Aufzug einbauen Wiender vierte Stock wirdwieder erreichbar.
Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.
Ein Aufzug im Bestand kostet in Wien 150.000 bis 400.000 Euro. Im Stiegenauge 150.000–260.000 €, im Nebenraum 200.000–320.000 €, als Hof- oder Außenanbau 250.000–400.000 €. Enthalten sind Statik, Schacht, Anlage und Wiederherstellung. Bauzeit 6 bis 14 Monate.
Was ein Aufzug im Bestand in Wien kostet
Richtwerte netto, Stand 2026, verbindlich nach Machbarkeitsprüfung und Statik.
| Einbauort | Was dafür nötig ist | Preis netto | Bauzeit |
|---|---|---|---|
| Stiegenauge | Schacht in Stahl-Glas, Geländer versetzen, Treppe anpassen | 150.000–260.000 € | 6–10 Monate |
| Nebenraum oder Nassräume | Durchbrüche je Geschoss, Massivschacht, Statik | 200.000–320.000 € | 8–12 Monate |
| Hofanbau | Fundament, Außenschacht, Anbindung an Podeste | 250.000–380.000 € | 10–14 Monate |
| Straßenseitiger Anbau | zusätzlich MA-19-Verfahren, meist nicht bewilligungsfähig | 280.000–400.000 € | 12–18 Monate |
| Bestandsaufzug erneuern | Anlage tauschen, Schacht bleibt | 60.000–140.000 € | 2–4 Monate |
Wofür das Geld ausgegeben wird
| Position | Preis netto | Was dazugehört |
|---|---|---|
| Machbarkeitsprüfung | 2.500–7.000 € | Aufmaß, Varianten, erste Kostenschätzung |
| Statik und Ausführungsplanung | 8.000–25.000 € | Schacht, Fundament, Durchbrüche, Bewehrung |
| Einreichung MA 37 | 4.000–12.000 € | über konzessionierten Partnerbetrieb |
| Fundament und Schachtgrube | 18.000–55.000 € | Aushub, Unterfangung wenn nötig, Betonwanne |
| Schachtbau massiv | 45.000–110.000 € | Stahlbeton oder Mauerwerk über alle Geschosse |
| Schachtbau Stahl-Glas | 55.000–130.000 € | Konstruktion, Verglasung, Brandschutz |
| Durchbrüche je Geschoss | 3.500–9.000 €/Stk. | Sturz, Bewehrung, Wiederherstellung |
| Aufzugsanlage | 60.000–120.000 € | Kabine, Antrieb, Steuerung, Türen, Montage |
| Elektroanschluss und Notruf | 6.000–18.000 € | über konzessionierten Elektrotechniker |
| Stiegenhaus wiederherstellen | 15.000–45.000 € | Geländer, Putz, Terrazzo, Malerei, Beleuchtung |
| Abnahme und Inbetriebnahme | 3.000–8.000 € | TÜV oder akkreditierte Stelle, Prüfbefund |
| Baustelleneinrichtung | 12.000–35.000 € | Gerüst, Schutz, Container, Parkspur |
Summe rund 245.000 € netto. Bei einer bewilligten Sockelsanierung mit 35 % Förderung verbleiben etwa 159.000 € – verteilt über ein Verfahren nach § 18 MRG auf zehn bis fünfzehn Jahre eine andere Rechnung als die Rohsumme.
Die vier Einbauorte im Vergleich
Stiegenauge
Der Schacht wird in die Mitte der Treppe gestellt, meist in Stahl-Glas. Günstigste Variante, kein Eingriff in Wohnungen. Voraussetzung ist ein Stiegenauge von mindestens 1,20 × 1,20 m – in vielen Wiener Gründerzeithäusern gegeben. Nachteil: Die Treppenlaufbreite wird geringer, was bewilligungsrechtlich zu prüfen ist.
Nebenraum oder Nassräume
Ein übereinanderliegender Raum in jedem Geschoss wird zum Schacht – oft ehemalige Bäder oder Abstellräume. Setzt voraus, dass diese Flächen verfügbar sind, also meist eine Vereinbarung mit den betroffenen Wohnungen. Teurer, aber die Treppe bleibt unangetastet.
Hofanbau
Ein eigener Schacht im Innenhof, angebunden an die Stiegenpodeste. Keine Einschränkung im Stiegenhaus, dafür Fundament, Außenwandaufbau und Wärmedämmung. Braucht Platz im Hof und die Zustimmung, wenn Allgemeinflächen betroffen sind.
Straßenseitiger Anbau
In Schutzzonen praktisch nie bewilligungsfähig, weil er das Erscheinungsbild verändert. Außerhalb von Schutzzonen möglich, aber die teuerste Variante mit dem längsten Verfahren.
Technik: welche Anlage passt in den Altbau
| Antrieb | Preis Anlage | Eigenschaften | Im Altbau |
|---|---|---|---|
| Seilaufzug maschinenraumlos | 70.000–120.000 € | energieeffizient, leise, kein eigener Maschinenraum | Standard bei Nachrüstungen |
| Hydraulikaufzug | 60.000–95.000 € | geringere Schachtkopfhöhe nötig, höherer Stromverbrauch | wenn oben die Höhe fehlt |
| Seilaufzug mit Maschinenraum | 65.000–110.000 € | bewährt, braucht Raum über dem Schacht | selten, meist kein Platz |
| Homelift, geringe Geschwindigkeit | 35.000–70.000 € | kleinere Anlage, wenige Haltestellen | Einfamilienhaus, nicht für Zinshäuser |
- Schachtkopf und Schachtgrube sind die kritischen Maße. Klassisch braucht ein Seilaufzug 3,50 m über der obersten Haltestelle und 1,10 m unter der untersten. Reduzierte Ausführungen kommen mit weniger aus, kosten aber Aufpreis.
- Kabinengröße für Barrierefreiheit: mindestens 1,10 × 1,40 m nach ÖNORM B 1600, damit ein Rollstuhl hineinpasst. Kleinere Kabinen sind möglich, erfüllen aber die Barrierefreiheit nicht – und das ist oft die Fördervoraussetzung.
- Türbreite mindestens 90 cm lichte Durchgangsbreite für Barrierefreiheit.
- Haltestellen auf Podestniveau oder Geschossniveau. Halbstock-Haltestellen sind im Gründerzeithaus häufig – dann bleiben trotz Aufzug einige Stufen, was die Barrierefreiheit einschränkt.
- Notrufsystem mit permanenter Verbindung ist vorgeschrieben, dazu eine Wartung durch eine befugte Firma in festgelegten Intervallen.
Rechtliches: wer entscheidet, wer zahlt
| Konstellation | Wer entscheidet | Grundlage |
|---|---|---|
| Zinshaus im Alleineigentum | der Eigentümer | Mieter müssen die Arbeiten nach § 8 MRG dulden |
| Wohnungseigentum | Eigentümerversammlung | Mehrheitsbeschluss, Finanzierung aus der Rücklage |
| Refinanzierung im Mietshaus | über die Mietzinsreserve | reicht sie nicht: Verfahren nach § 18 MRG |
| Nützliche Verbesserung | umlagefähig | § 4 MRG, verteilt auf 10 bis 15 Jahre |
| Barrierefreier Umbau für eine Person | Anspruch nach § 9 MRG möglich | Mieter darf auf eigene Kosten verändern lassen |
| Betriebskosten nach Einbau | auf die Mieter umlegbar | Wartung, Strom, Prüfung als Betriebskosten |
In der Praxis ist der Beschluss die höhere Hürde als die Technik. Deshalb liefern wir für Eigentümerversammlungen Unterlagen, mit denen sich entscheiden lässt: Varianten der Einbauorte, Kosten je Variante, Förderhöhe, Auswirkung auf die Betriebskosten und den Verkehrswert.
Förderung
- Sockelsanierung über den wohnfonds_wien: Der Lifteinbau ist im Rahmen einer geförderten Gesamtsanierung anteilig förderfähig, bis zu 40 % der förderbaren Kosten. Als Einzelmaßnahme deutlich weniger.
- Barrierefreiheit: Wird die Anlage nach ÖNORM B 1600 ausgeführt, verbessert das die Förderfähigkeit und ist bei manchen Schienen Voraussetzung.
- Antrag vor Baubeginn. Wer vorher beauftragt, verliert den Anspruch vollständig – bei 245.000 € Bausumme sind das schnell 85.000 €.
- Kombination lohnt: Lift, Fassade, Dach und Steigleitungen gemeinsam einreichen. Gerüst, Verfahren und Baustelleneinrichtung fallen nur einmal an, und die Förderquote ist bei der Gesamtmaßnahme höher.
Ablauf eines Liftnachrüstung
Die acht Fehler, die einen Liftnachrüstung scheitern lassen
- Ohne Machbarkeitsprüfung planen. Schachtkopfhöhe, Grubentiefe und Stiegenaugenmaß entscheiden über alles Weitere.
- Die Treppenlaufbreite übersehen. Ein Schacht im Stiegenauge verengt den Lauf – die zulässige Mindestbreite ist zu prüfen, bevor geplant wird.
- Barrierefreiheit nicht mitgedacht. Eine Kabine unter 1,10 × 1,40 m erfüllt ÖNORM B 1600 nicht – und genau das ist oft die Fördervoraussetzung.
- Halbstock-Haltestellen ignoriert. Wenn der Lift zwischen den Geschossen hält, bleiben Stufen und die Barrierefreiheit ist dahin.
- Förderantrag zu spät. Nach Auftragsvergabe gibt es nichts mehr.
- Beschluss nicht sauber gefasst. Im Wohnungseigentum kippt ein formal fehlerhafter Beschluss das ganze Projekt.
- Nur die Anlage verglichen. Sie macht 25 bis 40 % der Kosten aus. Zwei Angebote unterscheiden sich meist im Schachtbau, nicht im Lift.
- Wiederherstellung des Stiegenhauses vergessen. 15.000 bis 45.000 €, die sonst als Nachtrag kommen.
So prüfen Sie ein Aufzugsangebot
Was ein Lift dem Haus bringt
Wohnwert
Obergeschosse ohne Lift sind in Wien schwerer vermietbar und niedriger bewertet. Mit Lift verschwindet dieser Abschlag – besonders im vierten und fünften Stock.
Verbleib im Haus
Ältere Bewohner können in ihrer Wohnung bleiben. Das ist für viele Eigentümergemeinschaften das eigentliche Argument, nicht der Verkehrswert.
Dachgeschossausbau
Ab fünf Geschossen verlangt die Bauordnung für neue Wohnungen im Dach in der Regel einen Aufzug. Wer ausbauen will, braucht ihn ohnehin – siehe Dachgeschossausbau Wien.
Barrierefreiheit
Mit Ausführung nach ÖNORM B 1600 wird das Haus tatsächlich barrierefrei – vorausgesetzt, auch der Zugang von der Straße und die Haltestellen stimmen.
Wann Sie uns nicht brauchen
Wenn Ihr Haus drei Geschosse hat und das Stiegenauge unter einem Meter misst, ist ein klassischer Aufzug meist nicht machbar – dann sind Treppenlifte oder Plattformlifte die realistische Option, und dafür gibt es spezialisierte Anbieter.
Wenn im Haus ohnehin in zwei Jahren eine Sockelsanierung ansteht, gehört der Lift dort hinein und nicht als Einzelmaßnahme vergeben: Die Förderquote ist höher und das Gerüst steht nur einmal. Und wenn der Beschluss in der Eigentümergemeinschaft aussichtslos ist, sparen Sie sich die Planungskosten, bis die Mehrheit steht.
Häufige Fragen zum Aufzugseinbau in Wien
Was kostet ein Aufzug im Altbau?
Warum ist die Anlage nur ein Teil der Kosten?
Wie lange dauert der Einbau?
Welcher Einbauort ist der beste?
Wie groß muss das Stiegenauge sein?
Was ist, wenn das Stiegenauge zu klein ist?
Wird die Treppe schmäler?
Welche Kabinengröße ist barrierefrei?
Was sind Halbstock-Haltestellen?
Welcher Antrieb ist der richtige?
Was ist Schachtkopf und Schachtgrube?
Muss im Keller gegraben werden?
Aufzug einbauen: Brauche ich eine Baubewilligung?
Geht ein Anbau an der Straßenseite?
Aufzug einbauen: Wer entscheidet im Wohnungseigentum?
Aufzug einbauen: Wer zahlt im Mietshaus?
Müssen die Mieter zustimmen?
Wird der Lift gefördert?
Aufzug einbauen: Wann muss der Förderantrag gestellt werden?
Bleibt das Stiegenhaus während der Bauzeit begehbar?
Können die Bewohner wohnen bleiben?
Was kostet der Betrieb eines Aufzugs?
Wie oft muss ein Aufzug geprüft werden?
Wie lange hält eine Anlage?
Steigert ein Lift den Wert des Hauses?
Brauche ich einen Lift für den Dachgeschossausbau?
Aufzug einbauen: Führt Skyline Bau die Arbeiten selbst aus?
Was kostet die Machbarkeitsprüfung?
Wie schnell bekomme ich eine erste Einschätzung?
Verwandte Leistungen
Aufzug drin? Stiegenhaus gehört gereinigt.
Der Einbau belastet das ganze Stiegenhaus mit Staub und Materialresten. Bling Premium Reinigung übernimmt die Stiegenhausreinigung und auf Wunsch die laufende Hausbetreuung. Mehr unter bling-bling.at.
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