund, den der Netzbetreiber selbst herstellt, braucht es kein Bauunternehmen – dort übernimmt Wien Energie oder Wiener Wasser die Leitung bis zur Grundstücksgrenze. Wir übernehmen ab dort, auf Ihrem Grundstück und im Gebäude.

Häufige Fragen zum Tiefbau in Wien

Warum entscheidet die Zufahrt so stark über den Preis?
Weil sie die Gerätegröße bestimmt. Ein 12-Tonnen-Bagger leistet ein Vielfaches eines Minibaggers. Bei einer Durchfahrt unter zwei Metern steigt der Aushubpreis um 100 bis 200 Prozent, weil mit Kleinstgerät und teils von Hand gearbeitet wird.
Was kostet es, wenn Fels oder Beton im Boden auftaucht?
95 bis 180 € je Kubikmeter statt 28 bis 55 € in normalem Boden. Deshalb steht in unseren Angeboten, von welcher Bodenklasse ausgegangen wird, und für abweichende Klassen ein Einheitspreis – so bleibt ein Nachtrag rechenbar.
Wann ist eine Grundwasserabsenkung nötig?
Wenn das Grundwasser deutlich über der Aushubsohle steht. Sie ist wasserrechtlich bewilligungspflichtig und braucht Vorlauf. Bei geringem Zutritt reicht eine offene Wasserhaltung mit Pumpensumpf.
Was ist eine Beweissicherung und brauche ich sie?
Eine Dokumentation der Nachbargebäude vor Baubeginn mit Fotos und Rissprotokoll, 900 bis 3.500 €. In Wien praktisch immer sinnvoll, weil Altbauten fast immer schon Risse haben – ohne Dokumentation lässt sich das später nicht auseinanderhalten.
Kann der Aushub am Grundstück bleiben?
Wenn das Material geeignet ist und die Höhenplanung es vorsieht, ja – für Modellierung, Hinterfüllung oder einen Wall. Das spart Abtransport und Deponiegebühr für dieses Volumen vollständig und ist der größte Sparhebel im Tiefbau.
Welche Gründung ist die richtige?
Das entscheidet der Baugrund, nicht der Preis: Streifenfundament bei tragfähigem Boden, Fundamentplatte bei gleichmäßiger Lastverteilung, Bodenaustausch bei weichem Boden bis etwa 1,5 m, darunter Tiefgründung. Grundlage ist das Baugrundgutachten.
Warum sackt eine Fläche über einem alten Graben ab?
Weil lagenweise verdichtet werden muss – etwa alle 30 cm. Wird der Graben in einem Zug verfüllt, bleiben unten Hohlräume, und die Fläche sackt über Jahre nach. Sichtbar wird das als Rinne im Belag.
Ist die Wiederherstellung der Oberfläche enthalten?
Bei uns ja, als eigene Position nach Art und Fläche – Rasen 12 bis 35 €/m², Pflaster 65 bis 140 €/m², Asphalt 95 bis 210 €/m². Fehlt diese Position in einem Angebot, wirkt es günstiger und wird später teurer.
Kann bei Frost gegraben und verfüllt werden?
Graben ja, mit Mehraufwand für das Aufreißen der Frostschicht. Verfüllen und Verdichten von gefrorenem oder durchnässtem Material geht nicht – daraus entstehen genau die Setzungen, die später als Rinne im Belag sichtbar werden. Wir verschieben solche Arbeiten lieber, als sie unter falschen Bedingungen auszuführen.
Was passiert, wenn eine unbekannte Leitung auftaucht?
Anhalten, sichern, dokumentieren und mit dem Träger klären, bevor weitergearbeitet wird. In Wien kommt das regelmäßig vor, weil Leitungen oft flacher liegen als dokumentiert – deshalb arbeiten wir in Leitungsnähe grundsätzlich von Hand.
Was umfasst Tiefbau?
Alle Arbeiten unter der Geländeoberkante: Aushub, Baugrube, Kanal, Drainage, Leitungsgräben, Fundamente, Verbau und Wasserhaltung. Im Wohnbau vor allem die Arbeiten rund ums Haus und die Anschlüsse ans öffentliche Netz.
Warum sind Tiefbauangebote so unterschiedlich?
Weil Bodenklasse, Grundwasser, Altlasten und fremde Leitungen den Preis stärker bestimmen als die Kubatur. Wer ohne Baugrundgutachten und Leitungserkundung anbietet, schätzt – und holt die Differenz später über Nachträge.
Brauche ich ein Baugrundgutachten?
Für alles Tragende und für tiefere Gräben ja, 1.800 bis 5.000 €. Es nennt Bodenklasse, Tragfähigkeit und Grundwasserstand. In Wien wechselt der Untergrund kleinräumig – was nebenan gilt, muss auf Ihrem Grundstück nicht gelten.
Was ist Leitungserkundung?
Ortung und Einmessung aller bestehenden Leitungen in der Trasse, 400 bis 1.400 €. Zusätzlich werden die Leitungspläne der Netzbetreiber eingeholt. Wo die Lage unsicher ist, wird von Hand geschachtet.
Ab welcher Tiefe braucht es Verbau?
Ab 1,25 m wird geböscht oder verbaut – Arbeitnehmerschutz, nicht verhandelbar. Verbaubox für Künetten 60 bis 180 € je Laufmeter, für Baugruben Spundwand oder Bohrpfahlwand.
Was kostet eine Drainage?
85 bis 220 € je Laufmeter inklusive Aushub, Drainrohr, Filtervlies, Kies und Verfüllung. Dazu kommt ein Sickerschacht oder der Anschluss an den Kanal. Eine Drainage mit 38 Laufmetern samt Sickerschacht liegt bei rund 6.900 €.
Hilft eine Drainage gegen einen feuchten Keller?
Nur wenn Sicker- oder Stauwasser von außen die Ursache ist. Bei Grundwasser braucht es eine weiße Wanne, bei aufsteigender Feuchte eine Horizontalsperre. Im Altbau ist aufsteigende Feuchte häufiger – dann hilft die Drainage gar nicht.
Wohin leitet die Drainage das Wasser?
In einen Sickerschacht, wenn der Boden durchlässig ist, sonst in den Kanal. Die Einleitung in den Kanal ist anzeigepflichtig und nicht überall zulässig. Bei Lehm oder Tegel funktioniert ein Sickerschacht meist nicht.
Was kostet ein Leitungsgraben?
45 bis 260 € je Laufmeter, abhängig von Tiefe, Verbau und ob von Hand geschachtet werden muss. Strom und Wasser können oft in einem gemeinsamen Graben verlegt werden, mit vorgeschriebenen Abständen.
Warum ist Handschachtung so teuer?
Weil die Tagesleistung von 80 bis 200 m³ auf 3 bis 8 m³ sinkt, 90 bis 180 €/m³. Nötig bei Fremdleitungen in der Trasse und in Innenhöfen ohne Zufahrt.
Was passiert mit dem Aushub?
Unbelastetes Material wird wiederverwendet oder zur Deponie gebracht, 8 bis 22 € je Tonne. Belastetes kostet 45 bis 180 € je Tonne. Deshalb steht die Bodenanalyse vor der Grabung. Siehe Aushub Wien.
Wie wird der Graben verfüllt?
Lagenweise in 20 bis 30 cm und jede Lage verdichtet. Wer in einem Zug verfüllt, bekommt nach dem ersten Winter eine Senke, und Pflaster oder Asphalt darüber reißen.
Tiefbau: Brauche ich eine Bewilligung?
Auf dem eigenen Grundstück ist der Tiefbau Teil des Bauvorhabens. Im öffentlichen Gut braucht es eine Grabungsbewilligung der MA 28, 600 bis 2.800 €, und für Verkehrssicherung die MA 46.
Wer ist für den Hausanschluss zuständig?
Bis zur Grundstücksgrenze meist der Netzbetreiber, ab dort der Eigentümer. Wir übernehmen die Arbeiten auf dem Grundstück und im Gebäude und stimmen den Termin mit dem Netzbetreiber ab.
Warum alles in einem Zug?
Weil Baustelleneinrichtung, Maschinen und Oberflächenwiederherstellung nur einmal anfallen. Gegenüber einzelner Vergabe spart das meist 15 bis 25 %.
Was ist mit den Nachbargebäuden?
Bei Aushub neben Bestandsbebauung gehört eine Beweissicherung mit Fotos und Rissprotokoll dazu, 800 bis 3.500 €. Ohne sie wird im Streitfall jeder vorhandene Riss Ihnen zugerechnet.
Kann im Winter gegraben werden?
Bei frostfreiem Boden ja. Auf gefrorenem Untergrund wird nicht verfüllt und nicht verdichtet, weil das Material beim Auftauen sackt. Das planen wir ein.
Tiefbau: Welche Nachweise bekomme ich?
Baugrundgutachten, Leitungserkundung, Einmessung aller neuen Leitungen mit Bestandsplan, Verdichtungsnachweis, Entsorgungsnachweise mit Wiegescheinen, Dichtheitsprüfung bei Kanal und Abnahmeprotokoll nach ÖNORM B 2110.
Warum eine Einmessung der neuen Leitungen?
Weil in zwanzig Jahren niemand mehr weiß, wo sie liegen. Der Bestandsplan zeigt Lage und Tiefe – die Grundlage, um bei späteren Arbeiten nichts anzufahren.
Tiefbau: Wie schnell bekomme ich ein Angebot?
Begehung binnen fünf Werktagen in ganz Wien mit erster Einschätzung. Für ein belastbares Angebot brauchen wir Baugrundgutachten und Leitungserkundung – diese beiden Werte bestimmen den Preis stärker als Länge und Tiefe.

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