Erdbewegungen Wienjede Tonne, die bleibt,muss nicht zur Deponie.
Vom ausführenden Bauunternehmen — nicht vom Vermittler.
Erdbewegungen kosten in Wien 8 bis 95 Euro pro Kubikmeter – je nachdem, ob die Erde auf dem Grundstück bleibt oder abgefahren wird. Massenausgleich vor Ort 8–18 €/m³, Anschüttung mit Verdichtung 25–55 €/m³, Bodenaustausch 45–95 €/m³. Geländemodellierung, Hangabtrag, Terrassierung und Humusarbeiten aus einer Hand.
Erdbewegung, Aushub oder Planieren?
| Leistung | Worum es geht | Typisch für | Details |
|---|---|---|---|
| Erdbewegungen | Gelände umformen, Erde umlagern, auffüllen, abtragen | Hanggrundstück, Garten, Terrassen, Geländesprung | diese Seite |
| Aushub | Baugrube für Keller, Fundament oder Leitungen | Neubau, Zubau, Kanal | Aushub Wien |
| Planieren | fertige Höhe und Tragfähigkeit herstellen | Pflasterfläche, Bodenplatte, Einfahrt | Planieren Wien |
| Abbruch | Bestand entfernen, Material trennen | Altbestand, Nebengebäude | Abbruch Wien |
Soll die bearbeitete Fläche befahrbar werden, schließen wir direkt mit Asphaltierung oder Pflasterung an.
Soll aus der Fläche eine befahrbare Straße werden, übernehmen wir auch Trasse, Leitungen und Fahrbahn: Straßenbau.
Was Erdbewegungen in Wien kosten
Richtwerte netto, Stand 2026, verbindlich nach Begehung und Massenbilanz. Entscheidend sind Zufahrt, Bodenart und ob Material abgefahren werden muss.
| Leistung | Einheit | Preis netto | Was dazugehört |
|---|---|---|---|
| Humus abtragen und seitlich lagern | m² | 4–9 € | rund 20–30 cm, getrennt vom Unterboden |
| Massenausgleich auf dem Grundstück | m³ | 8–18 € | abtragen, umlagern, grob einbauen |
| Anschüttung mit Verdichtung | m³ | 25–55 € | lagenweise 20–30 cm, Walze oder Rüttelplatte |
| Bodenaustausch | m³ | 45–95 € | schlechten Boden raus, tragfähiges Material rein |
| Hangabtrag mit Böschung | m³ | 18–40 € | Böschungswinkel nach Bodenart |
| Geländemodellierung Garten | m² | 15–45 € | Gefälle, Mulden, Geländekanten |
| Humus wieder andecken | m² | 5–12 € | einbauen, grob planieren |
| Abtransport und Deponie unbelastet | t | 22–45 € | Lkw, Deponiegebühr, Wiegeschein |
| Zukauf Schüttmaterial | t | 18–35 € | Kies, Schotter oder Recyclingmaterial, geliefert |
| Verdichtungsnachweis | Stk. | 250–550 € | Lastplattendruckversuch, Protokoll |
| Minibagger mit Fahrer | Tag | 650–950 € | für enge Zufahrten und Gärten |
| Kettenbagger mit Fahrer | Tag | 950–1.600 € | für größere Massen |
Summe rund 10.250 € netto. Müssten dieselben 180 m³ abgefahren und durch Zukauf ersetzt werden, kämen allein für Transport, Deponie und Material rund 9.000 bis 14.000 € dazu – die Massenbilanz ist deshalb der wichtigste Teil der Planung.
So läuft eine Erdbewegung ab
Die häufigsten Fehler
- Humus und Unterboden vermischt. Der Garten wächst danach jahrelang schlecht, und der Boden verdichtet sich.
- In einem Zug aufgefüllt. Die Anschüttung setzt sich über Monate, Wege und Terrassen darauf sacken ab.
- Ohne Massenbilanz begonnen. Erst abgefahren, dann für die Senke wieder Material gekauft – doppelt bezahlt.
- Wasser vergessen. Neues Gefälle leitet Regen womöglich zum Haus oder zum Nachbarn. Das Gefälle muss vom Gebäude weg führen.
- An der Grundgrenze aufgeschüttet. Geländeänderungen an der Grenze sind häufig bewilligungspflichtig und ein klassischer Nachbarschaftsstreit.
Der Boden entscheidet, nicht die Maschine
Vor jeder Erdbewegung steht die Frage, womit man es zu tun hat. Wiener Böden reichen vom sandigen Terrassenschotter im Norden bis zum schweren Tegel im Westen und Süden – und der Unterschied macht sich in jeder einzelnen Position der Rechnung bemerkbar.
| Bodenart | Verhalten beim Lösen | Verhalten beim Einbau | Kostenwirkung |
|---|---|---|---|
| Sand und Kies | leicht zu lösen, rieselt nach | gut verdichtbar, tragfähig | günstig, Böschung muss flacher sein |
| Schluff | mittel | wasserempfindlich, wird bei Regen unbrauchbar | witterungsabhängig |
| Tegel, toniger Boden | zäh, klebt am Löffel | schlecht verdichtbar, quillt und schwindet | teuer, oft Bodenaustausch |
| Auffüllung, Bauschutt im Untergrund | uneinheitlich, Hindernisse | nicht tragfähig | Beprobung, Entsorgung nach Befund |
| Fels oder Konglomerat | Meißel oder Fräse nötig | sehr tragfähig | deutlich teurer beim Lösen |
| Grundwasser im Aushubbereich | Böschung rutscht, Sohle weicht auf | Wasserhaltung nötig | größter Einzelposten |
| Untersuchung | Was sie liefert | Preis netto |
|---|---|---|
| Schürfe mit dem Bagger | Bodenaufbau bis etwa 3 m, Sichtbefund | 450–1.200 € |
| Kernbohrung im Erdreich | Schichtenverlauf, Proben aus der Tiefe | 900–2.800 € je Bohrpunkt |
| Bodengutachten | Tragfähigkeit, Gründungsempfehlung, Wasserstand | 1.800–5.500 € |
| Chemische Beprobung des Aushubs | Einstufung für die Entsorgung | 280–850 € je Probe |
| Lastplattendruckversuch | Nachweis der Verdichtung | 250–550 € je Prüfung |
Wer bei einem Einfamilienhaus auf das Bodengutachten verzichtet, spart ein paar tausend Euro und riskiert einen Bodenaustausch, der ein Vielfaches kostet – oder eine Gründung, die später nachgibt. Bei kleinen Geländemodellierungen im Garten ist der Verzicht dagegen vertretbar: Dort genügt ein Schurf, um zu sehen, was unter dem Humus liegt.
Wohin mit dem Aushub
Der Abtransport ist bei den meisten Wiener Baustellen der größte Posten – nicht das Graben. Entscheidend ist, wie der Boden eingestuft wird.
| Einstufung | Was es bedeutet | Entsorgungskosten netto |
|---|---|---|
| Unbelasteter Bodenaushub | natürlich gewachsen, keine Fremdanteile | 22–45 €/t |
| Bodenaushub mit geringen Fremdanteilen | Ziegelbruch, Wurzeln, alte Auffüllung | 45–85 €/t |
| Belasteter Aushub | Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle nach Befund | 95–260 €/t |
| Gefährlicher Abfall | starke Kontamination | deutlich höher, nach Angebot |
| Verwertung auf dem Grundstück | Massenausgleich statt Abtransport | 8–18 €/m³ |
Deshalb lohnt sich die Beprobung vor Beginn fast immer: Sie kostet einige hundert Euro und entscheidet, ob der Aushub als unbelastet gilt. Ohne Befund stuft die Deponie im Zweifel ungünstig ein, und der Wiegeschein ist dann das teuerste Papier der ganzen Baustelle.
Böschung oder Verbau
Sobald tiefer als etwa anderthalb Meter gegraben wird, ist die Frage nicht mehr, ob die Grube hält, sondern wie sie gehalten wird. In Wien entscheidet meist der verfügbare Platz.
| Verfahren | Wann | Platzbedarf | Kosten |
|---|---|---|---|
| Freie Böschung | genug Platz, standfester Boden | hoch, Böschung braucht Fläche | günstigste Lösung |
| Abtreppung | mittlere Tiefe, etwas Platz | mittel | gering |
| Trägerbohlwand, Berliner Verbau | enge Lage, keine Böschung möglich | gering | hoch |
| Spundwand | Wasser im Boden, weiche Schichten | gering | hoch, erschütterungsintensiv |
| Bohrpfahlwand | tiefe Baugruben, Nachbarbebauung direkt daneben | gering | sehr hoch |
| Unterfangung | Nachbarfundament liegt höher als die Sohle | gering | sehr hoch, abschnittsweise |
Wird direkt an der Grundgrenze gegraben, kommt zusätzlich die Beweissicherung am Nachbargebäude dazu. Das ist kein Formalismus: Der Nachbar verliert durch die Grube die seitliche Stütze seines Bodens, und Setzungen zeigen sich zuerst als Risse in seinem Haus. Ohne dokumentierten Ausgangszustand steht dann Aussage gegen Aussage.
Wasser auf der Baustelle
| Problem | Ursache | Maßnahme |
|---|---|---|
| Oberflächenwasser läuft in die Grube | Gelände fällt zur Baustelle | Randgraben, Wall, Ableitung |
| Sohle weicht auf | Regen und Befahrung | Sauberkeitsschicht, Fahrwege schottern |
| Schichtenwasser tritt an der Böschung aus | wasserführende Lage im Boden | Drainage, Sickerpackung |
| Grundwasser steht über der Sohle | hoher Wasserstand | Wasserhaltung mit Pumpensumpf oder Brunnen |
| Nachbargebäude setzt sich | Absenkung des Grundwassers | Messpunkte, Beweissicherung, Absenkung begrenzen |
Die einfachste und am häufigsten vergessene Maßnahme ist der Randgraben rund um die Baugrube. Er kostet wenige hundert Euro und verhindert, dass Oberflächenwasser die Böschung von oben aufweicht – die Ursache für den Großteil aller Böschungsrutschungen auf kleinen Baustellen.
Verdichtung: der Teil, der später zählt
| Punkt | Regel | Folge bei Fehlern |
|---|---|---|
| Lagendicke | 20 bis 30 cm je Lage | Hohlräume bleiben, es sackt nach |
| Material | verdichtungsfähig, gleichmäßig | bindiger Boden wird nie tragfähig |
| Feuchte | Material weder staubtrocken noch nass | keine ausreichende Verdichtung erreichbar |
| Gerät | Rüttelplatte, Walze, Stampfer nach Lage | zu leichtes Gerät verdichtet nur oben |
| Nachweis | Lastplattendruckversuch bei tragenden Flächen | ohne Nachweis keine Abnahme |
| Arbeitsraumverfüllung | lagenweise, nicht in einem Zug verkippt | Setzung entlang der Kellerwand, Pflaster sackt |
Erdbewegung vor dem Hausbau: die Reihenfolge
Bei einem Neubau bestimmt die Erdarbeit den Takt der ersten Wochen. Wer die Reihenfolge einhält, spart sich Wartezeiten, die später niemand mehr aufholt.
| Schritt | Was passiert | Was danach möglich ist |
|---|---|---|
| 1. Absteckung | Gebäude und Höhen durch den Vermesser | Baugrenzen stehen fest |
| 2. Baustelleneinrichtung | Zufahrt, Lagerflächen, Anschlüsse | Maschinen können arbeiten |
| 3. Humusabtrag | 20 bis 30 cm, getrennt gelagert | Unterboden liegt frei |
| 4. Aushub | Baugrube nach Plan, Böschung oder Verbau | Sohle erreicht |
| 5. Sohle prüfen | Tragfähigkeit beurteilen, ggf. Bodenaustausch | Freigabe für das Fundament |
| 6. Sauberkeitsschicht | dünne Betonlage auf der Sohle | Bewehrung kann verlegt werden |
| 7. Rohbau | Fundament, Keller, Abdichtung | Arbeitsraum kann verfüllt werden |
| 8. Arbeitsraum verfüllen | lagenweise verdichtet, Drainage falls vorgesehen | Gelände kann modelliert werden |
| 9. Geländemodellierung | Gefälle vom Haus weg, Anschlusshöhen | Außenanlagen |
| 10. Humus andecken | Oberboden zurück auf die Fläche | Garten |
Zwischen Schritt sieben und acht liegt die Aushärtung und die Abdichtung der Kellerwand. Wer hier drängt und zu früh verfüllt, beschädigt die frische Abdichtung – und der Schaden zeigt sich erst, wenn der Keller feucht wird. Alles Weitere zur Baugrube steht auf der Seite Aushub, zur Gründung auf der Seite Fundament.
Zufahrt, Platz und Maschinenwahl
In Wien scheitert eine Erdbewegung selten an der Menge, sondern am Zugang. Die Maschine muss hineinkommen, das Material hinaus – und beides bestimmt den Preis stärker als die Kubatur.
| Zufahrt | Mögliche Maschine | Leistung je Tag | Kostenwirkung |
|---|---|---|---|
| Unter 1 m, nur durch das Haus | Kleinstbagger oder händisch | 5–15 m³ | sehr hoch, bis zum Dreifachen |
| 1 bis 2 m, Gartentor | Minibagger 1,5–2,5 t | 20–45 m³ | hoch |
| Über 2,5 m, Hofeinfahrt | Midibagger 5–8 t | 60–150 m³ | mittel |
| Freie Zufahrt, Lkw kann zustellen | Kettenbagger ab 10 t | 150–400 m³ | günstig je Kubikmeter |
| Keine Zufahrt, nur über das Nachbargrundstück | nach Zustimmung | je nach Lösung | zusätzlich Vereinbarung nötig |
| Zusatzposten | Wann er anfällt | Preis netto |
|---|---|---|
| Halteverbot für Lkw und Mulden | Straßenaufstellung in Wien | 120–380 € je Tag |
| Bodenplatten für Fahrwege | weicher Untergrund, Rasenflächen | 18–45 €/m² |
| Baustellenzufahrt schottern | längere Bauzeit | 25–60 €/m² |
| Reinigung der Straße | Verschmutzung durch Baustellenverkehr | 250–900 € je Einsatz |
| Baumschutz | Bäume im Arbeitsbereich | 180–600 € je Baum |
| Handschachtung an Leitungen | Kabel, Rohre, Kanal im Bereich | 85–180 €/m³ |
Die letzte Zeile ist die, die am häufigsten unterschätzt wird. Wo Leitungen liegen, darf nicht maschinell gegraben werden – dort wird händisch gesucht, und das ist um ein Vielfaches langsamer. Eine Leitungsauskunft der Betreiber vor Baubeginn kostet nichts und legt fest, wo das gilt.
Leitungen im Boden
| Schritt | Was gemacht wird | Warum |
|---|---|---|
| Leitungsauskunft einholen | Pläne von Strom, Gas, Wasser, Kanal, Fernwärme, Telekom | Pflicht vor jedem Aushub |
| Ortung vor Ort | Kabelsuchgerät, Trassenbestimmung | Pläne sind oft ungenau |
| Suchschlitze händisch | Querung freilegen | bestätigt Lage und Tiefe |
| Kennzeichnung | Trassen markieren, Schutzabstand festlegen | schützt vor dem Baggerlöffel |
| Sicherung freigelegter Leitungen | aufhängen, umhüllen, abstützen | verhindert Beschädigung im Graben |
| Trassenwarnband beim Verfüllen | über der Leitung mitverlegt | schützt bei künftigen Grabungen |
Massen verstehen: was in der Kalkulation steckt
Angebote für Erdarbeiten sind schwer vergleichbar, weil dieselbe Menge auf drei verschiedene Arten angegeben werden kann. Wer die Begriffe kennt, erkennt sofort, ob zwei Angebote dasselbe meinen.
| Begriff | Bedeutung | Umrechnung |
|---|---|---|
| Festmaß | Volumen im gewachsenen Boden, wie im Plan gerechnet | Ausgangsgröße |
| Lockermaß | Volumen nach dem Lösen, wie auf dem Lkw | Festmaß plus 15–35 % |
| Verdichtetes Maß | Volumen nach dem Einbau mit Verdichtung | etwa Festmaß, je nach Material weniger |
| Tonnen | Abrechnung der Deponie nach Wiegeschein | 1 m³ Festmaß entspricht rund 1,6–2,0 t |
| Lkw-Fuhre | Transporteinheit | je nach Fahrzeug etwa 8–16 t |
Für Bauträger und Hausverwaltungen
| Punkt | Wie wir es handhaben |
|---|---|
| Vorerkundung | Schurf oder Bodengutachten vor der Angebotslegung, nicht danach |
| Massenermittlung | aus dem Plan gerechnet, mit ausgewiesener Auflockerung und Tonnage |
| Entsorgungsnachweise | Wiegescheine je Fuhre, Zuordnung zur Baustelle |
| Nachbarschaft | Beweissicherung vor Aushub an der Grundgrenze |
| Verkehr | Halteverbote, Straßenreinigung, Zufahrtszeiten abgestimmt |
| Nachweise | Verdichtungsprüfungen, Fotodokumentation der Sohle vor dem Aufbau |
| Schnittstelle | Übergabe an das nächste Gewerk mit protokollierter Sohle |
Der letzte Punkt spart die meisten Diskussionen. Wird die Sohle vor dem Betonieren fotografiert und die Höhe eingemessen, ist später klar, in welchem Zustand sie übergeben wurde – und wer die Nacharbeit zahlt, wenn sie zwei Wochen später aufgeweicht ist.
Woran Sie eine ordentliche Ausführung erkennen
| Merkmal | Gute Ausführung | Warnzeichen |
|---|---|---|
| Vor dem Beginn | Leitungsauskunft, Ortung, Suchschlitze | Bagger startet am ersten Tag |
| Angebot | Kubatur und Tonnage, Entsorgungsklasse benannt | Pauschale ohne Mengenangabe |
| Böschung | Winkel nach Bodenart, Kante frei | steil angeschnitten, Material an der Kante |
| Wasser | Randgraben, Ableitung vorhanden | Grube läuft bei Regen voll |
| Verfüllung | lagenweise, sichtbar verdichtet | in einem Zug verkippt |
| Humus | getrennt gelagert und wiederverwendet | mit Unterboden vermischt |
| Entsorgung | Wiegescheine werden übergeben | keine Belege, Pauschalbetrag |
| Baustelle | Straße sauber, Zufahrt befestigt | Lehmspur über den halben Bezirk |
Preisbeispiele aus der Praxis
Summe rund 16.490 € netto, vier Arbeitstage. Der größte Posten ist der Abtransport – wäre der Aushub mit Fremdanteilen eingestuft worden, hätte allein diese Position rund 19.000 € gekostet.
Summe rund 20.880 € netto. Durch den Massenausgleich wurden rund 95 Kubikmeter nicht abtransportiert – das entspricht etwa 10 Lkw-Fuhren und rund 5.000 € eingesparten Entsorgungskosten.
Gefälle und Wasserführung am Grundstück
Bei jeder Geländemodellierung entscheidet nicht die Optik, sondern wohin das Wasser läuft. Die meisten Feuchteschäden an Kellerwänden gehen nicht auf fehlende Abdichtung zurück, sondern auf Gelände, das zum Haus hin fällt.
| Regel | Richtwert | Warum |
|---|---|---|
| Gefälle vom Haus weg | etwa 2 % auf den ersten Metern | Oberflächenwasser läuft ab statt an die Wand |
| Abstand Gelände zur Abdichtung | Sockel bleibt sichtbar, nicht überschüttet | Spritzwasser und Feuchteeintrag |
| Traufstreifen | Kies oder Pflaster mit Gefälle | verteilt Tropfwasser, hält den Sockel trocken |
| Mulden und Senken | keine geschlossenen Tiefpunkte | stehendes Wasser dringt ein |
| Anschluss an Nachbargrundstück | kein Wasser auf fremden Grund leiten | Nachbarrecht, vermeidbarer Streit |
| Versickerung | entsprechend Boden und Vorschriften | Kanal darf nicht beliebig belastet werden |
Was Sie vorbereiten können
- Grundstücksgrenzen kennen: aktueller Plan oder Vermessung, besonders wenn nah an der Grenze gearbeitet wird.
- Leitungsauskunft einholen: alle Betreiber, auch für die eigene Zuleitung im Garten.
- Zufahrt klären: Breite, Höhe, Tragfähigkeit, ob ein Zaunfeld oder Tor geöffnet werden kann.
- Platz für Zwischenlagerung: Humus und Aushub brauchen Fläche, sonst wird doppelt transportiert.
- Bäume und Sträucher markieren: was bleiben soll, wird geschützt, was weg kann, spart Handarbeit.
- Nachbarn informieren: besonders bei Arbeiten an der Grenze und bei Lkw-Verkehr.
- Alte Pläne und Fotos sammeln: Hinweise auf frühere Auffüllungen, Senkgruben, Öltanks.
- Wasser- und Stromanschluss: für Befeuchtung und Geräte auf der Baustelle.
Sonderfälle
| Fall | Besonderheit | Vorgehen |
|---|---|---|
| Alter Öltank im Erdreich | Restinhalt, kontaminierter Boden | fachgerecht entleeren, reinigen, ausbauen, Boden beproben |
| Senkgrube oder alter Sickerschacht | Hohlraum unter der geplanten Fläche | ausräumen, verfüllen und verdichten, dokumentieren |
| Bauschuttverfüllung aus der Nachkriegszeit | nicht tragfähig, oft belastet | Bodenaustausch nach Befund |
| Baumbestand im Arbeitsbereich | Wurzelbereich ist geschützt | Schutzzaun, händische Arbeit im Wurzelbereich |
| Archäologische Funde | Meldepflicht, Arbeiten sind einzustellen | melden, Freigabe abwarten |
| Kriegsrelikte | in Wien nicht auszuschließen | Arbeit sofort einstellen, Behörde verständigen |
| Pool oder Zisterne | Auftrieb bei hohem Grundwasser | Auftriebssicherung, Verfüllung nach Vorgabe |
| Arbeiten neben der Tiefgarage | Bestandswand nicht auf Erddruck ausgelegt | statische Beurteilung vor dem Aushub |
Die letzten drei Zeilen haben gemeinsam, dass sie sich nicht durch mehr Maschinenleistung lösen lassen, sondern nur durch vorherige Klärung. Bei Verdacht auf Kriegsrelikte gilt das ohne jede Abwägung: Arbeit einstellen, Bereich sichern, Behörde verständigen – alles andere ist keine Option.
Nach der Erdbewegung
| Schritt | Was dazugehört |
|---|---|
| Sohle übergeben | Höhe eingemessen, Zustand fotografiert, Verdichtung nachgewiesen |
| Flächen abschließen | Humus angedeckt, Gefälle kontrolliert, Ränder sauber |
| Baustelle räumen | Restmaterial abtransportiert, Zufahrt zurückgebaut |
| Unterlagen übergeben | Wiegescheine, Prüfprotokolle, Fotodokumentation |
| Setzung beobachten | bei größeren Anschüttungen über einige Monate |
Der letzte Punkt betrifft vor allem Anschüttungen über einem Meter Höhe. Auch sauber lagenweise verdichtetes Material setzt sich noch geringfügig, und wer direkt danach pflastert, ärgert sich im übernächsten Frühjahr. Wo möglich, liegt zwischen Anschüttung und Oberflächenherstellung ein Winter – das ist die billigste Qualitätssicherung, die es im Erdbau gibt.
Winterarbeit und Jahreszeit
| Bedingung | Auswirkung | Vorgehen |
|---|---|---|
| Dauerregen | Sohle weicht auf, bindiger Boden unbrauchbar | abdecken, Fahrwege schottern, ggf. unterbrechen |
| Frost im Boden | Lösen aufwendig, Verdichtung unmöglich | gefrorenes Material nie einbauen |
| Schnee auf der Baustelle | Material wird mit eingebaut, Hohlräume | räumen vor dem Verfüllen |
| Hitze und Trockenheit | Material zu trocken zum Verdichten | befeuchten, lagenweise arbeiten |
| Offene Grube über den Winter | Böschung wird durch Frost-Tau-Wechsel instabil | abdecken, Kante kontrollieren |
Die häufigsten Fehler
- Ohne Leitungsauskunft gegraben. Ein angerissenes Kabel kostet den Tag, ein Gasrohr die Evakuierung – und beides zahlt der Bauführer.
- Aushub nicht beprobt. Ohne Befund stuft die Deponie ungünstig ein, der Unterschied liegt im fünfstelligen Bereich.
- Kubikmeter statt Tonnen gerechnet. Ein Kubikmeter wiegt 1,6 bis 2,0 Tonnen und lockert beim Lösen um 15 bis 35 Prozent auf.
- Material an der Grubenkante gelagert. Die Auflast bringt genau die Böschung zum Rutschen, die sie belastet.
- Arbeitsraum in einem Zug verkippt. Die Setzung entlang der Kellerwand kommt sicher, nur später.
- Kein Randgraben. Oberflächenwasser weicht die Böschung von oben auf – Ursache der meisten Rutschungen auf kleinen Baustellen.
- Gelände eben statt mit Gefälle modelliert. Wasser steht an der Kellerwand, und die Korrektur ist eine eigene Baustelle.
- Humus mit Unterboden vermischt. Dann ist er als Oberboden wertlos und muss zugekauft werden.
- Verdichtung ohne Nachweis. Bei tragenden Flächen fehlt der Prüfbericht, und die Abnahme scheitert.
- An der Grundgrenze ohne Beweissicherung gegraben. Risse am Nachbarhaus lassen sich dann nicht mehr abgrenzen.
Punkte eins bis drei entstehen vor dem ersten Baggerbiss, Punkte vier bis neun während der Arbeit. Alle zusammen kosten in der Vermeidung wenige tausend Euro und im Eintritt regelmäßig das Zehnfache.
Abgrenzung zu unseren anderen Leistungen
| Situation | Passende Leistung |
|---|---|
| Gelände abtragen, anschütten, modellieren | Erdbewegungen, diese Seite |
| Baugrube für Keller oder Fundament | Aushub |
| Kanal, Drainage, Leitungsgräben | Tiefbau |
| Leitungen verlegen und anschließen | Rohrleitungsbau |
| Hang dauerhaft abfangen | Stützmauer |
| Flächen pflastern oder asphaltieren | Pflasterung |
| Fundament herstellen | Fundament |
| Zustand der Nachbarhäuser vorher festhalten | Beweissicherung |
Wann Sie uns nicht brauchen
Für ein paar Kubikmeter Erde im Garten genügt oft ein Minibagger-Verleih mit Fahrer. Ein koordinierendes Unternehmen lohnt sich, wenn Massen bilanziert, Material entsorgt, Flächen tragfähig hergestellt oder Stützmauern, Pflaster und Entwässerung anschließend gebaut werden.
Häufige Fragen zu Erdbewegungen in Wien
Was kosten Erdbewegungen pro Kubikmeter?
Was ist eine Massenbilanz?
Was ist der Unterschied zu Aushub und Planieren?
Brauche ich eine Bewilligung?
Warum wird der Humus getrennt abgetragen?
Wie wird eine Anschüttung tragfähig?
Kann ich die Aushuberde meines Neubaus im Garten verwenden?
Was passiert mit überschüssiger Erde?
Können Sie auf engen Grundstücken arbeiten?
Was ist beim Hang zu beachten?
Wohin fließt das Regenwasser nach der Geländeänderung?
Wann ist die beste Jahreszeit?
Wie lange dauert eine Erdbewegung?
Welche Nachweise bekomme ich?
Wie schnell steht der Preis für den Aushub?
Was kostet ein Kubikmeter Aushub abtransportiert?
Warum rechnen Sie in Tonnen statt in Kubikmetern?
Was bedeutet Auflockerung?
Brauche ich ein Bodengutachten?
Was passiert, wenn Grundwasser ansteht?
Muss der Aushub beprobt werden?
Kann der Aushub am Grundstück bleiben?
Welcher Bagger kommt in meinen Garten?
Lohnt es sich, ein Zaunfeld zu öffnen?
Wie steil darf die Böschung sein?
Was kostet ein Verdichtungsnachweis?
Warum sackt mein Pflaster am Haus ab?
Welches Gefälle braucht das Gelände am Haus?
Kann im Winter gearbeitet werden?
Was, wenn wir auf einen alten Öltank oder eine Senkgrube stoßen?
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Hinweis: Skyline Bau ist die Markenbezeichnung des Bau- und Sanierungsbereichs der Bling Bling GmbH und keine eigenständige Rechtsperson. Vertragspartner ist ausschließlich die Bling Bling GmbH. Die Bling Bling GmbH ist eingeschränkter Baugewerbetreibender nach § 99 GewO und kein konzessionierter Baumeister. Nach § 99 Abs. 5 GewO ist die Bezeichnung „Baumeister“ konzessionierten Betrieben nach § 94 Z 5 GewO vorbehalten. Reglementierte Gewerke — Baumeister-Leistungen, Statik, Gas- und Sanitärtechnik, Elektrotechnik — werden ausschließlich durch befugte, konzessionierte Partnerbetriebe ausgeführt.